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Ratgeber

Sony, Bose oder Huawei – wer baut die besten Clip-Kopfhörer?

Viele Hersteller bringen offene In-Ear-Kopfhörer auf den Markt, die du nicht mehr in den Gehörgang stecken musst, sondern nur noch aussen ans Ohr klammerst. Ich vergleiche zwei Neuheiten mit Platzhirsch Bose – welches Modell überzeugt am meisten?

2022 hat Sony das Konzept mit den ersten LinkBuds populär gemacht. Statt Kopfhörer in den Gehörgang zu stecken, was unangenehm sein kann, liegt der Klangkörper sanft auf der Ohrmuschel auf. Der Sound klingt, als wäre ich ganz nahe an einem Lautsprecher dran. Zudem höre ich weiterhin die Umgebungsgeräusche – was ein Vorteil, aber auch ein Nachteil sein kann.

Die ersten offenen Kopfhörer von Sony habe ich geliebt.
Die ersten offenen Kopfhörer von Sony habe ich geliebt.

Ich trage seit mehreren Jahren nur noch solche offenen In-Ear-Kopfhörer. Sie bieten mir mehrere Vorteile: Ich finde sie bequemer, der Klang sagt mit zu und ich bin nicht total von der Aussenwelt abgeschirmt. Inzwischen haben verschiedene Hersteller Sonys Idee kopiert und weiterentwickelt. In der neuesten Generation zum Beispiel spanne ich die Kopfhörer nicht mehr in die Ohrmuschel, sondern hänge sie ans Ohr wie einen Clip.

Doch welche Modelle sind wirklich gut? Ich vergleiche hier zwei ganz neue Hörer von Sony und Huawei aus dem Januar 2026 mit der Bose-Version, die im Frühling 2024 auf den Markt gekommen ist und trotzdem noch als bisher beste Open-Variante gilt.

Die drei Vergleichsmodelle: Sony, Huawei und Bose (von links).
Die drei Vergleichsmodelle: Sony, Huawei und Bose (von links).

Preis: Gleiches Konzept, unterschiedliche Kosten

Bose Ultra Open Earbuds: Obwohl das Modell schon länger erhältlich ist, sind die Preise nur wenig gesunken, von knapp 300 Franken auf knapp 250 Franken. Die Bose Ultra Open Earbuds sind damit die teuersten im Vergleich. Dafür hast die Auswahl aus zehn Farben.
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Bose Ultra Open Earbuds (Keine Geräuschunterdrückung, 7 h, Kabellos)
Kopfhörer

Bose Ultra Open Earbuds

Keine Geräuschunterdrückung, 7 h, Kabellos

Huawei FreeClip 2: Regulär kosten die Huawei-Kopfhörer knapp 200 Franken. Bis zum 1. März gibt es einen Gutscheincode für 40 Franken Rabatt. Damit sind die FreeClip 2 die günstigsten In-Ears im Vergleich. Drei Farben stehen zur Auswahl.
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Huawei FreeClip 2 (9 h, Kabellos)
Kopfhörer
EUR212,46

Huawei FreeClip 2

9 h, Kabellos

Sony LinkBuds Clip: Mit 200 Franken liegen die Sony preislich zwischen den zwei anderen Kandidaten. Vier verschiedene Farben sind zum Marktstart erhältlich.
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Sony LinkBuds Clip (9 h, Kabellos)
Kopfhörer
Neu
EUR218,53

Sony LinkBuds Clip

9 h, Kabellos

Soundqualität: Sony flach, Huawei klar, Bose basslastig

Bei vier ganz verschiedenen Songs müssen mir die Kopfhörer ihre Qualität beweisen. Ich habe jeweils die Standardkonfiguration genutzt. Als Ausgangsmaterial dient die verlustfreie Aufnahme (Lossless) auf Spotify.

Selig: Von Ewigkeit zu Ewigkeit: Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang der deutschen Band klingen roh und direkt – als würde ich direkt im Studio stehen und einer Session beiwohnen. So kann ich gut hören, wie unverfälscht und klar die Kopfhörer tönen. Die Bose-Kopfhörer klingen etwas dumpf, der Bass ist ausgeprägt. Huawei schafft ein besser ausgewogenes Klangbild. Das Gefühl, mitten in der Band zu stehen, ist hier am stärksten. Sony klingt dagegen neutral.

Daft Punk: Giorgio by Moroder: Zuerst erzählt Disco-Pionier Giorgio Moroder von seinen Anfängen, dann baut sich die Hymne an diese goldene Ära langsam auf. Ich kann mit diesem Song Sprechstimmen und Dance-Sound mit viel Bass austesten. Hier passt der wuchtige Bass bei Bose gut, auch wenn dabei die Stimme und viele Feinheiten der E-Pianos, Funkgitarren und Synthesizer verloren gehen. Die Huawei-Kopfhörer sind fast das Gegenteil: Die Höhen sind bis in die Details ultraklar, allerdings ist die Wucht des Basses weniger beeindruckend. Der neutrale Mix von Sony passt ganz gut. Allerdings würde man ihn intuitiv lauter stellen.

