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Florian Bodoky
Produkttest

iPhone 17e im Test: die grosse Aufholjagd

Apples günstigeres iPhone rückt näher ans Basismodell heran. Das iPhone 17e kommt mit starkem Chip und MagSafe – spart dafür beim Display und der Kamera.

Das erste Déjà-vu habe ich nach dem Auspacken des iPhone 17e. Apples neues Einsteiger-Phone sieht seinem Vorgänger, dem iPhone 16e, zum Verwechseln ähnlich. Gleiche Bauform, gleiche Kamera-Anordnung auf der Vorder- und Rückseite. Auf die Dynamic Island verzichtet Apple auch dieses Jahr.

Äusserlich hat sich vom 16e zum 17e wenig verändert
Äusserlich hat sich vom 16e zum 17e wenig verändert

Damit hat es sich dann aber mit den Gemeinsamkeiten. Apple rückt sein Budget-Phone («Budget» relativ zu anderen iPhones) nämlich deutlich näher an das Basismodell der 17er-Serie heran, als das noch letztes Jahr der Fall war. Das e-Modell fühlte sich damals stärker nach Sparversion an. Beim iPhone 17e ist diese Lücke spürbar kleiner. Es teilt sich mit dem iPhone 17 den A19-Chip und bietet eine ähnliche Akkulaufzeit. Um merkliche Unterschiede festzustellen, muss man genauer hinsehen – deshalb habe ich das iPhone 17e nicht isoliert getestet, sondern Vergleiche mit dem iPhone 17 und dem iPhone 16e gezogen.

Die gute, alte Notch – und breitere Bezels

Beim iPhone 17e bekommst du einen Aluminiumrahmen, eine Glasrückseite und klare Linien. Das Gerät fühlt sich stabil an und liegt angenehm in der Hand. Lege ich das 17er und das 17e nebeneinander auf den Tisch, sehen sie ziemlich ähnlich aus. Die Seitenränder des 17e sind etwas breiter, zudem fehlt die Dynamic Island. Ausserdem ist der Bildschirm um eine Winzigkeit kleiner. 6,1 statt 6,3 Zoll misst die Bilddiagonale. Vorne schützt Apple sein Gerät mit dem neuen Ceramic Shield 2. Dieses Glas soll dreimal kratzfester sein als die vorige Generation. Im Alltag bedeutet das vor allem: weniger Mikrokratzer aus der Hosentasche.

Auf der Rückseite treten die Unterschiede deutlicher zutage: Dem iPhone 17e fehlt die Ultraweitwinkelkamera und das Blitz-LED ist etwas schmaler. Dafür wackelt das e-Phone weniger, wenn es auf der Rückseite liegt.

Der vielleicht wichtigste Fortschritt gegenüber dem 16e: MagSafe! Beim Vorgänger fehlte diese Funktion komplett. Beim iPhone 17e kann ich magnetische Ladegeräte und Zubehör verwenden. Im Alltag merke ich schnell, wie praktisch das ist. Im Auto klickt das Gerät magnetisch in die Halterung. Auf dem Schreibtisch dockt es am Ladepuck an. Abends lege ich es einfach auf das Ladepad. Das klingt banal, macht aber für mich einen grossen Unterschied. Das iPhone 17 unterstützt MagSafe natürlich ebenfalls – noch dazu mit höherer Ladeleistung.

MagSafe ist mit von der Partie.
MagSafe ist mit von der Partie.

Beim Display zeigt Apple wenig Her(t)z

Beim Display wird am deutlichsten sichtbar, wo Apple die Grenze zwischen beiden Geräten zieht. Das iPhone 17e kommt mit einem OLED-Display mit einer Auflösung von 2532 × 1170 Pixeln und rund 460 ppi. Farben wirken kräftig, Kontraste sind hoch und Schwarz ist tief. Im Alltag macht das Display einen guten Eindruck. Mit bis zu etwa 1200 Nits Spitzenhelligkeit lässt sich der Bildschirm auch draussen gut ablesen. Trotzdem merke ich beim direkten Vergleich mit dem iPhone 17 sofort einen Unterschied. Das iPhone 17 unterstützt ProMotion mit einer Bildfrequenz von bis zu 120 Hertz Wenn ich auf dem iPhone 17 durch Playlists scrolle oder durch Social-Media-Feeds wische, wirkt alles flüssiger. Beim iPhone 17e bleibt Apple bei klassischen 60 Hz. Das fühlt sich schlechter an. Animationen sind weniger weich, Bewegungen wirken ruckeliger.

