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Hintergrund

Ich bin auf die Hue Bridge Pro umgestiegen – und nach anfänglichem Stirnrunzeln liefs wie geschmiert

Martin Jud
11/6/2026
Bilder: Martin Jud

Beim Umstieg auf die Philips Hue Bridge Pro ist mir aufgefallen, dass der Hersteller seine Online-Anleitungen überarbeiten sollte. Aber auch, dass das Upgrade an sich simpel vonstatten geht – und meine smarten Lichter danach noch besser sind.

Manchmal ist es besser, eine Bedienungsanleitung zu lesen. Und manchmal ist es besser, das nur teilweise zu tun. Mit Blick auf die Online-Anleitung zum Umstieg auf die neue Philips Hue Bridge ist zweiteres der Fall. So lese ich nützliche Infos, wie etwa, dass bei der Migration primär Hue-Geräte und deren Konfiguration automatisch umgezogen werden. Manuell neu verbunden werden müssen hingegen Amazon Alexa, Apple Home, Google Home und Samsung SmartThings.

Weniger nützlich ist die weiter verlinkte Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Stand Juni 2026 besagt, dass ich die neue Bridge in der Philips-Hue-App unter «Einstellungen > Geräte» hinzufügen könne.

Versuche ich das zu tun, reklamiert die App allerdings, sobald ich versuche, den QR-Code auf der Unterseite der neuen Bridge zu scannen:

Die Online-Anleitung führt mich in die Irre. Das Hinzufügen unter «Einstellungen > Geräte» funktioniert nicht.
Die Online-Anleitung führt mich in die Irre. Das Hinzufügen unter «Einstellungen > Geräte» funktioniert nicht.

Offenbar ist die Anleitung veraltet. Immerhin gibt die Fehlermeldung einen Hinweis, wo ich die Bridge tatsächlich hinzufügen kann.

Warum der Umstieg? Der Leidensdruck mit der alten Bridge

Auf meiner alten Hue Bridge tummelten sich so viele Geräte, dass ich den offiziellen Limits von 50 Lampen und 12 Steuerungen ziemlich nahe kam. Mit spürbaren Folgen: Bei manchen Schaltern schlich sich eine Gedenksekunde ein, ehe das Licht reagierte.

Die Hue Bridge Pro verspricht hier Abhilfe, denn sie verwaltet über 150 Lampen und mehr als 50 Steuerungen. Sie ist damit für mein wachsendes Setup gerüstet, ohne gleich wieder an Grenzen zu stossen. Philips hat zudem an der Speicherkapazität und der Geschwindigkeit beim Abrufen von Lichtszenen geschraubt – beides Dinge, die man als Nutzer zwar nicht sieht, aber im Alltag spürt.

Ein Novum ist Motion Aware: Statt nur auf separate Bewegungsmelder zu reagieren, kann die Pro einen Bereich mit mindestens drei Hue-Lampen selbst in einen Sensor verwandeln. Sobald in diesem Bereich eine Bewegung erkannt wird, schalten sich die zugewiesenen Lampen automatisch ein – ganz ohne zusätzliche Hardware. Und während die alte Bridge zwingend ein Netzwerkkabel braucht, funkt die Pro bei Bedarf auch per WLAN.

Die Migration überträgt alle Geräte, Szenen und Automatisierungen auf die Pro – ein Schritt, der sich nicht einfach per Knopfdruck umkehren lässt.

Wie es Schritt für Schritt geht – in 30 Minuten zum Glück

Wichtig: Stelle vor Beginn sicher, dass du mit einem Administrator-Konto in der Hue App eingeloggt bist. Kontrolliere allenfalls, ob deine Lampen und Schalter unter «Einstellungen > Softwareupdate» auf dem neuesten Stand sind.

Mit optimistischen Gefühlen navigiere ich in der Hue App nach «Einstellungen > Hue Bridges» und drücke das Plus-Symbol.

Hier kannst du die neue Pro-Bridge tatsächlich hinzufügen.
Hier kannst du die neue Pro-Bridge tatsächlich hinzufügen.

Ich scanne den QR-Code auf der Unterseite der neuen Bridge, was auf Anhieb gelingt. Danach kann ich wählen, ob die Bridge per Netzwerkkabel oder WLAN eingebunden werden soll.

