

Die Sportbrille «Lake Prespa X» von Tripoint im Test
Tripoint aus Schweden kombiniert funktionelle Sport- und Skibrillen mit minimalistischem skandinavischen Design. Unter anderem auch bei der «Lake Prespa X». Ich habe das Modell beim Mountainbiking ausprobiert.
Dreiländereck oder auf Englisch «Tripoint»: Weltweit soll es rund 157 solcher Knotenpunkte geben, an denen die Grenzen dreier Länder aufeinandertreffen. Das Dreiländereck Basel, in meiner Heimatstadt, ist so ein Punkt. Da bleibt mir fast nichts anderes übrig, als früher oder später Produkte des Brands Tripoint auszuprobieren.
Den Auftakt macht das Modell «Lake Prespa X», das mir die Herstellerin für den Test zur Verfügung gestellt hat und das im Anschluss zurück zur Absenderin geht.
Zufällig gewählt ist der Name Tripoint selbstverständlich nicht. 2022 in Göteborg gegründet, wollten Elina Svensson und Jesper Englund die Welt der Mode, des Sports und der Nachhaltigkeit zusammenführen. Auf der Webseite des Unternehmens wird ein wenig pathetisch davon gesprochen, nicht bloss eine weitere Sport- respektive Brillenmarke sein zu wollen. «Wir sind der neue Mix» steht da. Und weiter: «Wir sind eine neue Art, technische, modische und nachhaltige Brillen zu kreieren und diese Vision mit Euch zu teilen.»
Naja, in Sachen Marketingsprech steht das hippe Start-up aus Schweden den etablierten Marken schon mal in nichts nach. Überzeugen aber auch die Brillen?

Tripoint «Lake Prespa X»
Du wechselst bei diesem Modell mit wenigen Handgriffen zwischen einer Voll- und einer Halbrahmenkonfiguration. Dabei kommt auch das im Lieferumfang enthaltene zusätzliche Nasenpad zum Einsatz. Ich habe mich beim Test für die Variante mit dem Vollrahmen entschieden. So gefällt mir das Design der Brille besser. Das ist aber natürlich reine Geschmackssache. Weiter enthält der Lieferumfang ein faltbares Hardcase und einen Mikrofaserbeutel. Es gibt die «Lake Prespa X» grundsätzlich in vier verschiedenen Rahmendesigns mit drei unterschiedlichen Glasfarben.
Ein Adapter für Korrekturgläser kann separat dazugekauft werden.
Tripoint gibt bei der Testbrille die Glasfarbe Brown/Red Multi an. Rote Linsen bieten in der Regel einen eher hohen Kontrast auf grauen Oberflächen. Damit würde sich dieses Glas auch für die Strasse eignen, es funktioniert aber auf dem Trail ebenfalls sehr gut.

Das zylindrische, weit gezogene Glas aus bruchfestem Polycarbonat schützt die Augen nicht nur vor der UV-Strahlung, sondern auch vor Wind, Schmutz und allerlei kleinen Partikeln. Mit ihren verstellbaren, gummierten Bügelenden und dem anpassbaren Nasenpad sitzt die Brille bei mir tipptopp im Gesicht. Übrigens: Es gibt sie auch in einer Small-Variante für schmale Gesichter.
Technische Merkmale
- hundertprozentiger UV-400-Schutz
- Filterkategorie 3 für sonnige Verhältnisse
- biobasierter Nylonrahmen
- wasser-,öl- und schmutzabweisende Oberfläche
- austauschbare Linse (muss separat dazugekauft werden)
- schlagfeste Polycarbonat-Linse
- gummierte Bügelenden
- verstellbares Nasenpad
- Gewicht Vollrahmenversion: 35 Gramm

Ein Auge auf die Umwelt
Neben den sportlichen Aspekten legt der Hersteller laut eigener Aussage grossen Wert auf einen schonenden Umgang mit der Natur. So bestehen sämtliche Tripoint-Rahmen aus 45 Prozent biobasierter Quelle. Konkret handelt es sich um einen Nylonrahmen auf Basis von Rizinusöl. Dieses Material ist leicht und dennoch strapazierfähig, es liegt während der Fahrt nicht schwer auf Nase und Ohren.
Die farblose Aufbewahrungsbox besteht aus FSC-zertifiziertem Papier, das Material des Beutels basiert auf Bio-Baumwolle. Weitere Informationen dazu findest du auf der Herstellerseite.
Und der modische Aspekt?
Um das «Dreiländereck» dieses Tests komplett zu machen, fehlt noch der modische Teil. Lässt sich nun über Geschmack streiten oder nicht? Irgendwie schon und irgendwie auch nicht. Das Design der «Lake Prespa X» in mattem Weiss mit den grauen Punkten, die aussehen wie Dreckspritzer vom Trail oder die Arbeiten von Jackson Pollock, gefällt mir auf jeden Fall. Daneben gibt es das Modell in weiteren, auch knalligen Farben. Vielleicht ist ja eine Farbe für dich dabei?
Fazit
Die «Lake Prespa X» von Tripoint vereint viele gute Features
Das Design eines Produkts gefällt oder eben nicht. Mir passt das Aussehen dieser Brille. Also Häkchen dran, an den Aspekt Mode. In Sachen Nachhaltigkeit bin ich unterdessen oft skeptisch, wie ernst es die Hersteller mit ihren blumigen Versprechen meinen. Gehen wir aber mal davon aus, dass ein junges Unternehmen wie Tripoint sein Engagement für die Umwelt tatsächlich nicht bloss mit schönen Worten ins Web schreibt. Sondern Taten folgen lässt.
Bleibt noch der sportliche Part der «Lake Prespa X». Eine Brille, die mit wenigen Handgriffen in zwei Rahmenarten (Voll- oder Halbrahmen) genutzt werden kann. Das gefällt. Der Tragekomfort ebenfalls. Schade, dass ein Ersatzglas für weniger sonnige Bedingungen separat gekauft werden muss. Ansonsten habe ich an diesem Modell nichts auszusetzen.
Pro
- guter Tragekomfort
- zwei Brillen in einer
- cooles Design
- nachhaltige Materialien
- hydrophobe/oleophobe Beschichtung des Glases
Contra
- kein Ersatzglas im Lieferumfang
Vom Radiojournalisten zum Produkttester und Geschichtenerzähler. Vom Jogger zum Gravelbike-Novizen und Fitness-Enthusiasten mit Lang- und Kurzhantel. Bin gespannt, wohin die Reise noch führt.
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