
Alte Hardware, neuer Spitzenpreis: Nvidia macht die Shield TV Pro drastisch teurer
Trotz jahrelang unveränderter Technik zieht Nvidia die Preise für die Shield TV Pro spürbar an. Höhere Bauteilkosten machen die beliebte Streaming-Box überraschend zum Luxusprodukt.
Für viele Heimkino-Fans gehört Nvidias Shield TV seit Jahren zur Standardausstattung. Die Android-TV-Box eignet sich nicht nur für Netflix und andere Streamingdienste, sondern auch für die Wiedergabe hochauflösender Filme aus dem Heimnetzwerk.
Nun hat Nvidia eine saftige Preiserhöhung für die Pro-Variante der Box angekündigt: Anstatt der bislang rund 220 Euro oder 204 Franken sind nun 329 Euro oder 306 Franken fällig. Am Produkt ändert sich nichts. Die Hardware stammt weiterhin aus der 2019 veröffentlichten Modellgeneration und setzt auf Nvidias Tegra-X1+-Chip, kombiniert mit drei Gigabyte RAM und 16 Gigabyte Speicher. Als Grund nennt Nvidia gestiegene Komponentenkosten, darunter höhere Speicherpreise.
Die Einstiegsvariante der Box, die röhrenförmige Shield TV, stellt Nvidia ganz ein. Das Gerät wird nicht mehr nachproduziert. Das überrascht nicht vollends, denn es war im Nvidia-Shop bereits seit einiger Zeit als «nicht verfügbar» gelistet. Auch die Shield TV Pro ist beim Hersteller aktuell trotz der Preiserhöhung nicht erhältlich. Anfang 2026 hat das Unternehmen bekräftigt, die Streaming-Box noch lange weiter mit Updates zu versorgen. Ein Nachfolgemodell ist demnach nicht in Sicht.
Die Entscheidung sorgt in der Technikszene für Diskussionen. Zwar sind Preiserhöhungen aufgrund der aktuellen Speicherkrise nichts Neues, doch für eine Plattform, die seit sieben Jahren praktisch unverändert verkauft wird, ist eine solche Preissteigerung ein starkes Stück. Dazu kommt, dass sich Nvidia stark im KI-Geschäft engagiert, das maßgeblich zur aktuellen Speicherknappheit beiträgt.
Durch das neue Preisschild katapultiert sich die Shield TV Pro ins preisliche Premium-Segment, obwohl die technische Basis mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen ist. Apple TV 4K bietet deutlich modernere Hardware, Google positioniert seinen Google TV Streamer als Nachfolger des Chromecast und Amazons Fire-TV-Geräte decken nahezu alle Preisklassen ab. Alle Konkurrenzgeräte sind günstiger als die Shield TV Pro.
Fühlt sich vor dem Gaming-PC genauso zu Hause wie in der Hängematte im Garten. Mag unter anderem das römische Kaiserreich, Containerschiffe und Science-Fiction-Bücher. Spürt vor allem News aus dem IT-Bereich und Smart Things auf.
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