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Maritxu/Shutterstock
Hintergrund

Wenn Pflanzen beten: das Geheimnis der Maranta

Die Maranta sieht nicht nur spektakulär aus, sie hat auch einen ganz besonderen «Move» drauf: Nachts klappt sie ihre Blätter zu, als würde sie beten.

Göttlich sieht sie aus, die Maranta mit ihren federartig gemusterten Blättern. Kein Wunder, dass sie zu den meistverkauften Zimmerpflanzen gehört. Obwohl sie zum Niederknien anspruchsvoll ist. Erhält sie nicht genügend Luftfeuchtigkeit und indirektes Licht, klappt sie zusammen. Und dann bleibt dir nur ein Stossgebet.

Wobei, Moment. Eigentlich betet die Maranta ja schon selbst. Bitte, was?

Die nächtliche Maranta-Show

Du hast richtig gelesen: In der Nacht klappen Marantas ihre Blätter nach oben. Diese Bewegung erinnert an Hände, die sich zum Gebet zusammenfalten. Die Ursache nennt sich Nyktinastie (auch als Schlafbewegung bekannt).

Fantastisch, diese Musterung! Aber mit viel Pflege verbunden.
Fantastisch, diese Musterung! Aber mit viel Pflege verbunden.
Quelle: Tanya_Terekhina/Shutterstock

Einfach gesagt: Die Maranta hat dort, wo das Blatt am Stängel befestigt ist, motorische Zellen. Sie können Wasser innerhalb der Zellen umverteilen und so den Innendruck ändern. Tagsüber sind die Zellen prall: Die Blätter der Maranta klappen wie zum Sonnengruss auf und betreiben maximale Photosynthese. Nachts sinkt der Druck: Die Blätter klappen hoch. So schützt sich die Pflanze vor Wasserverlust, Kälte und Fressfeinden.

Verwirrende Namen und heilige Wurzeln

Übrigens: Mit dem Namen «Maranta» ist es ganz schön kompliziert. Sowohl die Maranta selbst als auch die Calathea gehören zu den Marantengewächsen, nur die Maranta ist aber eine echte Marante. Die Calathea ist eine eigene Gattung. Im Handel heissen beide Pflanzen oft fälschlicherweise «Korbmarante» – das ist ein reiner Handelsname, kein offizieller botanischer Begriff. Und als wäre das nicht schon verwirrend genug, hat die Maranta noch einen Zweitnamen: Pfeilwurz.

Das liegt daran, dass ihre Wurzeln Stoffe enthalten, die früher zum Neutralisieren von Pfeilgift und anderen Toxinen eingesetzt wurden. Die Stärke in den Wurzeln kann bestimmte giftige Stoffe binden. Die Pflanze hat also wahrlich heilende Kräfte. Darauf ein kleines Lobgebet:

Heilige Maranta, falte dein Blatt,
wenn unser Pflegeplan mal Lücken hat.
Vergib uns trockene Luft und vergessene Pflicht
und bitte, bitte, kipp nicht um bei zu wenig Licht.

Hast du eine Maranta oder Marante daheim? Erzähle davon in einem Kommentar.

Titelbild: Maritxu/Shutterstock

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Ich liebe alles, was vier Beine oder Wurzeln hat – besonders meine Tierheimkatzen Jasper und Joy sowie meine Sukkulenten-Sammlung. Am liebsten pirsche ich auf Reportagen mit Polizeihunden und Katzencoiffeurinnen umher oder lasse in Gartenbrockis und Japangärten einfühlsame Geschichten gedeihen. 


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Interessantes aus der Welt der Produkte, Blicke hinter die Kulissen von Herstellern und Portraits von interessanten Menschen.

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