Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Produkttest

Geht Reiserasierer auch günstiger? Nein!

Den luxuriösen Reiserasierer Philips Series 700 habe ich gelobt. Aber das geht noch günstiger. Philips bietet mit der Series 500 eine halb so teure Variante an. Ist sie auch nur halb so gut?

«Ich weiss, was du getan hast, Philips!» denke ich, als ich d«Ich weiss, was du getan hast, Philips!», denke ich, als ich den Shaver Series 500 auspacke. Im Vergleich zur teureren Version hat der Hersteller einfach bei Design und Materialien gespart. Den Series 700 habe ich vor einiger Zeit auf Reisen getestet und war von der sanften und trotzdem gründlichen Rasur überzeugt. Doch der Preis von deutlich über 100 Franken schreckt ab, wenn der Rasierer nur in den Ferien zum Einsatz kommt.

Trotz günstigerem Preis zwei Vorteile

Da kommt der Series 500 wie gerufen: Er kostet nur halb so viel. Klar, das Gehäuse ist aus Kunststoff und fühlt sich weniger hochwertig an. Auch wackelt der magnetisch befestigte Klingenschutz stärker als bei der Series 700.

Das Gehäuse sieht gut aus, fühlt sich aber nur OK an. Der Deckel wackelt etwas.
Das Gehäuse sieht gut aus, fühlt sich aber nur OK an. Der Deckel wackelt etwas.

Eindeutig: Das günstigere Modell wirkt deutlich billiger. Doch ich bemerke zwei Vorteile: Die Series 500 wiegt 131 Gramm, die Series 700 146 Gramm. Das ist zwar nicht viel, aber bei Reisegepäck zählt jedes Gramm, das man sparen kann. Und ich mag den physischen Knopf der günstigeren Variante lieber als den Touch-Slider beim edleren Modell. Draufdrücken und schon läuft der Rasierer – präzise und jederzeit einsatzbereit. Anders als beim Slider des teureren Modells, wo ich mich immer mal wieder verklicke.

Das Metallgehäuse des teureren Series 700 (links) wirkt hochwertiger als das Kunststoffmodell Series 500.
Das Metallgehäuse des teureren Series 700 (links) wirkt hochwertiger als das Kunststoffmodell Series 500.

Ich sehe schon die Schlagzeile: «Billiger Reiserasierer schlägt doppelt so teures Luxusmodell».

Dann schalte ich den Series 500 das erste Mal ein, …

… mache die ersten Züge übers Gesicht …

… und weiss direkt, dass die Überschrift hier ganz anders lauten wird.

Mehr Lärm, weniger sanft

Schon beim ersten Einschalten erschrecke ich ein wenig. Der 500er ist massiv lauter als der 700er. Kann das sein? Ich messe nach. Es sind über zehn Dezibel mehr – gefühlt eine Verdoppelung der Lautstärke. Die teurere Version surrt leise, das günstigere Modell brummt lauter, wenn auch nicht unangenehm. Trotzdem ist das für mich noch kein Argument gegen das günstigere Modell.

Das Killerkriterium folgt jetzt: Ich setze den Philips Series 500 an die Wange und mache den ersten Zug. Deutlich hörbar kürzt er die Stoppeln – und ich fühle das auch. Der Rasierer zieht und schabt auf meiner Haut, die von Nassrasuren verwöhnt ist. Ich merke gleich: Ohne Wasser bekomme ich Rötungen oder trockene Stellen.

Der Series 500 ist recht laut und ich kann ihn nur auf angefeuchteter Haut nutzen.
Der Series 500 ist recht laut und ich kann ihn nur auf angefeuchteter Haut nutzen.

Ich feuchte also das Gesicht an und weiter geht’s. Nun ist es erträglich. Ich brauche aber meist mehrere Züge, bis alles sauber rasiert ist. Das belastet die Haut zusätzlich.

Die Klingen des Series 700 sind so viel sanfter und angenehmer. Für mich ist klar: Wenn ein Elektrorasierer für unterwegs, dann das teurere Modell. Mit ihm rasiere ich ohne Nachwirkungen auch mal trocken. Den Series 500 kann ich nur auf angefeuchteter Haut nutzen.

Der Series 500 ist dabei keineswegs schlecht, er liegtauf dem Niveau der meisten Elektrorasierer für unterwegs. Der Series 700 ist aber schlicht besser. Wer empfindliche Haut und starken Bartwuchs hat, zahlt den Aufpreis noch so gerne.

Wer weniger Bartwuchs oder weniger empfindliche Haut hat, kommt mit dem günstigeren Series 500 auf seine Kosten. Er liefert ein solides Ergebnis bei Rasur und Ausstattung.

Der Rasierkopf des Series 700 (links) macht den grossen Unterschied, weil er sich besser dem Gesicht anpasst und bessere Klingen hat.
Der Rasierkopf des Series 700 (links) macht den grossen Unterschied, weil er sich besser dem Gesicht anpasst und bessere Klingen hat.

Gute Akkulaufzeit und Klingen-Trick

Der Reiserasierer ist klein und kompakt. Ich messe trotzdem eine gute Akkulaufzeit von 50 Minuten. Das übertrifft sogar die Herstellerangaben von 40 Minuten. Schade nur: Philips setzt auf ein eigenes Ladekabel statt auf USB-C.

Die Wartung fällt leicht. Philips empfiehlt, den Scherkopf jeden Monat intensiv zu reinigen und alle zwei Jahre die Klingen zu wechseln. Pro Klinge kostet das rund 10 Franken oder Euro.

Als Schlaumeier habe ich natürlich ausprobiert, ob die Klingen des teureren Modells auf den günstigen Series 500 passen. Und das tun sie. So könnte ich den Einsteiger-Rasierer kaufen und nach zwei Jahren die besseren Scherköpfe montieren – die fast gleich viel kosten.

Der Effekt dieser Trickserei bleibt klein. Auch in dieser neuen Kombination fühlt sich der Series 500 rauer an als der Series 700. Der Grund: Der Scherkopf des teureren Modells federt besser und bewegt sich flexibler. Das bessere Rasurergebnis liegt nicht nur an den Klingen, sondern am ganzen System – das lässt sich nicht austauschen.

Für mich persönlich ist die sanftere Rasur des Series 700 den Aufpreis auf jeden Fall wert.

Fazit

Günstiger ist okay

Der Series 500 ist ein solider Reiserasierer mit 50 Minuten Akkulaufzeit, der einfach bedienbar ist. Die Reinigung ist unkompliziert und die Klingen sollen laut Hersteller zwei Jahre halten. Der Wartungsaufwand bleibt gering. Insgesamt bietet das Einsteiger-Geräte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wer empfindliche Haut hat und sanfter rasieren will, dem sei die teurere Variante von Philips empfohlen, der Series 700. Der Series 500 dagegen unterscheidet sich kaum von anderen Geräten in dieser Preiskategorie. Er ist für gelegentliches Rasieren unterwegs in Ordnung, mehr aber auch nicht.

Pro

  • einfache Bedienung
  • robuste Bauweise
  • lange Akkulaufzeit
  • schnelle Reinigung

Contra

  • nur mit Philips-Kabel laden
  • laut
  • nichts für heikle Haut

2 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.


Produkttest

Unsere Expertinnen und Experten testen Produkte und deren Anwendungen. Unabhängig und neutral.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

Kommentare

Avatar