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KingKong Technology
News & Trends

Jumper: Der Krabben-Roboter von KingKong Technology ist jetzt Open Source

Martin Jud
7/10/2026

KingKong Technology hat seinen Krabben-Roboter Jumper als Open-Source-Projekt veröffentlicht. Der 22-Gelenk-Roboter kann springen, greifen und auf zwei runden Displays Emotionen zeigen.

Zwei runde Displays als Augen, ein flacher Körper, vier kräftige Beine und zwei Zangen zum Greifen. Jumper sieht aus wie ein Spielzeug, ist aber auch ein Forschungsroboter des chinesischen Unternehmens KingKong Technology.

Der Roboter wurde bereits im Juli 2026 auf der World Artificial Intelligence Conference in Shanghai gezeigt. Jetzt hat das Unternehmen die Baupläne und Software inklusive einer Simulations- und Trainingsumgebung auf GitHub veröffentlicht. Damit können Entwickler, Studenten und Hobbybastler den Roboter nachbauen und eigene Bewegungen entwerfen.

Was Jumper kann

Jumper hat 22 Gelenke, die von ebenso vielen taktilen Servos angetrieben werden. Jeder dieser Servos stammt aus eigener Entwicklung und enthält zwei magnetische Encoder, also Sensoren, die die genaue Position von Motor und Gelenk messen. Einer ist für die Motorposition zuständig, der andere für die Gelenkposition. Diese Präzision braucht es auch, denn Jumper soll nicht nur laufen, sondern auch springen.

Jumper beim Springen.
Jumper beim Springen.
Quelle: KingKong Technology

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 0,5 Metern pro Sekunde, die maximale Greiflast bei einem Kilogramm. Der Akku hält rund zwei Stunden und lässt sich wechseln. Geladen wird über USB-C mit bis zu 140 Watt.

Jumper schrubbt den Boden.
Jumper schrubbt den Boden.
Quelle: KingKong Technology

Für die Wahrnehmung seiner Umgebung nutzt Jumper einen dToF-Tiefensensor mit 2268 Messpunkten pro Frame, eine 5-Megapixel-Kamera mit einem diagonalen Sichtfeld von 162 Grad sowie eine 6-Achsen-IMU (Messeinheit für Trägheit). Als Rechner dient ein Rockchip RK3576 mit acht Kernen und einer NPU, die 6 TOPS für KI-Aufgaben liefert.

Jumper tanzt.
Jumper tanzt.
Quelle: KingKong Technology

Was Open Source für diesen Roboter bedeutet

Auf GitHub findet sich nicht nur die Hardware-Dokumentation inklusive Stückliste, sondern auch ein AI-Toolkit. Damit lassen sich mittels Anweisungen in natürlicher Sprache neue Bewegungen, Gehäusedesigns und Szenen erstellen. Die Trainingsumgebung basiert auf der Simulation MuJoCo und dem Reinforcement-Learning-Algorithmus PPO.

Jumper als Katzen-Krabbe.
Jumper als Katzen-Krabbe.
Quelle: KingKong Technology

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den sogenannten Skins, also den Gehäusedesigns. Im Design-Repository finden sich bereits fertige Vorlagen, darunter eine «Honeybee», eine «Lucky Cat» und eine «Raphael Turtle». Wer eigene Designs entwirft, kann diese als .skin-Dateien exportieren. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Hol schnell fein – das Honiglein.
Hol schnell fein – das Honiglein.
Quelle: KingKong Technology

Wer eigene Bewegungen entwickelt, kann diese als .app-Pakete exportieren. Für Szenen gibt es .map-Dateien.

Mitmachen und einen Krabben-Roboter gewinnen

KingKong Technology verlost 100 baugleiche Jumper. Wer mitmachen will, erstellt in der Simulationssoftware eine eigene Bewegung, ein Gehäusedesign oder eine Szene und reicht ein Bildschirmvideo davon ein. Die Crab Robot Open Source Challenge läuft seit dem 30. September 2026.

Dazu braucht es aber einige Jumper.
Dazu braucht es aber einige Jumper.
Quelle: KingKong Technology

Einen Preis für den fertigen Roboter hat KingKong Technology noch nicht genannt. Ob und wann diese Version in den Handel kommt, ist derzeit unklar. Das Unternehmen ist vor allem für seine magnetischen Servo-Encoder bekannt. Nach eigenen Angaben liegt sein Marktanteil bei diesen Bauteilen für humanoide Roboter in China bei über 80 Prozent.

Titelbild: KingKong Technology

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Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


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