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Tony Campbell/Shutterstock
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Bär Backpack gewinnt die «Fat Bear Week» in Alaska

Der Bikini-Sommer ist vorbei, jetzt zählt Winterspeck: In Alaska wurde der Bär mit den grössten Fettreserven ausgezeichnet. Und das aus gutem Grund.

Das ist mal ein Tierwettbewerb der anderen Art: Im US-Bundesstaat Alaska ging am 29. September die 12. Ausgabe der «Fat Bear Week» zu Ende. 16 Braunbären des Katmai-Nationalparks kämpften um die Gunst von Online-Votern aus aller Welt. Stimmen erhielt, wer beim Fischfang am meisten überzeugte und sich vor dem Winterschlaf die grössten Fettpolster zulegte.

Den Titel des dicksten Bären sicherte sich dieses Jahr Bär 89 «Backpack». Mit 103 334 zu 98 253 Stimmen setzte er sich gegen das namenlose Weibchen 910 durch. Bereits seine Mutter Holly gewann 2006 die Fat Bear Week. Seinen Spitznamen verdankt «Backpack» einer Angewohnheit aus der Jugend: Beim Schwimmen kletterte er oft auf den Rücken seiner Mutter. Anders als viele andere Bärenmännchen tritt er kaum aggressiv auf. Stattdessen behauptet er sich mit ruhiger Stärke und sichert sich so begehrte Angelplätze.

Backpack trägt seinen Bauch mit Stolz.
Backpack trägt seinen Bauch mit Stolz.
Quelle: explore.org

So lief es ab

Die «Fat Bear Week» wird jährlich im Katmai-Nationalpark veranstaltet. Rund zweieinhalb Millionen Stimmen aus mehr als 100 Ländern wurden online abgegeben. Die Fans konnten anhand von Livekameras verfolgen, wie sich die schlanken Frühlingsbären innerhalb weniger Monate zu massigen Schwergewichten entwickelten. Das ist nicht nur witzig zu verfolgen, sondern vermittelt vor allem eine wichtige Botschaft: Je dicker der Bär, desto besser sind seine Chancen, den langen Winter zu überstehen.

Ein Wettbewerb mit Sinn

Damit hebt sich die «Fat Bear Week» von vielen anderen Tierwettbewerben ab, die primär der Unterhaltung dienen und die Ästhetik ins Zentrum stellen. Dieser Wettbewerb macht ganz ohne menschlichen Eingriff sichtbar, wie wichtig Fettreserven vor dem Winterschlaf sind. In ihrer Höhle fressen, trinken, urinieren und koten die Braunbären nie. Daher müssen sie sich in rund sechs Monaten die Nahrungsmenge für den Rest des Jahres anfressen. Rotlachse sind besonders wichtig. Deshalb ist auch das Geschick der Bären beim Fischfang entscheidend.

Für den Gewinner ist der Titel des dicksten Bären also keine Beleidigung, sondern ein Kompliment für seinen Überlebensvorteil.

Was hältst du von der «Fat Bear Week»? Verrate es in einem Kommentar.

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Titelbild: Tony Campbell/Shutterstock

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Ich liebe alles, was vier Beine oder Wurzeln hat – besonders meine Tierheimkatzen Jasper und Joy sowie meine Sukkulenten-Sammlung. Am liebsten pirsche ich auf Reportagen mit Polizeihunden und Katzencoiffeurinnen umher oder lasse in Gartenbrockis und Japangärten einfühlsame Geschichten gedeihen. 


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