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Michelle Brändle
Produkttest

Jetzt noch in klein, dann passt das: Pixel 10a im Test

Google ändert für das «Budget-Smartphone» Pixel 10a fast nichts im Vergleich zum Vorgänger. Ist auch nicht nötig, weil das Gerät ein solides Gesamtpaket ist. Dennoch gibt es sinnvollere Alternativen.

Das Pixel 10a ist der Nachfolger des Pixel 9a. Das hatte ich in meinem Test bereits als «langweilig gut» betitelt. Ein rundum gutes Smartphone, das nicht die Welt kostet. Dass Google beim Pixel 10a deshalb kaum etwas ändert, verstehe ich absolut.

Damit könnte ich diesen Test auch gleich beenden. Danke für deine Aufmerksamkeit.

Interessant ist allerdings, wie sich das Pixel 10a im Vergleich zum Flaggschiff Pixel 10 schlägt und welches Smartphone für dich am ehesten in Frage kommt. Ich liefere Antworten.

Design ganz ohne Kamerabuckel

Kann es nicht immer so simpel und schön sein? Google verbannt beim Pixel 10a den Kamerabuckel. Schlicht, einfach und angenehm. So mag ich das.

Simpel, flach und in schickem Rotton. Tipptopp.
Simpel, flach und in schickem Rotton. Tipptopp.

Google bleibt der Designsprache des Pixel 9a ansonsten treu. Abgesehen vom flachen Rücken und der neuen Farbe «Berry» erwartet mich optisch nichts Neues. Das Pinkrot mag ich, jedoch hat Google beim Pixel 9a ein knalligeres Pink im Angebot, das ich bevorzuge.

Mit 6,3 Zoll und einer Grösse von 15,4 × 7,3 × 0,9 Zentimetern ist das Pixel 10a nahezu gleich gross wie das Pixel 9a und das Pixel 10. Schade. Ich hatte gehofft, Google kehrt zum kompakten Pixel 8a mit 6,1-Zoll-Display zurück. Geräte in dieser Grösse sind zur Seltenheit geworden.

Das Pixel 10a ist etwa so gross wie das Pixel 10 (rechts).
Das Pixel 10a ist etwa so gross wie das Pixel 10 (rechts).

Das Smartphone fühlt sich trotz Kunststoffrückseite angenehm in der Hand an. Im Gegensatz zur Rückseite des Pixel 9a ist die des Pixel 10a resistent gegen Fingerabdrücke. Zusätzlich wertet der Metallrahmen das Gesamtbild optisch auf. Letzten Endes packe ich aber dennoch eine Hülle auf das Gerät. Google hat für die neue Farbe eine passende Version im Angebot:

Google bietet eine farblich passende Hülle an.
Google bietet eine farblich passende Hülle an.

Hardware bietet kaum Neues

Bei der Hardware des Pixel 10a setzt Google mit dem Tensor G4 auf den gleichen Chip und nahezu die gleiche Ausstattung wie beim Vorgängermodell. Einzige Neuerungen: ein etwas helleres Display mit 2000 Nits (1800 Nits waren es beim 9a) und der Akku nimmt beim Aufladen mehr Watt entgegen: 30 statt 23.

Gleicher Chip, gleiche Benchmarks? Nicht ganz – das Pixel 10a schlägt sich einen Tick besser als das 9a. Das kann am minimal besser verarbeiteten Chip liegen. Die Abweichungen sind in der Praxis nicht relevant.

Weitaus spannender ist der Vergleich mit dem Pixel 10 und seinem neueren Chip, dem Tensor G5. Dieser schneidet beim CPU-Benchmark besser ab, was für eine flüssigere Nutzung beim Multitasking sorgt. Allerdings liegt er beim GPU-Benchmark weit zurück. Laut mehreren Berichten hängt das mit einem veralteten Treiber zusammen, der die GPU drosselt. Den Treiber hat Google – zumindest bei meinem Pixel 10 – noch nicht ersetzt.

Beim Zocken schneiden alle meine Testgeräte schlecht ab: Das Pixel 9a, das Pixel 10a und das Pixel 10 laufen bei meinem Benchmark-Spiel «Genshin Impact» nur bei mittlerer Grafik flüssig und ohne Überhitzung. Ein Gaming-Smartphone bekommst du bei Google also in keiner Ausführung – zumindest nicht bei grafisch anspruchsvollen Spielen.

Nicht die schickste Grafik beim Zocken, aber ausreichend.
Nicht die schickste Grafik beim Zocken, aber ausreichend.