Richard Strauss: Also sprach Zarathustra: In der Aufnahme der Berliner Philharmoniker lässt sich schön die Dynamik von klassischer Musik hören. Die Bose-Headphones übersetzen die Wucht des Orchesters sehr gut in Soundgewalt. Die Huawei-Kopfhörer wirken weniger beeindruckend, allerdings höre ich viel mehr Details wie die Becken oder den Übergang von Streichern zur Orgel ganz am Schluss. Das Modell von Sony tönt im Gegensatz zu den zwei Extremen fad und langweilig.

Adele: Hello: Die Stimme der englischen Sängerin steht hier ganz im Fokus. Schön klar und mit viel Volumen übertragen die Bose-Kopfhörer den Gesang. Dank der sparsamen Instrumentierung wird nichts überlagert. Mit den Huawei-Headphones steht der Gesang noch stärker im Vordergrund. Schön sind alle Details zu hören, beispielsweise die fragile Intonation ganz am Anfang. Bei diesem Song fällt es noch stärker auf als bei den anderen: Das Sony-Modell ist so neutral und zurückhaltend, dass ich ihn deutlich lauter einstellen muss, um ein ähnliches Sounderlebnis zu erhalten wie mit den zwei anderen Modellen. Trotzdem wirken die In-Ears aus Japan dumpfer.

Die Sony Kopfhörer tönen recht neutral.
Die Sony Kopfhörer tönen recht neutral.

Bose Ultra Open Earbuds: Wer auf Bass steht, wird das Modell von Bose lieben. Bereits in der Standardeinstellung hat Bose die ausgeprägtesten Tiefen. Darunter leiden manchmal die Details, doch je nach persönlichem Musikgeschmack ist das nicht so schlimm.
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Huawei FreeClip 2: Die FreeClips klingen ebenfalls gut – aber anders. Was besser gefällt, ist eine Geschmacksfrage. Das Modell von Huawei überzeugt mit klarem Sound, ist vor allem in den Höhen präzise – dafür fehlt es in der Standardeinstellung etwas an Bass.
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Sony LinkBuds Clip: Der Sound hat mich enttäuscht. Sony ist zwar für ein neutrales Klangbild bekannt, doch bei den Clips wirkt das leblos und flach. Ich muss deutlich stärker aufdrehen – und den Klang später nach meinem Geschmack einstellen.
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Gewicht und Case: Huawei ist am leichtesten

Bose Ultra Open Earbuds: Alles zusammen wiegt 56,8 Gramm, ein Ohrhörer ist 6,4 Gramm schwer. Beide anderen Modelle sind leichter. Das Ladecase besteht aus hartem Plastik und wirkt nicht besonders hochwertig. Dazu trägt auch das wackelige Scharnier des Deckels bei.
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Huawei FreeClip 2: Mit 5,1 Gramm pro Ohrhörer und 48,8 Gramm insgesamt sind die FreeClips das leichteste Modell im Test. Das Case ist das kompakteste im Vergleich, schön griffig und wirkt mit der angerauten Oberfläche hochwertiger als die Ladehüllen der Konkurrenz.
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Die hellblauen Huawei haben das kleinste und leichteste Case.
Die hellblauen Huawei haben das kleinste und leichteste Case.

Sony LinkBuds Clip: Alles zusammen wiegt 53,8 Gramm, ein Hörer 6,3 Gramm schwer. Das ist jeweils ein bisschen weniger als bei Bose, aber deutlich mehr als bei Huawei. Der Kunststoff des Cases wirkt einigermaßen hochwertig, doch dass der obere Teil glänzend, der untere matt ist, irritiert. Der Klavierlack ist zudem ein Fingerabdruck-Magnet.
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Komfort und Bedienung: unterschiedlich, aber insgesamt gut

Bose Ultra Open Earbuds: Die Bose-Kopfhörer sitzen satt, aber bequem am Ohr. Mützen drücken nur leicht darauf. Die Hörer sind jeweils für eine Seite vorgesehen – ins Case kann der linke Bud nur links und der rechte Bud nur rechts eingesetzt werden. In der App lassen sich viele Details einstellen: immersives Audio oder die Verbindung mit zwei Wiedergabegeräten parallel. Die Ultra Open sind die einzigen Geräte im Vergleich, die direkt am Hörer Knöpfe eingebaut haben – jeweils einen auf der Oberseite des Teils, das hinter den Ohren klemmt. Die Bedienung ist präziser als mit berührungsempfindlichen Sensoren, allerdings muss ich den Knubbel wirklich zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen, um klicken zu können – ein Finger reicht nicht. Zudem hat Bose alle Befehle vordefiniert, ich kann nichts anpassen.
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Die Bose haben als einziges Modell einen richtigen Knopf.
Die Bose haben als einziges Modell einen richtigen Knopf.

