
Aus einem Guss: MTB-Bekleidung von Dirtlej
«No more excuses» lautet das Motto: Seit 2017 entwickeln Lena Kaiser und Jan Rühl unter dem Markennamen Dirtlej hochwertige wetterfeste Bike-Bekleidung. Unter anderem Shorts, lange Hosen, Westen oder auch Brillen.
Alles von einer oder doch von vielen – welcher Typ bist du? Bisweilen sehen wir beim Sportmachen nach fleischgewordenen Werbeflächen aus. Dabei konnte ich bisher zwei Arten ausmachen: Diejenigen, die mit einem bunten Markenmix unterwegs sind. Da stammt der Velohelm beispielsweise von Lazer oder MET, die Brille von Scott oder Invu, Insider tragen den Geheimtipp Coast Optics, die Bibshort von Santini oder SQ-lab und die Schuhe wahlweise von Suplest oder Lake.
Und dann gibt es diejenigen, die sich irgendwann einem Brand verschrieben haben und von Kopf bis Fuss dabei bleiben. Ich zum Beispiel bin vor gut einem Jahr auf Dirtlej gestossen. Die Ausrüstung fürs Mountainbike des Unternehmens Nahe der Schweizer Grenze bei Basel hat es mir angetan.
Trailscout MTB Shorts
Da sind beispielsweise die neuen «Trailscout MTB Shorts». Das leichte Material ist atmungsaktiv und trocknet schnell, was bei den aktuellen Temperaturen hoch willkommen ist. Das 4-Wege-Stretch-Material passt sich den Bewegungen auf dem Rad an, der flach verarbeitete Saum minimiert Reibungspunkte, was den Tragekomfort im Kniebereich erhöht.
Der Bund dieser kurzen Sommerhose ist mit Silikoneinsätzen ausgestattet. Ausserdem sorgt ein verstellbarer, magnetischer Gürtel, der sich auch mit Handschuhen mühelos und schnell öffnen und schliessen lässt, für einen guten Halt der Shorts. In insgesamt fünf Taschen – drei mit Reissverschluss, zwei Gesässtaschen ohne – hat es Platz für Smartphone, Schlüssel und Co.


Dirtlej Vest
Der Hersteller verpasst seiner aktuellen Weste ein Upgrade. Die «Dirtlej Vest» kommt im Gegensatz zum Vorgängermodell nun mit einer umweltfreundlichen, 100 Prozent PFC-freien Imprägnierung. Ansonsten bietet die Konstruktion aus recycelter, wasser- und winddichter Membran an Vorder- und Rückseite mit einer Wassersäule von 20 000 mm Schutz nicht nur gegen Spritzwasser, sondern auch bei einem Regenguss. Zusätzlich beugt sie Auskühlung durch den Fahrtwind vor.
Spezifikationen
- Vorder- & Rückseite: wasser- und winddicht
- Wassersäule: 20 000 mm
- Atmungsaktivität: 25 000 g/m2/24h
- 2-Wege Frontzipper
- leichtes Material
- kleines Packmass
- körperbetont, reflektiver Print
- Fronttasche und Innentasche, auch als Verpackung

Trailscout Half & Half Hose
Apropos wechselhafte Bedingungen: Die Zwei-Zonen-Konstruktion der «Trailscout Half & Half Hose» bietet eine atmungsaktive Vorder- und eine wasserdichte Rückseite. Lüftungseinlässe und lange Beinreissverschlüsse ermöglichen zusätzliche Belüftung und einfachen Zugang zu den Knieschonern. Dies ist die Hose der Wahl, wenn es am Vortag geregnet hat und die Trails entsprechend stellenweise noch nass, respektive schlammig sind. Wasser und Dreck spritzen also den ganzen Tag von unten und hinten an Beine und Po und sorgen für den «Windeleffekt». Dank dieser Konstruktion gehört dieses Gefühl der Vergangenheit an.
Spezifikationen
- Wassersäule (hinten, untere Beine): 20 000 mm
- Atmungsaktivität (hinten, untere Beine): 20 000 g/m2/24h
- Zwei-Zonen-Konstruktion mit wasserdichter Rückseite, wasserdichten Unterschenkeln und atmungsaktiver Vorderseite
- robuste Einsätze an Gesäss und Knöcheln
- nahtreduziertes Design für mehr Tragekomfort
- wasserdichtes Stretch-Segment für bessere Bewegungsfreiheit, verstellbarer Bund mit zwei Druckknöpfen und Silikoneinsätzen für besseren Halt
- Lufteinlässe zur Temperaturregulierung, lange Beinreissverschlüsse ermöglichen Zugang zu Knieschonern und weiterer Belüftung
- zwei Reissverschlusstaschen für das Nötigste und zwei Gesässtaschen


Es gibt die Half & Half übrigens auch als Shorts für Damen und Herren.
Specs 01
Von Dirtlej gibt es auch eine Kollektion von Sonnenbrillen. Vor einigen Monaten habe ich eine photochrome der Deutschen getestet und war mit wenigen Abstrichen zufrieden damit.
Die «Specs 01»-Reihe könnte man unter das Motto stellen: «Warum immer den Flatscreen im Gesicht, wenn es auch traditionell geht. Oder: Sport goes Fashion». Mit diesem Modell, das es ebenfalls in einer photochromen Variante gibt, bist du auf dem Bike genauso gut aufgehoben wie am Samstagnachmittag in der Stadt beim Shopping.
Rahmen
- leichtes Material, schlagfest auch bei kalten Temperaturen
- nachhaltiges Bio-Nylon (Grilamid BTR XE 4010)
- Nasenpad und Bügelenden mit rutschfester Laminierung
Linsen
- vollständiger UVA- und UVB-Schutz (UV 400)
- schlagfest / Splitterschutz (Base 6 Polycarbonat)
- entspiegelte Gläser schützen das Auge davor, geblendet zu werden
- beidseitige, kratzfeste, wasserabweisende und oleophobe Beschichtung
- nicht polarisiert: geeignet für alles, was mit Bewegung zu tun hat (Biken, Autofahren etc.)


Übrigens
Es gibt von Dirtlej ausserdem Gloves, die ich jetzt auch nutze. Just saying. Für alle unter euch, denen die Endura-Handschuhe im Bild weiter oben aufgefallen sind. Damit der Look dann auch wirklich einheitlich ist und mir keine Reklamationen diesbezüglich aus der Community kommen. Gell.
Die aktuellen Modelle sind jedoch fast ausverkauft. Gemäss Informationen des Schweizer Importeurs sollen die neuen Handschuhe von Dirtlej in etwa zwei bis drei Wochen verfügbar sein.

Vom Radiojournalisten zum Produkttester und Geschichtenerzähler. Vom Jogger zum Gravelbike-Novizen und Fitness-Enthusiasten mit Lang- und Kurzhantel. Bin gespannt, wohin die Reise noch führt.
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