Nach dem Scannen des QR-Codes wähle ich «Netzwerkkabel».
Nach dem Scannen des QR-Codes wähle ich «Netzwerkkabel».

Die Einbindung mittels Netzwerkkabel präferiere ich gegenüber WLAN, da ich alles so verzögerungsfrei wie möglich halten möchte. Ich stecke das USB-C-Kabel für Strom ein, verbinde die neue Bridge mit dem LAN und drücke danach in der App auf «Suche».

Falls noch nicht geschehen, ist jetzt der Moment gekommen, die neue Bridge an den Strom zu hängen.
Falls noch nicht geschehen, ist jetzt der Moment gekommen, die neue Bridge an den Strom zu hängen.

Die neue Bridge wurde gefunden – ich betätige, wie verlangt, die Taste an der Bridge.

Ich drücke auf «Weiter» und bestätige im folgenden Punkt, dass die beiden LEDs an der Bridge durchgehend leuchten.

Es hat geklappt. Doch geht es noch weiter.
Es hat geklappt. Doch geht es noch weiter.

Erneut soll ich die Taste an der neuen Hue Bridge betätigen.

Es hat erneut geklappt.
Es hat erneut geklappt.

Nun steht die Verbindung, die Bridge ist mit dem Konto verknüpft.

Nachfolgend darf ich die Nutzung der Nutzerdaten verneinen und die neue Bridge benennen.

Öhm? Ich sage mal Nein.
Öhm? Ich sage mal Nein.

Danach geht es endlich ans Eingemachte. Ich bestätige, dass die alte Bridge auf die Bridge Pro übertragen werden soll und sie durch diese ersetzt wird.

Solltest du mehrere alte Bridges zum Übertragen haben, kannst du den Prozess von hier an später erneut starten.
Solltest du mehrere alte Bridges zum Übertragen haben, kannst du den Prozess von hier an später erneut starten.
Gleich geht die Migration los.
Gleich geht die Migration los.

Vor dem Bestätigen informiert mich die App, dass die Migration 30 bis 60 Minuten dauern könnte und meine Geräte in dieser Zeit nicht erreichbar sind. Lichter und Smart Plugs können währenddessen durch den Vorgang aus- und wieder eingeschaltet werden.

Ich drücke «Ok», danach «Start» und warte eine Minute.

Ein letzter Warnhinweis vor der Übertragung.
Ein letzter Warnhinweis vor der Übertragung.

Dann ändert sich die Anzeige in der App und bestätigt, dass nun die Geräte übertragen werden. Das dauere jetzt nur noch bis zu 20 Minuten. Was für ein Segen, wurden mir doch gerade noch bis 60 Minuten angedroht.

Endlich muss ich mal nichts drücken, sondern darf nur warten.
Endlich muss ich mal nichts drücken, sondern darf nur warten.

23 Minuten danach ist die Übertragung abgeschlossen.

Mit dem Zurücksetzen der alten Bridge warte ich noch einen Moment. Man weiss ja nie. Trotzdem entferne ich sie bereits aus dem Netzwerk.
Mit dem Zurücksetzen der alten Bridge warte ich noch einen Moment. Man weiss ja nie. Trotzdem entferne ich sie bereits aus dem Netzwerk.

Die App fordert mich jetzt auf, die alte Bridge zu resetten. Das werde ich später auf jeden Fall tun. Doch warte ich mit dem Zurücksetzen noch so lange, bis ich sicher bin, dass die neue Bridge wirklich einwandfrei funktioniert. Aber ich stelle sicher, dass die alte Bridge vom Netzwerk getrennt wird.


Die neue Bridge funktioniert von Anfang an tadellos. Und damit meine ich besser als die alte. Das Problem, dass sich das Licht mit manchen Schaltern sporadisch erst nach ein bis zwei Sekunden einschaltet, ist Vergangenheit. Insgesamt wurden 47 Lampen und etliche Schalter übertragen. Die App zeigt meine Zimmer und Zonen inklusive meiner bevorzugten Szenen wie gewohnt.

Alles ist wie vorher, nur besser.

Wer nur wenige Lampen hat, dürfte auch mit der alten Hue Bridge zufrieden sein. Für alle anderen ist die Pro-Version besser.

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Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


Hintergrund

Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.

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