Nur 60 Hertz: Hier machst du Abstriche.
Nur 60 Hertz: Hier machst du Abstriche.

Noch deutlicher wird der Unterschied bei der Helligkeit. Das iPhone 17 erreicht Spitzenwerte von bis zu 3000 Nits. Bei direkter Sonneneinstrahlung erkenne ich Inhalte auf dem iPhone 17 deshalb deutlich besser als auf dem 17e. Trotzdem bleibt das Display des iPhone 17e solide. Ohne direkten Vergleich fällt mir der Unterschied nach kurzer Zeit kaum noch auf. Auch hier zeigt sich eine Entwicklung gegenüber der letzten Generation. Beim iPhone 16e lag das Display noch deutlicher hinter dem iPhone 16 zurück – vor allem bei der maximalen Helligkeit. Beim iPhone 17e bleibt der Abstand sichtbar, wirkt aber weniger drastisch.

Das Snapshot-Fotosetup

Das iPhone 17e setzt bei der Kamera auf ein relativ simples Setup, liefert in der Praxis aber solide Ergebnisse. Auf der Rückseite verbaut Apple eine einzelne 48-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung und einer f/1,6-Blende – nominell das gleiche Setup wie beim 17er. Eine Ultraweitwinkelkamera wie beim iPhone 17 fehlt jedoch. Dadurch bietet das Budget-Modell insgesamt weniger fotografische Möglichkeiten.

Stimmen die Lichtverhältnisse, gibt es an den Bildern wenig auszusetzen.
Stimmen die Lichtverhältnisse, gibt es an den Bildern wenig auszusetzen.

Bei normalen Fotos mit der Hauptkamera entstehen meist scharfe und detailreiche Bilder. Die Farben wirken typisch für Apple relativ natürlich und nicht übermässig gesättigt. Besonders bei Tageslicht liefern die Fotos eine gute Balance zwischen Helligkeit, Kontrast und Details. Ein echter optischer Zoom fehlt beim iPhone 17e. Stattdessen nutzt das Gerät einen Ausschnitt aus dem 48-Megapixel-Sensor. Das klingt zwar nach Apple-Geiz, funktioniert aber relativ gut.

Der zweifache Ausschnitt funktioniert wie ein Zoom wo keiner ist.
Der zweifache Ausschnitt funktioniert wie ein Zoom wo keiner ist.

Apples HDR-Verarbeitung sorgt dafür, dass sowohl helle als auch dunkle Bildbereiche klar dargestellt werden. Schatten wirken dadurch nicht zu dunkel, während helle Bereiche wie Himmel oder Lampen nicht sofort überbelichtet sind. Das iPhone 17 bietet hier zusätzlich den Vorteil der zweiten Kamera, wodurch sich je nach Situation ein anderer Blickwinkel nutzen lässt. Bei schwachem Licht nimmt die Bildqualität beim 17e zudem schneller ab. In den ganz dunklen Bereichen hat es auch weniger Details

Bei Dunkelheit oder Lichtarmut bleibt das 17e solide – wenn auch mit Abstrichen.
Bei Dunkelheit oder Lichtarmut bleibt das 17e solide – wenn auch mit Abstrichen.

Beim Portraitmodus hat Apple die Verarbeitung verbessert, sodass die Kamera Motive besser erkennt. Besonders bei Fotos von Menschen funktioniert das sehr zuverlässig. Auch Tiere oder Gegenstände werden meist korrekt erkannt. Im Vergleich zum iPhone 17 kann die Tiefenberechnung jedoch gelegentlich ungenauer sein, da dem 17e zusätzliche Informationen aus einer zweiten Kamera fehlen.

Bei leblosen Motiven tut sich das Gerät etwas schwer beim Unterscheiden, dennoch sieht der Bokeh-Effekt gut aus.
Bei leblosen Motiven tut sich das Gerät etwas schwer beim Unterscheiden, dennoch sieht der Bokeh-Effekt gut aus.

