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Diese neuen Faltphones stellt Nubia in Japan vor
von Michelle Brändle

Bisher kannte man Motorola-Foldables nur im Taschenformat. In Barcelona zeigt der Hersteller sein erstes grosses Foldable und verrät alle Details.
Nach Samsung, Honor und Huawei wagt auch Motorola den Schritt zum grossen Faltphone. Gezeigt hat es der Hersteller bereits im Januar in Las Vegas und beim MWC in Barcelona konnte ich mir einen ersten Eindruck vom Razr Fold verschaffen.
Das Razr Fold ist zusammengeklappt so gross wie ein reguläres Smartphone, aufgeklappt wird es zum Mini-Tablet mit Stiftunterstützung. Trotz Klappfunktion verspricht Motorola eine starke Performance, lange Akkulaufzeiten und gute Kameras.
Motorola zeigt sein Foldable in zwei schicken Varianten. Das «Lilienweiss» schimmert sanft, und die schwarze Version hat eine etwas rauere Haptik. Der Kamerabuckel ist mit einem sanften Übergang in das Gehäuse eingearbeitet. Das Foldable fühlt sich robust und wertig an, und auch beim Scharnier hat der Hersteller – wie schon bei seinen kleineren Foldables – gute Arbeit geleistet.

Das Aussendisplay des Razr Fold ist ein 6,6 Zoll grosses OLED-Display mit einer Bildwiederholrate von 1–165 Hertz. Es erreicht in der Spitze eine Bildschirmhelligkeit von bis zu 6200 Nits. Das ist ordentlich und sollte das Display auch bei direktem Sonnenschein ablesbar machen.
In geöffnetem Zustand misst das Smartphone 8,1 Zoll und ist lediglich 4,7 Millimeter dünn. Konkurrent Samsung weist beim Galaxy Z Fold 7 mit 4,2 Millimetern Dicke und 8 Zoll in geöffnetem Zustand ähnliche Masse auf.

Gorilla Glass Ceramic 3 schützt das Aussendisplay des Razr Fold. Das robuste Material soll Stürze auf den Asphalt von einem Meter Höhe unbeschadet überstehen. Das Glas minimiert zusätzlich Lichtreflexionen.
Das Razr Fold wiegt lediglich 240 Gramm, also nur 40 Gramm mehr als ein handelsübliches Smartphone. Es ist nach IP49 zertifiziert. Das bedeutet Schutz grösseren Fremdkörpern und wasserdicht bis 1,5 Meter tiefem Süsswasser. Damit ist es gleichauf mit dem Samsung Galaxy Z Fold 7.
Das Motorola Razr Fold wird von einem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 angetrieben. Dieser liegt leistungsmässig etwas hinter dem aktuell stärksten Chip, dem Snapdragon 8 Elite Gen 5. Arbeitsspeicher gibt es wahlweise 12 oder 16 Gigabyte.
Der Akku fällt mit 6000 mAh beeindruckend gross aus und soll laut Motorola stundenlang halten, damit sich Nutzer keine Gedanken machen müssen. Genauere Angaben macht der Hersteller zur Laufzeit nicht. Der Akku lässt sich mit bis zu 80 Watt am Kabel laden und noch mit 50 Watt ohne Kabel.

Für Fotos verbaut Motorola drei 50-Megapixel-Kameras auf der Rückseite. Die Telelinse bietet einen dreifachen optischen Zoom. Selfies machst du wahlweise mit 32 (aussen) oder 20 Megapixeln (innen).
Motorola liefert das Razr mit Android 16 und eigener Benutzeroberfläche aus. Mit dabei ist auch ganz viel KI von Motorola und Google. Beispielsweise «Circle to Search», diverse Möglichkeiten in der Bildbearbeitung oder die «Skizze zu Bild»-Funktion. Softwareupdates verspricht der Hersteller für sieben Jahre – für Android und Sicherheitspatches gleichermassen. Damit ist Motorola gleichauf mit Konkurrenten Samsung und Google.
Zusammen mit dem Formfaktor bietet Motorola softwareseitig einige praktische Funktionen. Du kannst etwa beim aufgeklappten Gerät zwei Apps nebeneinander nutzen oder das Gerät halb aufgeklappt hinstellen. Dann wechselt das Razr Fold automatisch in eine Kalenderansicht mit Datum und Uhrzeit.

Zudem unterstützt das Smartphone auf beiden Displays den neuen (separat erhältlichen) Motorola Pen Ultra. Mit diesem kannst du auf dem Phone Notizen und Skizzen erstellen. Der Pen Ultra reagiert auf verschiedene Druckstufen und hat einen Knopf für ein Schnellauswahlmenü. Allerdings kommt er in einem separaten Ladecase, was den Pen unterwegs weniger praktikabel macht.

Erhältlich ist das Razr Fold in Schwarzblau mit angerauter Rückseite und in Lilienweiss und kostet 1999 Franken (UVP). Das sind etwa 2200 Euro. Eine Spezialedition für Fussballfans in Schwarz mit vergoldetem Rahmen und Fifa-Logo hat Motorola ebenfalls vorgestellt. Der Vorverkauf beginnt am 13. April, ausgeliefert werden die Geräte ab dem 15. Mai. Wann genau die Geräte bei uns im Shop sind, ist noch in Abklärung.
Seit ich einen Stift halten kann, kritzel ich die Welt bunt. Dank iPad kommt auch die digitale Kunst nicht zu kurz. Daher teste ich am liebsten Tablets – für die Grafik und normale. Will ich meine Kreativität mit leichtem Gepäck ausleben, schnappe ich mir die neuesten Smartphones und knippse drauf los.
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