Deine Daten. Deine Wahl.

Wenn du nur das Nötigste wählst, erfassen wir mit Cookies und ähnlichen Technologien Informationen zu deinem Gerät und deinem Nutzungsverhalten auf unserer Website. Diese brauchen wir, um dir bspw. ein sicheres Login und Basisfunktionen wie den Warenkorb zu ermöglichen.

Wenn du allem zustimmst, können wir diese Daten darüber hinaus nutzen, um dir personalisierte Angebote zu zeigen, unsere Webseite zu verbessern und gezielte Werbung auf unseren und anderen Webseiten oder Apps anzuzeigen. Dazu können bestimmte Daten auch an Dritte und Werbepartner weitergegeben werden.

Produkttest

M5 Pro und M5 Max MacBook Pro im Test: mehr vom Gleichen

Apple steckt neue Chips ins altbekannte Gewand seines Profi-Laptops. Das ist zwar ein solider Fortschritt, aber nicht besonders innovativ.

Mehr. Mehr Kerne, mehr Leistung, mehr Speicher: Das neue MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max verspricht die Art von Fortschritten, an die ich mich seit vier Generationen gewöhnt habe. Immer mehr stellt sich jedoch die Frage, wer überhaupt noch die teuren Konfigurationen eines MacBook Pro kaufen soll.

Ich nehme die neuen Chips unter die Lupe und schaue insbesondere, ob die höhere Leistung die Akkulaufzeit beeinträchtigt. Auf Design, Display, Lautsprecher, Anschlüsse, Tastatur und Trackpad gehe ich nicht ein. Sie bleiben alle gewohnt gut. Mehr dazu kannst du hier und hier nachlesen. Getestet wird das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro und die 16-Zoll-Variante mit M5 Max. Den Chips in ihrer Vollversion mit allen Kernen stehen 24 beziehungsweise 48 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (RAM) zur Seite.

Apple MacBook Pro 14 – 2026 (14.20", 1000 GB, 24 GB, Schweiz, M5 Pro)
Notebook

Apple MacBook Pro 14 – 2026

14.20", 1000 GB, 24 GB, Schweiz, M5 Pro

Apple MacBook Pro 16 – 2026 (16.20", 2000 GB, 48 GB, Schweiz, M5 Max)
Notebook

Apple MacBook Pro 16 – 2026

16.20", 2000 GB, 48 GB, Schweiz, M5 Max

Leistung: Sprung nach vorne

Die Chips der M5-Generation basieren wie schon ihre Vorgänger auf einer 3-Nanometer-Fertigung, nun in TSMCs neuestem Verfahren (N3P). Das Resultat sind schnellere Kerne, aber nicht unbedingt eine bessere Energieeffizienz. Erstmals nutzt Apple für Pro- und Max-Chips die sogenannte Fusion-Architektur, die bisher nur beim M3 Ultra zum Einsatz kam. Dabei werden zwei Platinen zu einem System-on-a-Chip (SoC) gekoppelt. Das nennt sich bei anderen Herstellern Chiplet-Design und macht die Produktion effizienter, weil weniger Ausschuss entsteht.

Die CPU hat Apple komplett überarbeitet. Neu unterscheiden die Kalifornier nicht bloss zwei, sondern drei Arten von Kernen: Super Cores, Performance Cores und Efficiency Cores. M5 Pro und M5 Max bestehen ausschliesslich aus den ersten beiden. Dabei scheinen die Super Cores so etwas wie die alten Performance Cores auf Steroiden zu sein. Die neuen Performance Cores dürften schwächer sein als die alten, aber stärker als die Efficiency Cores. Letztere setzt Apple weiterhin bei schwächeren Chips wie dem Basis-M5 ein. M5 Pro und M5 Max haben beide die gleiche CPU mit bis zu 18 Kernen.

Bei der GPU sind die Änderungen weniger gross. Sie besteht weiterhin aus bis zu 20 Kernen beim M5 Pro und aus bis zu 40 Kernen beim M5 Max. Neu integriert Apple in jedem Kern einen Neural Accelerator. Ausserdem steigt im Vergleich zu den Vorgängerchips die Speicherbandbreite.

