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von Kim Muntinga

Was als Begleitprodukt zur Serie begann, wurde zum eigenständigen Kosmos. Jetzt zieht Oni Press endgültig den Schlussstrich und verabschiedet sich mit einem ironischen Abschiedsband von seinem «Rick and Morty»-Multiversum.
Nach über einem Jahrzehnt, mehr als 100 regulären Ausgaben und zahllosen Spin-offs endet eine der langlebigsten Comic-Adaptionen der vergangenen Dekade. Der US-Verlag Oni Press beendet seine «Rick and Morty»-Comiclizenz und verabschiedet sich am 27. Mai 2026 mit einem letzten, doppelt so umfangreichen Sonderband von seinem Multiversum.
«Rick and Morty Forever #0» soll den lange angekündigten «richtigen» Schlusspunkt setzen und spielt dabei ironisch mit der eigenen Geschichte falscher Abschiede. Der Comic umfasst 48 Seiten, geschrieben von Daniel Kibblesmith und gezeichnet von Troy Little. Er erscheint – fast schon trotzig gegen den Variant-Cover-Trend – mit nur einem silbernen Wraparound-Cover.
Als Oni Press 2015 die ersten «Rick and Morty»-Comics veröffentlichte, galt die Reihe als Begleitprodukt zur erfolgreichen Animationsserie. Was als Erweiterung für Fans begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem eigenen erzählerischen Kosmos.
Die Reihe etablierte wiederkehrende Nebenfiguren, experimentierte mit Meta-Kommentaren und griff typische «Rick and Morty»-Themen wie Nihilismus, Familienkonflikte und die Absurdität unendlicher Realitäten auf. Oft zugespitzt, manchmal überraschend ernst.
Dass Oni Press nun von einem endgültigen Ende spricht, ist nicht zufällig Teil der Erzählung. In der Comic-Historie der Reihe wurde das «Ende» mehrfach angekündigt, nur um später wieder relativiert oder durch neue Formate ergänzt zu werden. «Rick and Morty Forever #0» greift diesen Running Gag bewusst auf. Der Band knüpft erzählerisch und thematisch an den zuvor abgeschlossenen Arc «The End» an, der den Weg für das finale Kapitel bereitet.
Inhaltlich setzt der Abschiedsband auf eine Mischung aus Selbstreflexion und Eskalation. Die Figuren bewegen sich durch unterschiedliche Versionen ihrer eigenen Geschichte, begegnen alternativen Ausgängen und kommentieren dabei indirekt die Endlosschleifen serieller Erzählungen. Das «Ende» wird so nicht als klarer Abschluss inszeniert, sondern als bewusst gesetzter Punkt in einem Universum, das per Definition nie abgeschlossen ist.
Was mit den Comic-Rechten an «Rick and Morty» künftig geschieht, bleibt offen. Möglich wäre eine Übernahme durch einen anderen Verlag oder eine längere Pause, bis neue Geschichten erscheinen.
Für den deutschsprachigen Markt gilt das nur bedingt: Hierzulande erscheinen die «Rick and Morty»-Comics bei Panini, das eine separate Lizenz für Deutschland, Österreich und die Schweiz hält. Panini veröffentlicht die Oni-Geschichten als Sammelbände, meist mit zeitlicher Verzögerung. Ob und wie Panini nach dem Ende der Oni-Lizenz weitermacht, ist noch unklar. Die neueren Storys wie «The End» sind in deutscher Übersetzung bisher nicht erschienen.
Ältere «Rick and Morty»-Comics findest du in unserem Shop.
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