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Das Internet mag Jony Ives E-Ferrari nicht

Apples ehemaliger Chef-Designer hat sich an ein Auto gewagt. Das Resultat stösst bei Fans auf wenig Verständnis.

Ferrari hat sein erstes Elektroauto enthüllt. Der «Luce» lässt erahnen, wie der Apple Car vielleicht ausgesehen hätte, dessen Entwicklung 2024 eingestellt wurde. Entworfen hat die italienische Limousine Cupertinos ehemaliger Chefdesigner Jony Ive und sein Studio LoveFrom. Den Innenraum zeigte die Traditionsmarke bereits im Februar. Der Look erinnert eher an Apple-Geräte, als an klassische Ferraris, was für Kontroversen sorgte.

Das Exterieur dürfte Traditionalisten nicht gerade beruhigen. Die Optik des E-Ferraris ist nämlich… nennen wir es einfach mal «speziell».

Futuristischer Ferrari oder überteuerter Prius Pro Max? Die Meinungen gehen auseinander.
Futuristischer Ferrari oder überteuerter Prius Pro Max? Die Meinungen gehen auseinander.
Quelle: Ferrari

Die Kontroverse war wohl gewollt. Ferrari scheint mit dem Luce bewusst etwas Neues wagen zu wollen. Dazu passt auch die Wahl der Medienvertreter, die bereits Zugang zum Auto erhielten. Unter ihnen befinden sich auffällig viele Tech-Influencer. So führte etwa Cleo Abram ein exklusives Interview mit Jony Ive und Ferraris Chef-Designer Flavio Manzoni. Und Marques Brownlee durfte als erster ein Hands-on-Video veröffentlichen.

Schnelle Luxus-Limousine

Die nüchternen Leistungsdaten des Luce lesen sich etwa so, wie man es bei einem E-Ferrari erwarten würde: 1050 PS, 2,5 Sekunden von 0 auf 100, eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h. Die WLTP-Reichweite von 530 Kilometern ist dagegen ziemlich gering für den 122 kWh grossen Akku. Immerhin kann dank 800-Volt-System mit bis zu 350 kW nachgeladen werden.

Jony Ives Auto-Debüt scheint mit seinen fünf Sitzen eine Luxus-Limousine und kein agiler Sportwagen zu sein. Den Kofferraum mit einem Volumen von 597 Litern und das Gewicht von 2260 Kilogramm würde man eher von einem Auto aus Süddeutschland als aus Maranello erwarten. Das 550 000 Euro teure Gefährt misst über fünf Meter in der Länge und fast zwei Meter in der Breite (ohne Seitenspiegel). Ganz neu ist das Konzept allerdings auch bei Ferrari nicht: Bereits der seit 2022 erhältliche Purosangue erinnert mehr an einen Familien-SUV, als an einen Rennwagen.

Der erste Ferrari mit fünf Sitzen. Naja, zumindest mit fünf Sitzgurten.
Der erste Ferrari mit fünf Sitzen. Naja, zumindest mit fünf Sitzgurten.
Quelle: Ferrari

Ob der erste E-Ferrari ein Erfolg wird? Das Urteil der Öffentlichkeit fällt bisher vernichtend aus. Der Aktienkurs des Unternehmens sackte nach der Präsentation um über acht Prozent ab. In Kommentaren wird der Luce als «Prius Pro Max», «Apple Magic Mouse Car» oder «Spielzeug-Auto aus einem Überraschungsei» bezeichnet. Dem Internet fehlt offenbar das Verständnis für Jony Ives Design-Vision. Vielleicht wäre die Apple-Legende besser bei Tech-Gadgets geblieben.

Ferrari Multipla gefällig?
Ferrari Multipla gefällig?
Quelle: X / stefanobernardi
Ob man das Kabel beim Luce auch auf der Unterseite einstecken muss?
Ob man das Kabel beim Luce auch auf der Unterseite einstecken muss?
Quelle: X / heshie

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


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