M5 Pro und M5 Max basieren erstmals auf Apples Fusion-Architektur, die grössere Chips ermöglicht.
M5 Pro und M5 Max basieren erstmals auf Apples Fusion-Architektur, die grössere Chips ermöglicht.

Die SSD ist nun mindestens 1 Terabyte (TB) gross, wenn du ein MacBook Pro mit M5 Pro kaufst. Mit M5 Max sind es mindestens 2 TB. Auch die Geschwindigkeit steigt deutlich: Ich messe Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von rund 13 000 Megabyte pro Sekunde. Das ist ziemlich genau doppelt so viel wie bei den SSDs des vorherigen Modells.

CPU: die schnellsten Kerne aller Zeiten

Die neuen Super Cores erreichen im Single-Core-Betrieb (Folie 1 in der Grafik unten) eine höhere Leistung als jeder andere Prozessor – nicht nur von Apple, sondern in der gesamten Branche. Selbst die stärksten Desktop-CPUs von AMD und Intel liegen in Geekbench um 27 Prozent beziehungsweise 34 Prozent hinter dem M5 Max. Qualcomms Snapdragon X2 Elite Extreme kommt auf sieben Prozent heran. Ihre direkten Vorgänger (M4 Pro und M4 Max) unterliegen Apples neuen Chips um rund zehn Prozent.

Werden alle Kerne ausgelastet (Folie 2), vergrössert sich der Vorsprung gegenüber den Vorgängerchips auf jeweils 14 Prozent. AMDs, Intels und Qualcomms Top-CPUs fallen um über 20 Prozent zurück, obwohl sie alle mehr Energie verbrauchen. Apples Dominanz im CPU-Bereich ist momentan beeindruckend.

GPU: Max macht mehr Fortschritte als Pro

Auch die Grafikleistung verbessert sich gegenüber der M4-Generation. Apple spricht von «bis zu 30 Prozent». Meine Benchmarks zeigen, wie viel Arbeit das «bis zu» leistet: Im Durchschnitt (Folie 1 in der Grafik unten) erreicht der M5 Max 16 Prozent höhere Scores als sein Vorgänger. Der M5 Pro übertrifft den M4 Pro bloss um 9 Prozent. Den versprochenen Fortschritt von 30 Prozent erreiche ich nur in Cinebench R24 (Folie 2), der Raytracing unterstützt.

Neu teste ich auch die Leistung in «Cyberpunk 2077», von dem es seit letztem Jahr eine native Version für MacOS gibt. Der M5 Max erreicht in 1440p-Auflösung ohne Raytracing mit hohen Details durchschnittlich 73 Bilder pro Sekunde (FPS) – ohne Upscaling oder FrameGen. Das sind zwar 26 Prozent mehr als der M4 Max schafft, aber immer noch 33 Prozent weniger als Nvidias GeForce RTX 5090 Mobile (109 FPS).

  • Hintergrund

    «Cyberpunk 2077» auf Mac: Kann Apple mit Nvidia mithalten?

    von Samuel Buchmann

Produktivität: M5 Max ist ein Monster

Einen erstaunlichen Leistungszuwachs stelle ich beim Videoexport in DaVinci Resolve fest. Der M5 Max berechnet ein zwölfminütiges Projekt mit Color Grading, animierten Titeln und diversen Spezialeffekten in nur 2,5 Minuten. Das ist über 40 Prozent schneller als der M4 Max. Hier scheinen sich der schnellere Chip, die höhere Bandbreite und die schnellere SSD zu kumulieren. Auch der M5 Pro schlägt seinen Vorgänger um 34 Prozent.

Bei meinem Export-Test in Lightroom übertrumpft der M5 Pro den M4 Pro gar um 41 Prozent. Der M5 Max bleibt hingegen fast auf dem Niveau des alten Chips. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Auch mehrere Nachtests ändern nichts am Resultat. Positiv überrascht bin ich von den Ergebnissen beim Rechnen eines KI-Rauschfilters und einer Szene in Blender, was beides viel GPU-Leistung benötigt. Der M5 Max erzielt in beiden Tests 33 Prozent bessere Resultate als sein Vorgänger, der M5 Pro 34 Prozent beziehungsweise 41 Prozent.

