
Lazer «Blade KinetiCore»: Gravelhelm für Einsteigerinnen und Einsteiger
Gute Belüftung, guter Tragekomfort und vor allem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Der neue Gravelhelm «Blade KinetiCore» von Lazer Sport ist für passionierte Hobbyfahrerinnen und -fahrer gemacht, die gerne abseits befestigter Strassen unterwegs sind. Alles in allem ein solider Einstiegshelm.
Der belgische Hersteller von Velohelmen Lazer Sport bringt einen neuen Helm in den Handel, den ich bereits vor der Lancierung während einiger Wochen testen konnte. Die Markteinführung ist auf Januar 2027 geplant. Hier vorab schon mal meine Eindrücke zum neuen «Blade KinetiCore»:
Tragekomfort und Look
Der Tragekomfort des «Blade KinetiCore» ist insgesamt gut. Mit seinen exakt 258 Gramm in Grösse M liegt er bezüglich Gewicht irgendwo im Mittelfeld. Nicht superleicht, aber auch nicht zu schwer. Lazer hat einen neuen Riementeiler entwickelt, der den Tragekomfort und die Passform optimieren soll. Das Teil bietet mehr Flexibilität, die Riemenposition individuell anzupassen. Das Ergebnis sei «eine bessere Passform, verbesserte Ergonomie und ein persönlicheres Tragegefühl». Naja, von einem «persönlichen Tragegefühl» würde ich nun nicht sprechen, der Sitz des Helms ist aber auf jeden Fall top. Daran gibt es nichts auszusetzen.
Der «Blade KinetiCore» übernimmt Designelemente des Vorgängermodells: Die Doppelschalenkonstruktion mit Ober- und Unterschale ergibt einen eleganten Look. Das Profil des Helms ist allerdings stromlinienförmiger und schmaler als sein Vorgänger, was zu einem modernen, aerodynamischen Aussehen beiträgt. Insgesamt trägt das zu einem durchaus aggressiven Charakter bei, was ein wenig im Widerspruch zur eingangs erwähnten Zielgruppe steht.


Lüftung
Auch an der Lüftung dieses Helms, den es in insgesamt acht Farben und den Grössen S, M und L geben wird, habe ich nichts auszusetzen. Die Temperaturen lagen in den letzten Tagen regelmässig um die 30 Grad. Da kommst du so oder so ins Schwitzen. Während der Fahrt sorgt die Konstruktion des «Blade KinetiCore» mit den diversen Lüftungsöffnungen jedoch für ausreichend Abkühlung.
Die Sache mit der Brille
Gemäss Hersteller sollen bis zu 80 Prozent aller Brillenmodelle für diesen Helm geeignet sein. Präziser formuliert, sollen acht von zehn Brillen in der «Dockingzone» parkiert werden können, solltest du die Brille vor, während oder nach der Fahrt nicht nutzen. Diese Zone ist rechts und links am Helm «strategisch positioniert», wie Lazer schreibt.
Meine Erfahrung damit sieht ein wenig anders aus: Von acht Modellen sieben unterschiedlicher Hersteller wie Scott, BBB, Invu, Dirtlej, Out of, Coast Optics und React lassen sich fünf in der «strategisch positionieren Dockingzone» parkieren. Bei drei von mir getragenen Brillen funktioniert das leider nicht. Das wären dann also 5/8 oder 62,5 Prozent.

Vergleichbare Konkurrenz
Lazer vermarktet seinen neuen Gravelhelm übrigens als Konkurrenzprodukt zu Helmen wie den «Agilis Mips» von Giro, den «Powerdome» von Abus, den «Idolo» von Met oder den Kask «Sintesi».
Der «Blade KinetiCore» kann der richtige Velohelm sein für alle, die das (Gravel)biken als Hobby betrachten, Fahrspass dem Wettkampf vorziehen und gerne abseits befestigter Strasse unterwegs sind. Natürlich funktioniert er aber auch auf ebensolchen.
Markteinführung des neuen Gravelhelms von Lazer Sport ist im Januar 2027 geplant. Der Verkaufspreis soll um die 100 Franken liegen.

Vom Radiojournalisten zum Produkttester und Geschichtenerzähler. Vom Jogger zum Gravelbike-Novizen und Fitness-Enthusiasten mit Lang- und Kurzhantel. Bin gespannt, wohin die Reise noch führt.
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