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The Fermi Explorer Mission
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Fermi Explorer will bis Ende 2029 erste Sonde zu Alpha Centauri starten

Martin Jud
3/9/2026

Die Fermi Explorer Mission will vor Ende 2029 die erste gezielte Raumsonde zum Nachbarstern Alpha Centauri schicken. Die Reise dorthin dauert rund 80 000 Jahre. Die Mission ist mit einem anvisierten Budget von unter 15 Millionen Dollar geplant und bietet mindestens ein Kilogramm Nutzlast für Persönliches wie Haarproben oder Fotos.

Eine Non-Profit-Organisation namens Fermi Explorer Mission hat ein ehrgeiziges Ziel: Sie will die erste Raumsonde zu einem anderen Stern schicken. Die Sonde soll unter 15 Millionen US-Dollar kosten, 100 bis 110 Kilogramm wiegen, Platz für mindestens ein Kilogramm Nutzlast bieten und vor Ende 2029 starten. Binnen 79 800 Jahren soll sie innerhalb von 2600 Astronomischen Einheiten (AE) an Alpha Centauri vorbeifliegen – das sind etwa 0,044 Lichtjahre.

Das klingt nach Science-Fiction, doch eine externe Machbarkeitsstudie der Physical Superintelligence PBC (PSI) vom Juli 2026 kommt zu einem klaren Ergebnis: Mit heutiger Technologie ist die Mission unter bestimmten Bedingungen möglich. Die PSI-Studie wurde mithilfe einer KI erstellt. Anders als die Voyager-Sonden, die einfach ins All driften, wird die Fermi Explorer gezielt auf den Nachbarstern ausgerichtet.

So soll die Sonde Alpha Centauri erreichen

Nach dem Start im Jahr 2029 wird die Sonde rund zwölf Jahre benötigen, um unser Sonnensystem zu verlassen. Sie umkreist die Sonne mehrmals und zündet den Antrieb immer dann, wenn sie ihr besonders nahe kommt. Dort ist die Sonneneinstrahlung am stärksten – und die Gravitation der Sonne sorgt dafür, dass jeder Schub besonders effizient ist.

Die PSI-Studie empfiehlt dafür einen Ionenantrieb, wie ihn die NASA bereits bei Deep Space 1 eingesetzt hat. Er stösst elektrisch geladene Teilchen aus und erzeugt so über Monate und Jahre hinweg kontinuierlich Schub, was ideal für lange Reisen im Weltall ist.

Die Studie hat auch die Trefferwahrscheinlichkeit berechnet: Bei 20 000 simulierten Starts mit realistischen Fehlerquellen sollen 98,2 Prozent der Sonden innerhalb des Zielbereichs ankommen. Die grösste Unsicherheit ist die genaue Antriebsleistung. Wenn sie nur geringfügig von den Berechnungen abweicht, sinkt die Trefferwahrscheinlichkeit deutlich.

Eine Zeitkapsel für die Zukunft

Die Fermi Explorer Mission ist auch eine Zeitkapsel. An Bord reist eine Kopie der Golden Record, jener Schallplatte, die bereits auf den Voyager-Sonden ins All geschickt wurde. Dazu kommen wissenschaftliche Instrumente und Kunst, für die es Ausschreibungen geben soll. Die Arbeiten werden für rund 80 000 Jahre nicht mehr gesehen.

Der wohl emotionalste Teil ist, dass Kinder aus jedem Land 300 Zeichen in ihrer Sprache auf die Sonde schreiben dürfen. Das ist eine Hommage an die Apollo-Mondlandungen, bei denen ebenfalls Botschaften zum Mond geschickt wurden.

Warum Alpha Centauri, und warum Fermi?

Alpha Centauri ist das nächste sonnenähnliche Sternsystem. Die beiden Hauptsterne strahlen rund 2000-mal mehr Energie ab als der Rote Zwerg Proxima Centauri. Das macht das System für eine künftige Besiedlung interessanter.

Das Ziel der Mission: Alpha Centauri, der Nachbarstern unseres Sonnensystems.
Das Ziel der Mission: Alpha Centauri, der Nachbarstern unseres Sonnensystems.
Quelle: The Fermi Explorer Mission

Die Sonde wird nicht auf die heutige Position von Alpha Centauri zielen, sondern auf die der Ankunftszeit. Dann steht der Stern dort, wo heute das Sternbild Krebs zu sehen ist.

Die Mission heisst Fermi Explorer, benannt nach dem Physiker Enrico Fermi. Er stellte die berühmte Frage, wo alle anderen Zivilisationen seien – das Fermi-Paradoxon. Bei so vielen Sternen müsste es eigentlich viele Zivilisationen geben. Doch wir sehen keine. Die Umsetzung des Projekts soll zeigen, dass es möglich ist, zu anderen Sternen zu fliegen und dass es zumindest eine Spezies gibt, die es versucht – nämlich uns.

So kannst du die Mission unterstützen und sogar deine Haarsträhne mit auf die Reise schicken

Die als US-Non-Profit registrierte Organisation finanziert die Mission über Spenden. Wer 10 US-Dollar gibt, kommt mit Namen auf die Website. Bei 100 Dollar werden Initialen in die Raumsonde graviert, bei 1000 Dollar der volle Name. Für 10 000 Dollar kommt ein Bild an Bord, für 100 000 Dollar ein kleines Objekt wie eine Haarlocke und für eine Million Dollar ein grösserer Gegenstand wie ein Edelstein. Details gibt es auf der Spenden-Seite. Wer noch mehr unterstützen will, kann im Merch-Shop Tassen oder T-Shirts kaufen.

Titelbild: The Fermi Explorer Mission

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Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


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