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8Bitdo
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8Bitdo verwandelt dein Smartphone mit dem FlipPad in einen Mini-Handheld

Kim Muntinga
16/7/2026

8Bitdos FlipPad macht dein Smartphone zum Mini-Handheld: Der kompakte USB-C-Controller sitzt vor dem unteren Teil des Displays und lässt sich bei Bedarf herunterklappen. Ein ähnliches Konzept bietet Gamesir bereits seit einigen Monaten mit dem Pocket Taco an.

Auf dem Smartphone lassen sich längst umfangreiche Spiele und zahlreiche Retroklassiker spielen. Virtuelle Tasten auf dem Touchscreen ersetzen einen echten Controller allerdings nur bedingt. Das FlipPad von 8Bitdo setzt deshalb auf ein kompaktes Bedienfeld, das du direkt an die Unterseite deines Smartphones steckst.

Der Controller sitzt anschließend vor dem unteren Teil des Displays. Zusammen mit dem darüberliegenden Bildschirm entsteht ein Aufbau, der an klassische Handhelds wie den Game Boy erinnert. 8Bitdo hat das FlipPad entsprechend für Spiele entwickelt, die im Hochformat funktionieren. Dazu gehören vor allem Emulatoren und Mobile Games mit Controller-Unterstützung.

Analogsticks fehlen. Stattdessen bietet der Controller ein Steuerkreuz, vier Aktionstasten sowie Funktions- und Schultertasten. Letztere sitzen ebenfalls auf der Vorderseite, damit das Gehäuse möglichst flach bleibt.

Das FlipPad bietet Steuerkreuz, Aktionstasten und vier Schultertasten auf der Vorderseite.
Das FlipPad bietet Steuerkreuz, Aktionstasten und vier Schultertasten auf der Vorderseite.
Quelle: 8Bitdo

Aufklappen statt neu verbinden

Das FlipPad verbindet sich über den USB-C-Anschluss mit deinem Smartphone. Bluetooth, ein eigener Akku und das dazugehörige Koppeln entfallen. Der Controller bezieht seine Energie direkt vom angeschlossenen Gerät und ist sofort einsatzbereit.

Durch den Verzicht auf einen Akku bleibt das FlipPad vergleichsweise dünn und leicht. Es misst 96,5 × 29 × 102,5 Millimeter und wiegt 31,5 Gramm. Damit bringt es nur etwa halb so viel Gewicht auf die Waage wie Gamesirs Pocket Taco, der bereits seit einigen Monaten erhältlich ist und ein sehr ähnliches Handheld-Konzept verfolgt.

Ein Scharnier verbindet den Controller mit dem USB-C-Stecker. Möchtest du eine Nachricht beantworten, eine App wechseln oder den gesamten Touchscreen nutzen, klappst du das Bedienfeld nach unten. Du musst das FlipPad dafür nicht vom Smartphone trennen. Laut 8Bitdo soll das Scharnier mindestens 6000 Öffnungs- und Schließvorgänge überstehen. Für den USB-C-Stecker nennt der Hersteller eine Lebensdauer von mehr als 10 000 Steckvorgängen. Dabei handelt es sich jeweils um Werte aus Labortests des Herstellers.

Das Bedienfeld lässt sich nach unten klappen, ohne das FlipPad vom Smartphone zu trennen.
Das Bedienfeld lässt sich nach unten klappen, ohne das FlipPad vom Smartphone zu trennen.
Quelle: 8Bitdo

Nicht jede Hülle passt

Laut 8Bitdo funktioniert das FlipPad mit den meisten Smartphone-Hüllen. Der USB-C-Stecker lässt sich allerdings weder verlängern noch in seiner Position anpassen. Bei besonders dicken Hüllen lässt sich der USB-C-Stecker möglicherweise nicht weit genug in den Anschluss des Smartphones einführen.

Das FlipPad wird hauptsächlich vom USB-C-Anschluss des Smartphones gehalten. Eine zusätzliche Klemme, die das Gerät umfasst, gibt es nicht. Dadurch kann sich der Controller beim Spielen etwas bewegen. Eine gummierte Kontaktfläche soll das Display vor Kratzern schützen und zusätzlichen Halt geben.

Das Bedienfeld verdeckt zudem einen Teil des Displays. Spiele und Emulatoren müssen ihre Darstellung deshalb weit genug nach oben verschieben können. Andernfalls können wichtige Bildbereiche hinter dem Controller verschwinden.

So unterscheidet sich Gamesirs Pocket Taco

Gamesirs Pocket Taco verfolgt zwar ein ähnliches Grundprinzip, befestigt das Smartphone aber mit einer Klemme und verbindet sich per Bluetooth. Dadurch bleibt der USB-C-Anschluss frei und der Controller sitzt stabiler. Dafür benötigt der Pocket Taco einen eigenen 600-mAh-Akku und wiegt mit 62,2 Gramm fast doppelt so viel wie das FlipPad.

Auch bei den Schultertasten unterscheiden sich die beiden Modelle. Gamesir platziert sie auf der Rückseite, während 8Bitdo L1, L2, R1 und R2 auf der Vorderseite unterbringt. Das weicht von der gewohnten Anordnung eines klassischen Gamepads ab und dürfte etwas Eingewöhnung erfordern.

Marktstart Ende Juli

8Bitdo bietet das FlipPad in Grau mit farbigen Tasten sowie vollständig in Schwarz an. Der Controller unterstützt Android-Smartphones ab Android 13 und iPhones mit USB-C ab iOS 26.2. Geräte mit Lightning-Anschluss bleiben außen vor.

Die Auslieferung soll am 30. Juli beginnen. In den USA kostet das FlipPad 29,99 US-Dollar. Preise für Deutschland und die Schweiz hat 8Bitdo bislang nicht genannt.

Titelbild: 8Bitdo

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