Huawei FreeClip 2: Die Clips von Huawei sitzen eher locker auf den Ohren. Sie sind kaum spürbar, fallen aber auch nicht ab, wenn ich den Kopf heftig schüttle. Ziehe ich eine Mütze an, drückt diese auf die Bügel. Praktisch ist, dass die Hörer automatisch erkennen, ob sie am linken oder rechten Ohr klemmen. In der App kann ich sehr viele Einstellungen vornehmen, unter anderem festlegen, dass ich Anrufe per Kopfnicken annehme oder mit Kopfschütteln ablehne. Das funktioniert einwandfrei. Gleiches gilt für die Gestensteuerung. Sie unterscheidet zwischen zweimal oder dreimal antippen, streichen und gedrückt halten.
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Sony LinkBuds Clip: Die Hörer sind deutlich am Ohr zu spüren, auch weil der hintere Teil der Clips ziemlich gross ist. Mit einer Mütze auf dem Kopf verschlimmert sich das nicht. Insgesamt halten sie ausgezeichnet. Die zusätzlichen Polster für den Bügel hatten bei mir kaum eine Wirkung – weder positiv noch negativ. Sony setzt auf klar definierte linke und rechte Buds, die nur korrekt ins Case eingelegt werden können. Über die App kann ich die Hörer mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden und schnell hin und her wechseln. Die Steuerung direkt an den Clips erfolgt durch mehrmaliges Tippen – andere Gesten erkennt Sony nicht. Für die Lautstärkeregelung muss ich beispielsweise mehrfach auf den Hörer tippen, was gut klappt.
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Sowohl bei Sony als auch bei Bose ist jeder Hörer für ein Ohr vorgesehen.
Sowohl bei Sony als auch bei Bose ist jeder Hörer für ein Ohr vorgesehen.

Akkulaufzeit: fünf bis sieben Stunden mindestens

Um vergleichen zu können, habe ich bei allen drei Geräten mit der gleichen Ausgangslautstärke einen YouTube-Musikstream abspielen lassen. Die Lautstärke war dabei auf etwa zwei Drittel aufgedreht – also lauter, als ich normalerweise Musik höre. Der gemessene Wert ist damit sicher realistisch im Alltag erreichbar.

Bose Ultra Open Earbuds: Der Hersteller verspricht sieben Stunden Akkulaufzeit. Im Test erreiche ich fünf Stunden und 30 Minuten – ein mittelmässiger Wert.
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Huawei FreeClip 2: Sieben Stunden und fünf Minuten messe ich im Akkutest. Das ist ein guter Wert, allerdings verspricht der Hersteller bis zu neun Stunden.
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Sony LinkBuds Clip: Auch Sony hat einen Wert von neun Stunden angegeben. Ich messe ausgezeichnete sieben Stunden und 45 Minuten. Das ist der Bestwert im Vergleich und die geringste Abweichung von den Herstellerangaben.
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Mikrofon: Keines ist richtig gut

Bose Ultra Open Earbuds: Das Mikrofon nimmt die Stimme relativ klar auf, aber etwas leise. Insgesamt ist die Stimmübertragung jedoch nicht überzeugend.
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Huawei FreeClip 2: Die Aufnahme ist lauter, allerdings sind die S-Laute fast ein bisschen zu stark betont. Auch mit den Huawei-Kopfhörern würde ich keine längeren oder wichtigen Telefongespräche führen.
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Sony LinkBuds Clip: Die Lautstärke ist in Ordnung, jedoch klingt die Aufnahme dumpf und ist am wenigsten verständlich.
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Fazit: Huawei ist klarer Sieger nach Punkten

Zähle ich die Punkte aus allen Kategorien zusammen, ergibt sich ein klarer Sieger. Aussenseiterin Huawei setzt sich klar gegen die im Audiomarkt etablierten Brands durch. Bei den Huawei FreeClip 2 stimmt das Gesamtpaket: Die Kopfhörer haben keine wirklichen Schwächen, ausser bei der Mikrofon- und Telefonqualität, die bei allen nicht überzeugend ist.

Gewichte ich die Audioqualität stärker, ändert das nichts am Sieg von Huawei. Allerdings rücken dann Bose und Sony näher zusammen.

Insgesamt gibt es aber gute Gründe für alle drei Modelle – keines schneidet insgesamt schlecht ab.

Bose Ultra Open Earbuds: Ideal für alle, die gerne einen kraftvollen Bass haben. Die grosse Auswahl an verschiedenen Farben und der bequeme, aber satte Sitz sprechen für dieses Modell.

Huawei FreeClip 2: Die auffälligsten Ohrhörer im Vergleich klingen gut, sind preiswert und bieten umfassende Bedienmöglichkeiten direkt am Ohr.

Sony LinkBuds Clip: Für die Variante von Sony spricht die lange Akkulaufzeit und – je nach Geschmack – der neutrale Sound, der auf Wunsch mit dem Equalizer noch angepasst werden kann.

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Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.


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