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Mova V70: Saugroboter streckt sich bis in die letzte Lücke
von Lorenz Keller

Dreame bringt den ersten Saugroboter, der Treppen steigen kann. Allerdings nur mit Hilfe des Cyber-X-Transportroboters. Der trägt die ebenfalls neu vorgestellte X60-Serie die Stufen hoch.
Verschiedene Hersteller haben Saugroboter angekündigt, die Treppen steigen. Manche Roboter klettern selbst, andere brauchen Hilfe. Dreame bringt als Erstes ein fertiges Serienmodell auf den Markt. Der Cyber X ist allerdings ein reines Transportsystem, das den eigentlichen Saugroboter Huckepack nimmt und die Stufen hoch trägt.

Er bewältigt verschiedene Treppenarten: L-förmig, gerade, Wendeltreppen oder offene Stufen. Treppen aus Holz, Beton oder Metall meistert er ebenso wie solche aus Teppich. Maximal schafft der Transporter eine Steigung von 42 Grad. Besonders schnell geht das nicht: Pro Stufe benötigt er 27 Sekunden.
Das System putzt übrigens nicht nur die verschiedenen Stockwerke, sondern auch die Treppen. Zwei Zusatzbürsten und die Saugkraft des aufgeladenen Roboters befreien die Stufen von Staub und Krümel. Eine Nassreinigung ist aber nicht möglich.
Der Cyber X lässt sich mit verschiedenen Modellen kombinieren. Zum Start trägt er die drei Versionen der X60-Serie hoch. Er soll auch mit zukünftigen Modellen kompatibel sein.
Bei den Saugrobotern fährt Dreame wie andere Hersteller zweigleisig. Bei der Aqua-Serie wischt eine selbstreinigende Rolle den Boden. Beim X60 Pro sind es wie beim Vorgänger X50 runde Mopps, die jeweils in der Basisstation gesäubert werden.
Der Hersteller aus China hat dabei das Moppsystem verbessert: Die sind neu beheizt, so dass der Roboter mindestens vier Minuten mit 40 Grad warmem Wasser den Boden schrubbt. Und das mit einem Anpressdruck von 15 Newton, was Flecken besser entfernen soll. Die Basisstation reinigt die Mopps mit 100 Grad heissem Wasser und trocknet sie mit warmer Luft.

Mit zwei KI-Kameras und weiteren Sensoren ausgestattet, erkennt der Roboter nun 320 Hindernistypen und erstmals auch transparente Flüssigkeiten. Diese wischt er automatisch mit den Mopps weg. Dreame hat zudem die Saugkraft erhöht: Statt 20 000 Pascal wie beim X50 sind es nun beim X60 42 000 Pascal.
Der X60 klettert ohne Transporter über 5,2 Zentimeter hohe Einzelschwellen und zehn Zentimeter hohe Doppelschwellen. Kein anderer Saugroboter schafft so viel.
Der Hersteller verbessert nicht nur bekannte Features, er baut auch zwei neue ein: eine Schnelllade-Funktion und lange Putzarme.
Der X60 lädt 24 Prozent des Akkus in nur fünfeinhalb Minuten. Bei jeder Reinigung der Wischpads verlängert sich die Laufzeit, so dass der Roboter bis 1000 Quadratmeter Fläche am Stück putzen kann.
Die Seitenbürste fährt bis zu zwölf Zentimeter aus, das Mopppad auf der rechten Seite bis zu 18 Zentimeter. Möglich machen das zweigliedrige Roboterarme. Der X60 erreicht damit Ränder und Ecken besser, aber auch Bereiche unter Sockeln und Möbelaussparungen, die Saugroboter bisher nicht reinigen konnten. Zum Vergleich: Der X50 konnte seine Arme nur zwei und vier Zentimeter zur Seite strecken.

Der X60 Pro ist in drei Varianten erhältlich, die alle auch mit dem Transportroboter Cyber X kompatibel sind. Der X60 Pro Ultra Complete ist das Standardmodell. Der X60 Pro Master hat eine andere Basisstation, die sich ans Wasser- und Abwassersystem anschliessen lässt. Der X60 Pro Ultra Matrix kommt mit einer Mopp-Wechselstation. Je nach Bodenbelag bestückt sie den Roboter mit drei unterschiedlichen Mopps und Reinigungsmitteln.
Wann genau die Modelle in den Handel kommen und wie viel sie kosten, gibt Dreame erst am 27. Mai an einem Event in Paris bekannt.
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