
Spotify lässt User KI-generierte «Remixes» erstellen
Im Rahmen einer Investorenveranstaltung hat Spotify diverse Neuerungen angekündigt. Am meisten Aufsehen erregt die Möglichkeit, eigene KI-generierte Songs zu erstellen.
Schon länger verhandelt Spotify mit grossen Musiklabels, um KI-Generierung zu ermöglichen. Mit Universal Music Group haben sich die Schweden nun offenbar einigen können. Der Musikkonzern gibt sein Einverständnis für eine KI-Generierung durch die Nutzerinnen und Nutzer.
Wer ein Premium-Abo bei Spotify hat, kann in Zukunft auf KI-Basis Covers und Remixes von Songs erstellen. Für diese Funktion werden die User zur Kasse gebeten. Laut «The Verge» können Künstler diese Nutzung verweigern. In der Spotify-Mitteilung steht das so allerdings nicht drin; dort ist lediglich davon die Rede, dass das Ganze auf Zustimmung basiert. Genaueres zur neuen Funktion wie Preise oder Startdatum ist noch nicht bekannt.
Spotify setzt überall auf KI
Auch in den übrigen Zukunftsplänen von Spotify spielt künstliche Intelligenz eine grosse Rolle. Der Streaming-Konzern hat angekündigt, dass sich Autoren im Selbstverlag Hörbücher generieren lassen können. Ebenfalls neu sind individuelle KI-Podcasts. Allerdings hören sich die Anwendungsbeispiele nicht nach klassischem Podcast an, sondern eher nach vertonten Antworten eines KI-Assistenten. So soll man sich zum Beispiel ein «tägliches Briefing» anhören können. Dafür ist eine separate Desktop-App namens Studio nötig.
Schliesslich hat Spotify angekündigt, dass die grössten Fans einer Band oder einer Musikerin zwei Tickets für ein Konzert in ihrer Nähe reserviert bekommen. Wer die grössten Fans sind, ermittelt die Musikplattform anhand von Streams, geteilten Links und «anderen Spotify-Aktivitäten». Dabei soll auch sichergestellt sein, dass die Tickets nicht an Bots gehen. Das Ganze startet in den USA und soll später auf andere Länder ausgeweitet werden.
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.
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