

Pias Picks: Als hätte mein Bildschirm Vasen gestaltet
Verzerrte Formen, kaum ein rechter Winkel, Farben, die aussehen, als kämen sie direkt vom Bildschirm: Diese Wohnaccessoires erinnern mich an 3D-Renderings – an jene unwirklichen Räume, die online entstehen, bevor sie irgendwo real werden. Genau das macht sie so anziehend.
Viel zu gerne schaue ich mir 3D-Renderings an. Diese komplett am Bildschirm entstandenen Räume, in denen die Schwerkraft offenbar Pause hat: Wände in Farben, die es in echt kaum gibt, Objekte, die sich verformen, ohne kaputt auszusehen und ein Licht, das keine erkennbare Quelle hat. Genau diese Ästhetik habe ich jetzt auch im echten Regal gefunden.
Warum ausgerechnet dieser Look
Dass digitale Bildwelten unsere Vorstellung von Farbe und Form verändern, ist kein Zufall. Die Farbtrend-Forscherin Jane Boddy schreibt im ICON Magazine, dass Farben, die ursprünglich mit leuchtenden Bildschirmen assoziiert wurden, längst den Sprung in physische Objekte geschafft haben. Sie nennt sie «backlit brights» – Farben mit einer beinahe magnetischen Intensität.

Quelle: Gilde
Auch die Künstlerin Lucy Hardcastle beschreibt, wie das Zusammentreffen von gedeckten Pastelltönen und knalligen Farben die Grenze zwischen Real und Virtuell verschwimmen lässt.
Vor Jahren hatte ich schon mal mit 3D-Artists wie Hannes Lippert, Charlotte Taylor und Alexis Christodoulou gesprochen – über imaginäre Häuser, die nie gebaut werden, und darüber, wie viel Freiheit das Rendern gegenüber dem klassischen Fotoshooting bietet. Genau diese Freiheit steckt in diesen Gefässen.

Quelle: Hübsch
Verschlungen statt rechteckig
Wenig rechte Winkel, viel Bewegung in der Form. Diese Vasen wirken, als wären sie geknetet statt gedreht – fliessende Linien, ineinander verschmelzende Konturen, Silhouetten, die zum Stapeln einladen. Manche haben eine goldene Glasur, die ihnen zusätzliche Tiefe gibt, andere changieren in ihrer Form so stark, dass sie von jeder Seite anders aussehen.

Farben wie vom Screen
Zartes Rosa, frisches Mintgrün, ein tiefes Nachtblau – alle aus derselben Formfamilie, aber jede in einem Ton, der eher an ein digitales Moodboard erinnert als an klassisches Interieur-Porzellan. Dazu eine mundgeblasene Glasvase in durchscheinendem Grün mit weissen Akzenten. Ihre Oberfläche bricht das Licht so stark, dass sie je nach Lichteinfall die Farbe zu wechseln scheint. Ein Detail, das auf Fotos fast unwirklich aussieht.
So viel Bildschirm-Ästhetik im echten Regal – ganz ohne Software, dafür mit einer Wunschliste.

Rosenthal Phi City - Abyss - Vase 10 cm
1x

Boltze Home Irena
1x

Hübsch Lote Vase Sandfarben
1x, 3.20 l

Rosenthal Fast - Cameo - Vase 14 cm
1x

Rosenthal Node - Coral - Vase 10 cm
1x

Rosenthal Hop - Fossil - Vase 14 cm
1x

Rosenthal Skum - Mint - Vase 14 cm
1x

Gilde Vase Candys
1x

Gilde Vase Olbia bright
In der Serie «Pias Picks» siehst du regelmässig meine Lieblingsfunde. Es sind Dinge, die ich nicht brauche, aber trotzdem anschmachte.
Mit der Begeisterung eines Cheerleaders feiere ich gutes Design und bringe dir alles näher, was mit Möbeln und Inneneinrichtung zu tun hat. Regelmässig kuratiere ich einfache, aber raffinierte Interior-Entdeckungen, spüre Trends auf und interviewe kreative Köpfe zu ihrer Arbeit.
Hier liest du eine subjektive Meinung der Redaktion. Sie entspricht nicht zwingend der Haltung des Unternehmens.
Alle anzeigen











