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Anthony Espinosa/Unsplash
Ratgeber

Arsen im Reis: Panikmache oder echtes Risiko?

Anna Sandner
10/3/2026

Praktisch jeder Reis enthält Arsen, das Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen kann. Wie viel du trotzdem bedenkenlos essen kannst und wie du den Arsengehalt mit der richtigen Zubereitung senkst.

Arsen kommt auf der ganzen Welt vor. Ob es dir schaden kann, hängt von der chemischen Form des Halbmetalls ab. Organisches Arsen (das an mindestens ein Kohlenstoffatom gebunden ist) steckt etwa in größeren Mengen in Fisch und Meeresfrüchten. Für deinen Körper ist es aber harmlos, da die Verbindung so stabil ist, dass diese Form des Arsens einfach über den Urin wieder ausgeschieden wird.

Reis und Algen enthalten besonders viel Arsen

Anders steht es um anorganisches Arsen (ohne Kohlenstoffatome), das über den Boden und das Grundwasser in Pflanzen gelangt. Dein Körper kann es nicht einfach ausscheiden, sondern lagert es im Gewebe ein. Hochdosiert kann es Vergiftungen auslösen; kleine Dosen über einen längeren Zeitraum können langfristig Zellen schädigen und Krebs, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Nervenstörungen verursachen. Die meisten Lebensmittel enthalten nur sehr wenig anorganisches Arsen und sind daher unbedenklich. Bei Algen und Reis sieht es anders aus: Vollkornreis, Parboiled-Reis, Langkornreis und Basmati-Reis weisen besonders hohe Arsenwerte auf, aber auch andere Reissorten sind belastet.

Hier steckt so viel drin, dass du Reis nicht täglich essen solltest. Gerade Sushi, das hauptsächlich aus Reis und Algen besteht, solltest du dir höchstens zweimal pro Woche gönnen.

Aufgrund des hohen Arsengehalts solltest du Sushi höchstens zweimal in der Woche essen.
Aufgrund des hohen Arsengehalts solltest du Sushi höchstens zweimal in der Woche essen.
Quelle: Mahmoud Fawzy/Unsplash

Wie du den Arsengehalt senkst

Wenn du ein Reisfan bist, klingt das eher niederschmetternd. Doch es gibt einen Trick, wie du den Arsengehalt entscheidend reduzieren kannst. Dafür musst du den Reis über Nacht in viel Wasser einweichen. Am nächsten Tag gießt du das Wasser ab und kochst den Reis ebenfalls in viel Wasser. Gieß das überschüssige Wasser danach ab und spül die Körner mit heißem Leitungswasser. Auf diese Art lösen sich bis zu 84 Prozent des Arsens und du kannst deinen Reis unbesorgt essen.

Was ist wirklich gesund und was nur ein Hype?

Wenn du mehr derartige Fragen beantwortet haben möchtest, kann ich dir das Buch «Böse Milch und guter Dinkel?» empfehlen.

Böse Milch und guter Dinkel? (Deutsch, Achim Sam, Christian Sina, 2025)
Ratgeber

Böse Milch und guter Dinkel?

Deutsch, Achim Sam, Christian Sina, 2025

Der Ökotrophologe Achim Sam und der Internist und Professor für Ernährungsmedizin Christian Sina nehmen sich in ihrem Ratgeber gängige Ernährungsmythen vor. Wie gesund ist Milch? Ist Dinkel wirklich gesünder als Weizen? Hilft Apfelessig beim Abnehmen? Ist Lachs aus Aquakultur oder Wildfang besser? Diese und viele weitere Fragen beantworten die beiden Experten – klar, leicht verständlich und wissenschaftlich gestützt. Du bekommst einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der modernen Forschung zu gesunder Ernährung.

Gesunde Ernährung auf den Punkt gebracht

Der erste Teil des Buchs verschafft dir einen Überblick zu den wichtigsten Ernährungs-Basics. Hier erfährst du unter anderem, welche Fette «gut» und welche «schlecht» wirken, auf welche Nährstoffe wir nicht verzichten können, ob Zucker wirklich krank macht und wie die Ernährung Blutzuckerspiegel, Schlaf, Stimmung und Gedächtnis beeinflusst. In den nächsten Kapiteln gehen die Autoren auf verschiedene Ernährungsformen ein, auf die beste Ernährung in besonderen Lebensphasen, darauf, wie Abnehmen wirklich funktioniert und worauf es bei der Lebensmittelqualität ankommt.

Ernährungsmythen und -irrtümer im Faktencheck

Im letzten Teil des Buchs geht es dann Ernährungsmythen an den Kragen. In kompakten Abschnitten durchleuchten die Experten die Welt der Ernährungsirrtümer und beantworten Fragen wie «Welches Essen hilft bei Bluthochdruck?», «Schadet Fleischersatz der Gesundheit?» und «Macht Essen nach 19 Uhr dick?». Besonders gut gefällt mir, dass jede der Antworten mit einem kurzen Fazitblock abschließt, der alles Relevante nochmal auf den Punkt bringt.

Titelbild: Anthony Espinosa/Unsplash

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Wissenschaftsredakteurin und Biologin. Ich liebe Tiere und bin fasziniert von Pflanzen, ihren Fähigkeiten und allem, was man daraus und damit machen kann. Deswegen ist mein liebster Ort immer draußen – irgendwo in der Natur, gerne in meinem wilden Garten.


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