Auch die Frontkamera liefert solide Ergebnisse. Sie löst mit zwölf Megapixeln auf und produziert scharfe Selfies mit relativ natürlichen Hauttönen. Bei guten Lichtverhältnissen wirken Selfies klar und detailreich. In Innenräumen oder bei schwachem Licht nimmt das Bildrauschen allerdings zu. Was schade ist: die «automatisch drehen»-Funktion fehlt. Beim iPhone 17 kannst du so horizontale Selfies machen, ohne das Handy horizontal halten zu müssen, quadratischer Sensor sei Dank. Über diese Funktion hätte ich mich gefreut.

Des Pudels zusätzlicher Kern

Bei der Leistung rücken das iPhone 17 und das iPhone 17e überraschend nahe zusammen. Apple verbaut im iPhone 17e nämlich denselben A19-Chip wie im iPhone 17. Dort hat die GPU allerdings einen Kern mehr. Im normalen Gebrauch fühlen sich beide Geräte schnell an. Apps starten sofort, Animationen laufen flüssig und selbst anspruchsvollere Anwendungen bringen das iPhone 17e kaum ins Schwitzen.

Erst beim Gaming spüre ich einen Unterschied. Grafikintensive Spiele ruckeln öfter als auf dem teureren Modell.

Keine China-Ladepower – aber reicht auch so

Beim Akku liefert das iPhone 17e solide Ergebnisse. Apple spricht von bis zu 26 Stunden Videowiedergabe. In meiner Nutzung bedeutet das: Selbst ein intensiver Tag mit Fotos, Social Media, Navigation und Streaming bringt das Gerät nicht an seine Grenzen. Unter hoher Nutzlast erschien nach 21 Stunden die Ein-Prozent-Akkuwarnung. Am Kabel lädt das Gerät in 30 Minuten auf 57 Prozent. Das sind keine Xiaomi- oder Oppo-Werte, geht aber für ein iPhone in dieser Preiskategorie in Ordnung. Wie üblich nennt Apple hier keine klaren Watt-Zahlen.

57 Prozent in 30 Minuten im Test – mehr als Apple verspricht.
57 Prozent in 30 Minuten im Test – mehr als Apple verspricht.

Das 17er schafft beim Laden etwas mehr – mit dem Magsafe-Netzteil liegen hier 25 Watt drin, während du dich beim 17e mit 15 Watt begnügen musst. Lädst du ohnehin nachts, macht es keinen Unterschied.

Fazit

Überlege dir, welches iPhone du wirklich brauchst.

Äusserlich hat sich im Vergleich zum Vorgänger kaum etwas verändert. Unter der Oberfläche hat Apple jedoch deutlich nachgebessert und das Einsteiger-Modell näher an das iPhone 17 herangeführt. Mit dem neuen A19-Chip bietet das 17e starke Leistung im Alltag, die sich nur bei anspruchsvollen Anwendungen wie Gaming leicht vom teureren Modell abhebt. Auch die Akkulaufzeit überzeugt und reicht problemlos durch intensive Nutzungstage.

Ein Plus ist MagSafe, was das Gerät im Alltag praktischer macht. Beim Display zeigt Apple jedoch klare Grenzen: Mit 60 Hz bleibt es sichtbar hinter dem iPhone 17 (und allen anderen zeitgemässen Phones) zurück. Die Kamera liefert solide Ergebnisse, verzichtet aber auf eine Ultraweitwinkel-Linse und bietet dadurch weniger Flexibilität. Insgesamt ist das iPhone 17e kein klassisches Sparmodell, sondern ein ausgewogenes Gerät mit guter Leistung und bewusst gesetzten Kompromissen.

Pro

  • A19 Chip top für den Preis
  • stabile Akkulaufzeit
  • starke Kamera für den Preis

Contra

  • Display nur 60 Hertz – nicht zeitgemäss
  • breite Bezels etwas hässlich
  • Notch nervt (mich)
  • Nur eine Kamera
Apple iPhone 17e (256 GB, Black, 6.10", SIM + eSIM, 5G)
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EUR719,–

Apple iPhone 17e

256 GB, Black, 6.10", SIM + eSIM, 5G

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Titelbild: Florian Bodoky

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Seit ich herausgefunden habe, wie man bei der ISDN-Card beide Telefonkanäle für eine grössere Bandbreite aktivieren kann, bastle ich an digitalen Netzwerken herum. Seit ich sprechen kann, an analogen. Wahl-Winterthurer mit rotblauem Herzen.


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