Mit dem Akku zweimal über den Tag

Mit 5100 mAh ist der Akku des Pixel 10a gleich gross geblieben. Die Laufzeit unterscheidet sich allerdings: In meinem Test mit der Software PCMark waren es beim Pixel 9a knapp 17 Stunden. Beim neuen Pixel 10a komme ich auf beeindruckende 22 Stunden Laufzeit. Das Pixel 10 liegt mit 19 Stunden dazwischen.

Insgesamt liegt die Akkulaufzeit aller drei Smartphones in einem guten Rahmen und sie halten auch lange Tage durch. Im Extrem-Energiesparmodus schafft das Pixel 10a laut Google sogar einen Dauerbetrieb von bis zu 120 Stunden.

Laden kann ich das Pixel 10a mit bis zu 45 Watt oder 10 Watt ohne Kabel – der schnelle Qi2-Standard zum Laden fehlt. Diesen Vorteil hat lediglich das Pixel 10. Der Vorgänger war mit 7,5 Watt kabellosem Laden allerdings noch langsamer. Auch auf einen verbauten Magneten für magnetisches Zubehör muss ich verzichten.

Für Fotos muss ich nah ans Motiv

Bei den Kameras hat sich nichts getan. Das Pixel 10a hat die gleichen Linsen verbaut wie das 9a und im Gegensatz zum Pixel 10 immer noch keine Telelinse im Angebot. Möchte ich also ohne Qualitätsverlust durch den digitalen Zoom nah an ein Motiv heran, muss ich mich physisch hinbewegen.

Hier die Kamera-Spezifikationen:

Pixel 10a

  • Hauptkamera: 48 MP
  • Ultraweitwinkel: 13 MP
  • Selfie: 13 MP

Pixel 10

  • Hauptkamera: 48 MP
  • Ultraweitwinkel: 13 MP
  • Telefoto: 10,8 MP, 5× optischem Zoom
  • Selfie: 10,5 MP

Mit den Ergebnissen der Pixel-10a-Hauptkamera bin ich zufrieden. Die Farben sind natürlich, die Details schön sichtbar – aber nicht überschärft. Zum Pixel 10 sehe ich wenig Unterschiede. Die Farbwiedergabe beim regulären Pixel 10 ist allerdings heller, was mir weniger gut gefällt.

Beim Pixel 10a ist das Bild etwas dunkler, die Qualität ist gleich wie beim Pixel 10.
Beim Pixel 10a ist das Bild etwas dunkler, die Qualität ist gleich wie beim Pixel 10.

Beim Zoom hat das Pixel 10 die Nase deutlich vorn. Der fünffache optische Zoom lohnt sich, wenn du ohne Qualitätsverlust nah an Objekte heran willst.

Der optische Zoom des Pixel 10 ist deutlich besser.
Der optische Zoom des Pixel 10 ist deutlich besser.

Die Weitwinkelkamera führt bei beiden Modellen qualitativ und farblich zum gleichen Ergebnis. Hier ein Beispielbild vom Pixel 10a. An den Rändern verzieht sich das Motiv etwas und das Foto dürfte heller sein. Ansonsten gibt es am Bild nichts zu meckern.

Die Weitwinkelkamera vom Pixel 10a geht in Ordnung.
Die Weitwinkelkamera vom Pixel 10a geht in Ordnung.

Ein Autofokus bei Selfies und Videocalls fehlt, dafür hat die Selfiekamera des Pixel 10a ein paar mehr MP im Gepäck als das Pixel 10: 13 statt 10,5. Das Foto lässt sich deshalb besser vergrössern, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Das bemerke ich allerdings nur am Computer, am Smartphone spielt der Unterschied keine Rolle.

Cheese!
Cheese!

In der Nacht und bei wenig Licht empfehle ich beide Kameras nicht. Viele Details gehen verloren und sie rauschen stark. Immerhin ist beim Pixel 10 noch etwas mehr erkennbar.

Beim Pixel 10a ist noch etwas mehr vom Motiv erkennbar. Wirklich gut finde ich beide Bilder nicht.
Beim Pixel 10a ist noch etwas mehr vom Motiv erkennbar. Wirklich gut finde ich beide Bilder nicht.

Saubere Software und durchdachte KI-Funktionen

Google liefert das Pixel 10a mit Android 16 und der hauseigenen Benutzeroberfläche aus. Was mir positiv auffällt: Das System ist aufgeräumt. Während andere Hersteller ihre Geräte oft mit viel Drittanbieter-Software (Bloatware) vollstopfen, beschränkt sich Google auf das Wesentliche. Alle wichtigen Google-Apps sind an Bord, der Rest bleibt erfreulich clean.

So sieht das Pixel 10a beim Start aus – plus meine beiden installierten Apps.
So sieht das Pixel 10a beim Start aus – plus meine beiden installierten Apps.

