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Siri Schubert
Ratgeber

Sonnenschutz beim Wassersport – hier sind meine Favoriten

Siri Schubert
15/7/2026

Du suchst den passenden Sonnenschutz fürs Stand-Up-Paddeln, Kajaken, Surfen oder Foilen? Ich habe einige Sonnencremes ausprobiert. Nicht alle konnten mich überzeugen.

Wassersport ohne Sonnenschutz? Ein klares No-Go. Es sei denn, du willst verbrannt wie ein zu lange gegrilltes Brathähnchen durch die Gegend spazieren. Und Sonnenbrand und langfristige Hautschäden riskieren. Denn die Reflexionen des Wassers verstärken die Sonneneinwirkung. Wenn zudem noch ein leichtes Lüftchen weht, spürst du oft gar nicht, wie stark die UV-Strahlung deine Haut belastet.

Am besten ist es, ein Shirt mit UV-Schutz zu tragen. So verringerst du von Anfang an die Fläche, auf der du Sonnenbrand bekommen kannst. Hier sind drei meiner Favoriten:

O'Neill Wms Basic Skins S/S Rash Guard- AZURINE- Wms (M)
Badeshirts

O'Neill Wms Basic Skins S/S Rash Guard- AZURINE- Wms

M

O'Neill Wms Basic Skins S/S Rash Guard- AZURINE- Wms (M)

O'Neill Wms Basic Skins S/S Rash Guard- AZURINE- Wms

M

Eine gute Sonnencreme brauchst du dennoch. Und die ist gar nicht so leicht zu finden. Ich habe einiges ausprobiert, bis ich endlich den Sonnenschutz gefunden habe, der beim Wassersport wirklich funktioniert.

Was die Sonnencreme leisten soll

Damit sich die Creme nicht als ölig-schillernder Film auf dem Wasser ausbreitet, muss der Sonnenschutz wasserfest sein. Versteht sich eigentlich von selbst, aber da ich genau diese fettige Schicht sehr oft sehe, erwähne ich es sicherheitshalber mal.

Beim Sonnenschutzfaktor greife ich zu LSF 50. Nur an bedeckten Tagen oder früh am Morgen darf es auch mal 30 sein. Ausserdem möchte ich eine Creme, die sich leicht verteilen lässt, schnell einzieht und die nach dem Eincremen keinen fettigen Film auf meinen Händen hinterlässt. Sonst rutscht das Paddel beim Stand-Up-Paddeln oder Kajakfahren in meinen Händen. Das nervt und kann einen ungewollten Sturz ins Wasser auslösen.

Ich setze deshalb am liebsten auf Kleidung mit UV-Schutz und den Nomad-Face-Stick, der hoffentlich bald wieder verfügbar ist.

Sonnencreme für Seen und Flüsse

Die Creme sollte möglichst schonend für die Gewässer sein. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn Sonnencreme mit der Aufschrift «reef safe» oder «korallenfreundlich» ist nicht automatisch gut für die heimischen Gewässer, zumal es keine offizielle Zertifizierung gibt. Häufig gelten Cremes als reef-safe, wenn sie kein Octinoxat und Oxybenzon enthalten. Octocrylene ist ebenfalls ein umstrittener chemischer UV-Filter, der sich aber auch in einigen als korallenfreundlich deklarierten Sonnencremes findet.

Noch sind die Auswirkungen von Sonnencremes auf Badeseen wenig erforscht. Gemäss dem Oekotoxzentrum scheinen derzeit aber mineralische Sonnencremes mit Zinkoxid und Titandioxid ohne Nanopartikel am wenigsten Schaden anzurichten.

Die folgenden Sticks sind mineralisch, allerdings habe ich sie noch nicht getestet und kann auch nicht beurteilen, wie gut sie schützen. Sie sind am besten fürs Nachcremen im Gesicht geeignet.

Sun Zapper Extreme Zinc Stick 15g (SPF 50+, 15 g)
Sonnencreme

Sun Zapper Extreme Zinc Stick 15g

SPF 50+, 15 g

Madara Sonnenschutz-Stick mineralisch LSF50 12 g (SPF 50, 12 ml)
Sonnencreme

Madara Sonnenschutz-Stick mineralisch LSF50 12 g

SPF 50, 12 ml

Sun Zapper Extreme Zinc Stick 15g (SPF 50+, 15 g)

Sun Zapper Extreme Zinc Stick 15g

SPF 50+, 15 g

Madara Sonnenschutz-Stick mineralisch LSF50 12 g (SPF 50, 12 ml)

Madara Sonnenschutz-Stick mineralisch LSF50 12 g

SPF 50, 12 ml

Und für die Ferien?

