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News & Trends

Neue Batterie lädt Elektroautos in nur 9 Minuten

Kim Muntinga
11/3/2026

Vergiss lange Pausen an der Raststätte. Mit der Blade-Batterie 2.0 lädt BYD dein Elektroauto in weniger als zehn Minuten fast vollständig auf. Das macht das Laden künftig fast so schnell wie das Tanken.

Eine Kaffepause an der Raststätte reicht ab sofort aus, um ein Elektroauto zu laden. Neun Minuten. So lange soll es dauern, bis die neue Blade-2.0-Batterie von BYD von zehn auf 97 Prozent geladen ist.

Was lange als physikalische Grenze für Lithium-Batterien galt, will der chinesische Hersteller nun überwinden. Anfang März 2026 stellte BYD die zweite Generation seiner Blade-Zelle vor und brachte sie in die Produktion. Das Unternehmen verspricht damit nichts weniger als eine neue Benchmark für Ladegeschwindigkeit und Alltagstauglichkeit von Elektroautos.

Die Blade-Batterie selbst ist keine neue Erfindung. BYD verbaut die flachen, klingenförmigen Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) bereits seit 2020. Ihr Vorteil gegenüber klassischen NMC-Batterien: Sie kommen ohne teures Kobalt und Nickel aus, gelten als langlebiger und reagieren deutlich stabiler bei Beschädigungen.

Der Preis für diese Robustheit war bislang eine geringere Energiedichte. Genau hier setzt die zweite Generation an.

Was die neue Zelle technisch anders macht

Mit der neuen Blade 2.0 erreicht BYD Ladeleistungen von bis zu 1500 Kilowatt. Möglich macht das eine neue 1000-Volt-Architektur, die der Hersteller als «Super e-Platform» bezeichnet.

Die flachen Blade-Zellen werden direkt in das Batteriepack integriert und sparen so Platz im Fahrzeugboden.
Die flachen Blade-Zellen werden direkt in das Batteriepack integriert und sparen so Platz im Fahrzeugboden.
Quelle: BYD

Kern der Technik ist eine sogenannte «Flash-Release»-Kathode mit optimierter Partikelstruktur. Sie erlaubt eine dichtere Materialpackung und beschleunigt den Transport der Lithiumionen innerhalb der Zelle. Ergänzt wird sie durch einen KI-optimierten Elektrolyten mit besonders hoher Ionenleitfähigkeit sowie eine Anode mit dreidimensionaler Lithiumeinlagerungsstruktur.

Diese Kombination sorgt dafür, dass die Batterie hohe Ladeleistungen über einen ungewöhnlich langen Bereich halten kann. Während herkömmliche Schnellladesysteme ab etwa 80 Prozent Ladezustand deutlich drosseln, bleibt der Energiefluss hier bis kurz vor der Vollladung hoch.

Das Ergebnis: In nur fünf Minuten lässt sich der Ladestand von zehn auf 70 Prozent bringen, in neun Minuten von zehn auf 97 Prozent. Zum Vergleich: der Porsche Taycan, eines der am schnellsten ladenden Elektroautos westlicher Hersteller, benötigt 18 Minuten für den Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent.

Neben der Ladegeschwindigkeit verbessert BYD auch die Energiedichte des Batteriepakets. Durch eine optimierte Zellanordnung soll diese um rund fünf Prozent steigen. In Fahrzeugen wie dem Denza Z9 GT führt das im chinesischen Testzyklus zu Reichweiten von über 1000 Kilometern. Auf europäischen Straßen dürfte das reale Reichweiten von etwa 800 Kilometern bedeuten.

Kälte bleibt der grosse Test

Ein Problem vieler Elektroautos zeigt sich vor allem im Winter. Niedrige Temperaturen verlangsamen die chemischen Prozesse im Akku und verlängern die Ladezeiten deutlich.

BYD verspricht, auch dieses Problem weitgehend gelöst zu haben. Selbst nach 24 Stunden bei minus 30 Grad Celsius soll die Batterie in rund zwölf Minuten von 20 auf 97 Prozent geladen werden können. Falls sich diese Werte im Alltag bestätigen, wäre das ein deutlicher Fortschritt gegenüber bisherigen Systemen.

Auch an konventionellen Schnellladesäulen soll die Blade 2.0 Vorteile bieten. Laut Hersteller kann sie dort 30 bis 50 Prozent mehr Energie pro Zeiteinheit aufnehmen als heutige Elektroauto-Batterien.

Die nötigen Ladesäulen fehlen noch

Ein Problem gibt es aber noch: Das volle Potenzial der Batterie entfaltet sich nur an hauseigenen Spezialsäulen. Diese sogenannten «Flash Charger» liefern bis zu 1500 Kilowatt Leistung. Sie arbeiten mit integrierten Pufferbatterien, die Energie zwischenspeichern und beim Ladevorgang gebündelt abgeben.

An den Flash-Chargern erreicht die Blade-2.0-Batterie ihre maximale Ladeleistung.
An den Flash-Chargern erreicht die Blade-2.0-Batterie ihre maximale Ladeleistung.
Quelle: BYD

Bis Ende 2026 plant BYD rund 20 000 dieser Stationen in China, etwa 2000 davon entlang wichtiger Autobahnen. Bereits in den ersten Monaten des Jahres nahm das Unternehmen mehr als 4200 Standorte in Betrieb.

Auch Europa steht inzwischen auf der Roadmap: Erste Pilotstationen sind für das vierte Quartal 2026 in Hamburg, Oslo und Amsterdam angekündigt. Ein flächendeckender Ausbau dürfte jedoch noch Zeit brauchen.

Titelbild: Denza

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