Besonders präsent auf dem Startbildschirm ist die KI Gemini. Ich nutze sie im Alltag, um schnell Fragen zu klären – wahlweise per Text oder Sprachbefehl. Google erfindet das Rad nicht täglich neu, verbessert die bestehenden Funktionen aber laufend und integriert sie ins System.

Beispielsweise bei meiner Lieblingsfunktion «Now Playing». Diese erkennt automatisch, welcher Song gerade in der Umgebung gespielt wird. Google hat die Funktion mit dem ersten Softwareupdate des Pixel 10a aufgewertet: Neu kann ich die identifizierten Songs direkt in meiner bevorzugten Musikapp anhören.

Meine Lieblingsfunktion «Now Playing» ist praktisch.
Meine Lieblingsfunktion «Now Playing» ist praktisch.

Im direkten Vergleich zum Standard-Pixel-10 muss ich beim 10a auf ein paar Extras verzichten. So fehlt die Funktion «Pixel Screenshots», mit der sich Bildschirmfotos organisieren und durchsuchbar machen lassen. Dieses Feature bleibt vorerst den Flaggschiffen der Pixel-9- und Pixel-10-Serie vorbehalten. Abgesehen davon sind mir jedoch keine nennenswerten Lücken im Funktionsumfang aufgefallen.

Bezüglich KI und Arbeitsspeicher (RAM) zeigt sich ein grosser Unterschied zwischen dem Pixel 10 und dem Pixel 10a: Das Pixel 10a hat lediglich 8 GB RAM, das Pixel 10 hat 12 GB.

Da der Arbeitsspeicher vereinfacht gesagt das Kurzzeitgedächtnis des Handys darstellt, bleiben grosse Sprachmodelle beim Pixel 10 dauerhaft im Hintergrund geladen. Funktionen wie die Live-Übersetzung, der Magic Editor oder Textzusammenfassungen reagieren dadurch spürbar flüssiger. Auch beim Multitasking punktet das Pro-Modell: Ich kann zwischen Games, Instagram und Browser-Tabs hin- und herwechseln, ohne dass Apps neu laden müssen.

Der knappere Arbeitsspeicher führt beim Pixel 10a wiederum dazu, dass das System Hintergrund-Apps aggressiver schliesst. Kehre ich nach zehn Minuten zum Browser zurück, muss die Seite oft neu laden. Auch die KI-Modelle müssen bei Bedarf erst in den Speicher geschaufelt werden, was kleine «Denksekunden» verursacht.

Fazit

Tut, was es soll

Google verspricht schon länger auch bei den Mittelklasse-Modellen wie dem Pixel 10a stolze sieben Jahre Software-Updates. Hier spielt der Arbeitsspeicher eine wichtige Rolle für die Zukunftssicherheit. Das Pixel 10a könnte durch die 8 GB an RAM bei künftigen Android-Versionen schneller an seine Hardware-Grenzen stossen. Dahingegen hat das Pixel 10 mit seinen 12 GB RAM ein komfortables Polster

Wenn du dein Smartphone primär für Whatsapp, E-Mails und normales Surfen nutzt, wirst du den Unterschied kaum spüren und das Pixel 10a könnte gut passen. Möchtest du Geld sparen, empfehle ich dir den Vorgänger: das Pixel 9a. Das bekommst du bei uns aktuell für rund 320 Franken, es ist nahezu gleich gut und wird von Google noch 6 Jahre mit Updates versorgt.

Arbeitest du viel mit KI-Tools, spielst grafikintensive Games oder möchtest das Gerät möglichst viele Jahre behalten, ist der zusätzliche Arbeitsspeicher des Pixel 10 ein echter Investitionsschutz. Als günstigere Alternative hierzu bietet sich das Pixel 9 an, mit ebenfalls 12 GB RAM und noch 6 Jahren an Updates.

Pro

  • sehr lange Akkulaufzeit
  • 7 Jahre Softwareupdates
  • solides Gesamtpaket

Contra

  • kein optischer Zoom
  • knapper Arbeitsspeicher auf lange Sicht
Google Pixel 10a (128 GB, Berry, 6.30", SIM + eSIM, 5G)
Smartphone

Google Pixel 10a

128 GB, Berry, 6.30", SIM + eSIM, 5G

Titelbild: Michelle Brändle

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Seit ich einen Stift halten kann, kritzel ich die Welt bunt. Dank iPad kommt auch die digitale Kunst nicht zu kurz. Daher teste ich am liebsten Tablets – für die Grafik und normale. Will ich meine Kreativität mit leichtem Gepäck ausleben, schnappe ich mir die neuesten Smartphones und knippse drauf los. 


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