Eigentlich dachte ich, ich hätte die perfekte Creme für die Ferien am Meer in Portugal gefunden. Die Skinnies Conquer SPF 50. Sie soll wasserabweisend und sehr ergiebig sein, da sie – wie ein Konzentrat – kein Wasser enthält. Einmal aufgetragen, verspricht sie vier Stunden Schutz. Ein erbsengrosser Tropfen für Gesicht, Hals und Ohren reiche, um «auch die härtesten Outdoor-Elemente zu erobern», steht in der Beschreibung. Die Creme mit einer Mischung aus mineralischen und chemischen Filtern soll keinen fettigen Film auf der Haut hinterlassen.

So toll die Beschreibung klingt, für mich ist die Creme nichts. Zugegeben, beim ersten Auftragen halte ich mich nicht an die Anweisungen und trage deutlich zu dick auf. Die Creme zieht nicht ein und hinterlässt ein klebriges Gefühl. Das habe ich nicht erwartet.

Der nächste Versuch mit der vorgeschriebenen Menge ist ebenfalls ernüchternd. Zwar zieht die Creme ein, doch die Schicht ist so dünn, dass ich nicht beurteilen kann, ob ich alle Hautpartien bedeckt habe. Den Geruch finde ich alles andere als angenehm.

Was die Creme für mich aber ins Aus katapultiert, ist der hartnäckige, schmierige Film, den sie nach dem Eincremen auf meinen Händen hinterlässt. Selbst mit Seife bekomme ich ihn nicht ganz weg. Erst nach dem Abrubbeln mit dem Frotteehandtuch und dem Reiben im Sand können meine Hände das Paddel wieder sicher greifen. Und auch das Foilboard aus Carbon habe ich erst nach dem Sand-Handpeeling wieder im Griff.

Der nächste Versuch

Da ich die Produkte von Jean & Len auch sonst gerne nutze, teste ich die Sensitives-Sonnencreme. Und bin sehr zufrieden. Sie zieht schnell ein und auch nach langen Sessions im und auf dem Wasser zeigt meine Haut keine Spur von Rötung. Die Rückstände auf den Händen nach dem Eincremen lassen sich gut abwaschen. Auch hier ist etwas Seife nötig, aber das langwierige Rubbeln mit Frotteehandtuch und Sand entfällt.

Da die Sprühflasche etwas gross für mein begrenztes Reisegepäck ist, nehme ich die Baby- und Kids-Version in der kleinen Tube mit in die Ferien. Kindersonnencreme ist grundsätzlich auch für Erwachsene geeignet. Häufig ist sie weniger parfümiert und bietet einen hohen UV-Schutz.

Ein weiterer Favorit, den ich ebenfalls in der Baby- und Kinderversion ausprobiert habe, ist die Mawaii-Sonnencreme. Empfehlen kann ich aus vergangenen Urlauben auch die Paediprotect Meeressonnencreme, die zwar etwas ölig wirkt, aber schnell einzieht und meine Poren nicht verstopft.

Jean & Len Sensitive Baby and Kids (SPF 50+, 150 ml)
Sonnencreme

Jean & Len Sensitive Baby and Kids

SPF 50+, 150 ml

mawaii Suncare SPF 50 Active Kids (SPF 50, 175 ml)
Sonnencreme

mawaii Suncare SPF 50 Active Kids

SPF 50, 175 ml

Jean & Len Sensitive Baby and Kids (SPF 50+, 150 ml)

Jean & Len Sensitive Baby and Kids

SPF 50+, 150 ml

mawaii Suncare SPF 50 Active Kids (SPF 50, 175 ml)

mawaii Suncare SPF 50 Active Kids

SPF 50, 175 ml

Zum Nachcremen am Strand nutze ich den Sun Bum Original Stick. Der Geruch und die Konsistenz beim Auftragen gefallen mir, allerdings bevorzuge ich SPF 50 für Sommertage am Wasser. Und dieser Stick hat leider nur einen Schutzfaktor von 30.

Titelbild: Siri Schubert

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Forschungstaucherin, Outdoor-Guide und SUP-Instruktorin – Seen, Flüsse und Meere sind meine Spielplätze. Gern wechsel ich auch mal die Perspektive und schaue mir beim Trailrunning und Drohnenfliegen die Welt von oben an.


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