Akkulaufzeit: Rückschritt bei leichten Tasks

Die grössere CPU und die Umstellung von Efficiency Cores zu «optimierten» Performance Cores schlagen sich negativ auf den Energieverbrauch nieder – vor allem im Leerlauf und bei leichten Aufgaben. Das 16 Zoll grosse MacBook Pro mit M5 Max hält meinen YouTube-Dauertest (Folie 1 in der Grafik unten) 15 Prozent weniger lange durch. Die 14-Zoll-Version mit M5 Pro rutscht gegenüber dem Vorgängermodell gar um 20 Prozent ab.

Unter Last ist der M5 Pro dafür effizienter als der M4 Pro (Folie 2). Fünf Exporte meines Testvideos fressen 30 Prozent weniger Energie. Der M5 Max bleibt ungefähr auf dem Niveau des M4 Max. Bei einer gemischten Nutzung dürfte das neue MacBook Pro unter dem Strich trotzdem etwas weniger lange durchhalten als das letztjährige Modell. Absolut betrachtet bleibt die Akkulaufzeit aber auf einem so hohen Niveau, dass der kleine Rückschritt in der Praxis schlicht egal ist.

Unter leichter Last fressen die neuen MacBooks mehr Strom als ihre Vorgänger.
Unter leichter Last fressen die neuen MacBooks mehr Strom als ihre Vorgänger.

Fazit

Gut, aber wo bleiben die Innovationen?

Das neue MacBook Pro ist weder eine negative noch eine positive Überraschung. Es liefert signifikant mehr Leistung, die je nach Programm auch ankommt. Doch ob du das auf diesem hohen Niveau überhaupt noch spürst, ist eine andere Frage. Besonders der M5 Max ist so schnell, dass nur noch High-End-Workflows spürbar von den Fortschritten profitieren. Zudem fressen die grösseren CPUs im Leerlauf mehr Energie als ihre Vorgänger.

Positiv betrachtet resultiert Apples unerbittliche Entwicklung jedes Jahr in einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis, weil du für die gleichen Aufgaben immer weniger teure Konfigurationen kaufen musst. Wer früher einen M1 Max brauchte, kommt heute mit einem M5 Pro aus. Für die meisten dürfte sogar der Basis-M5 genügen.

Das ist toll – doch ich wünsche mir langsam aber sicher mehr Neuerungen. Wo bleibt das tolle Tandem-OLED-Display aus dem iPad Pro? Warum ist das MacBook Pro immer noch so fett? Die Chips sind längst so effizient, dass die Akkulaufzeit etwas kürzer und das Gehäuse dafür schlanker sein dürfte. Laut Gerüchten könnte es bereits Ende 2026 so weit sein. Doch die Innovationen dürften teuer werden: Angeblich wird das neue MacBook die «Ultra»-Bezeichnung erhalten, während das MacBook Pro mit M5-Chips weiterhin im Sortiment bleibt. Ich bin gespannt.

Pro

  • enorme Leistung
  • grössere und schnellere SSD
  • sehr gute Akkulaufzeit
  • edles Design, perfekte Verarbeitung
  • top Display und Lautsprecher

Contra

  • keine originellen Innovationen
  • teure RAM- und SSD-Upgrades
Apple MacBook Pro 14 – 2026 (14.20", 1000 GB, 24 GB, Schweiz, M5 Pro)
Notebook

Apple MacBook Pro 14 – 2026

14.20", 1000 GB, 24 GB, Schweiz, M5 Pro

11 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


Produkttest

Unsere Expertinnen und Experten testen Produkte und deren Anwendungen. Unabhängig und neutral.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

  • Produkttest

    M4 MacBook Pro im Test: Überflieger

    von Samuel Buchmann

  • Produkttest

    MacBook Neo im Test: Premium-Gefühl zum Budget-Preis

    von Samuel Buchmann

  • Produkttest

    M3 MacBook Pro im Test: Tiefstapler

    von Samuel Buchmann

6 Kommentare

Avatar
later