
Speicherkrise: Jetzt werden auch GPUs markant teurer
Die Grafikkartenpreise blieben trotz Speicherkrise die letzten Monate relativ stabil. Damit ist jetzt Schluss. GPUs werden deutlich teurer.
Wie PC Gamer berichtet (via Economic Daily News) plant Nvidia Preiserhöhungen des Grafikchips und zugehörigem Speicher von 20 bis 30 Prozent. Diese Preise sollen für Nvidias Board-Partner wie Asus, MSI und Co gelten. In welchem Umfang diese die Erhöhungen weitergeben, sei noch unklar, so PC Gamer.
Fakt ist: Die Preise werden bereits weitergegeben. Ende Juli stiegen die Einkaufspreise der Nvidia-Karten um rund 25 Prozent, wie mir das Category-Management von Digitec Galaxus bestätigt. Früher oder später zahlst du deshalb auch als Kunde oder Kundin mehr.
Hinzu kommt, dass die angekündigten Erhöhungen die Knappheit der Grafikkarten nur noch verschärfen. Lieferanten und Shops kaufen die noch günstige Lagerware auf, wodurch die Bestände schrumpfen. Die sind aufgrund der Speicherkrise, die durch den KI-Boom ausgelöst wurde, sowieso klein. Dadurch werden sich die Preise die kommenden Monate wohl nur weiter hochschaukeln.
Falls du jetzt auf AMD hoffst, muss ich dich enttäuschen: Der Hersteller zieht ebenfalls mit. Wie PC Gamer schreibt, plant das Unternehmen Preiserhöhungen von mindestens zehn Prozent. AMD habe nur gewartet, bis Konkurrent Nvidia den ersten Schritt macht, um dann nachzuziehen.
Wann das Ganze ein Ende hat? Entweder, wenn die KI-Blase platzt oder wenn die Speicherhersteller ihre Kapazitäten erhöhen. Letzteres dürfte noch länger dauern. Samsung hat kürzlich bekannt gegeben, dass die Speicherkrise 2027 wohl noch schlimmer werden dürfte.
Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.
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