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Ratgeber

Windows-Tipp: Drücke auf keinen Fall Shift+Ctrl+Win+Alt+L

Martin Jud
10/9/2026

In Windows 11 schlummert eine Tastenkombination, die LinkedIn im Standardbrowser öffnet. Sie ist so umständlich, dass sie niemand freiwillig benutzt. Unfreiwillig ebenfalls nicht. Höchstens, wenn du stolperst und zufällig drauf landest.

Es gibt Tastenkombinationen, die alle kennen. Ctrl+C für Kopieren. Ctrl+V für Einfügen. Ctrl+Z für den Schritt zurück, den du gerade bereust. Und dann gibt es Shift+Ctrl+Win+Alt+L. Fünf Tasten, die du ebenfalls bereust. Eine Hand allein schafft das nicht. Und was passiert, wenn du es doch tust? LinkedIn öffnet sich im Standardbrowser.

Tracking-Parameter und Herkunft

Dabei hängt Windows der URL einen Tracking-Parameter an. Der Parameter lautet «?trk=Officekey» und steht in der Adresszeile. LinkedIn kann also nachvollziehen, wie viele Nutzer über diesen Shortcut hereinkommen.

Die Erklärung für den Shortcut ist unspektakulär. Ursprünglich hatten manche Microsoft-Tastaturen eine eigene Office-Taste. Das Drücken auf Office-Taste+L öffnete LinkedIn. Microsoft dokumentiert das offiziell in seinem Support. Die physische Office-Taste gibt es kaum noch. Dafür gibt es heute den Copilot-Knopf. Eine Taste, die unter den Usern noch verhasster ist, als es die Office-Taste jemals war. Eine Taste, die ebenfalls bald wieder verschwinden dürfte.

Leider lebt die Office-Taste insgeheim auch in der heutigen Zeit weiter, da es einen Shortcut gibt, der sie emuliert. Genauer tut das Shift+Ctrl+Win+Alt. Abschalten lässt sich der Shortcut, der Longcut heissen sollte, nicht so einfach. Willst du ihn loswerden, brauchst du Tools wie PowerToys. In PowerToys lässt sich die Kombination unter «Keyboard Manager» umbelegen oder ganz deaktivieren.

Warum LinkedIn?

Microsoft hat LinkedIn 2016 gekauft. Der Shortcut stammt vermutlich aus einer Zeit, in der das Unternehmen plante, LinkedIn enger in Windows zu integrieren. Übrig geblieben ist eine Tastenkombination, die so unbequem ist, dass sie praktisch niemand nutzt.

Dabei ist LinkedIn ohnehin ein spezielles Netzwerk. Du bist dort, falls du dich in ferner Zukunft mal entscheiden solltest, den Arbeitgeber zu wechseln. Ansonsten ist es wie Facebook eine Werbeschleuder ohne grossen Nutzen. Nur dass sich dort nicht nur Boomer tummeln, sondern alle, die hoffnungsvoll auf den grossen Gewinn im Leben setzen. Menschen, die auf die Insel wollen. Oder den grossen Lotto-Jackpot. Oder den Hauptgewinn im Casino. Alle, die fest daran glauben, dass der nächste Klick die grosse Chance bringt.

Wenn du also in Zukunft aus Versehen mit der flachen Hand auf die Tastatur haust und plötzlich im LinkedIn-Feed landest, jetzt weisst du, warum.

Titelbild: Shutterstock

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Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


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