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Jan Johannsen
News & Trends

GrapheneOS: gute Zusammenarbeit mit Motorola und Qualcomm, Probleme mit Google

Jan Johannsen
25/8/2026

GrapheneOS blickt positiv gestimmt auf die Zusammenarbeit mit Motorola. Ab 2027 soll die Google-freie Android-Version für Smartphones des Herstellers verfügbar sein. Google macht dagegen die Portierung für Pixel-Geräte immer schwerer.

Die Zusammenarbeit von GrapheneOS und Motorola ist seit März 2026 bekannt und soll 2027 Früchte tragen. Obwohl anfangs nur nicht-faltbare Smartphones im Fokus standen, kann sich GrapheneOS inzwischen auch vorstellen, Klapp-Geräte zu unterstützen – ohne zu versprechen, wann das der Fall ist. Die letzten Hürden für GrapheneOS auf Motorola-Hardware räumen neue Chipsätze von Qualcomm aus dem Weg.

Große Zufriedenheit mit neuem Hardware-Partner

In einem längeren Thread bei Bluesky erklärt GrapheneOS, dass die 2026-Versionen vom Motorola Signature sowie des Razr Fold und Fold Ultra bereits fast alle Bedingungen des Betriebssystems erfüllen. Allerdings war die Zeit seit dem Beginn der Kooperation zu knapp, um alle Sicherheitselemente integrieren zu können. Zudem fehlt es den Geräten an Hardware Memory Tagging (MTE). Dabei handelt es sich um eine Funktion von Prozessoren, die Speicherfehler in Software finden können. Damit lassen sich Systemkomponenten absichern und Unbefugten wird der Zugriff auf die Geräte erschwert.

Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 unterstützt als erster Chipsatz von Qualcomm MTE. Motorola verbaut in den erwähnten Smartphones von 2026 allerdings nur den Snapdragon 8 Gen 5. Das dürfte sich 2027 ändern und Qualcomm die Unterstützung von MTE weiter verbessern. Das gilt zumindest bei den teureren Smartphones. In den Prozessoren der Mittel- und Einsteigerklasse dürfte MTE vorerst nicht verfügbar sein.

Die GrapheneOS-fähigen Smartphones von Motorola werden sieben Jahre lang zuverlässig und zügig Updates erhalten. Sie starten auf Basis von Linux 6.18 LTS, das sich, falls nötig, auf einen neuen Zweig updaten lässt, um unter anderem Schutz vor Angriffen bei der Wiederherstellung der Geräte zu bieten.

Ein Großteil der Arbeit der Portierung von GrapheneOS auf seine Smartphones wird von Motorola selbst übernommen. Das Unternehmen stellt dem Team hinter dem alternativen Betriebssystem zudem alle Treiber und die Firmware zur Verfügung, die es benötigt. Außerdem würden Motorola und Qualcomm gefundene Fehler in der Firmware beheben.

GrapheneOS auf dem Pixel hat es schwerer

GrapheneOS will sein Betriebssystem auch für alle Pixel-11-Modelle, inklusive dem Fold, anbieten. Beim Pixel erweisen sich die Titan-Chips als Sicherheitsvorteil. Die schwächere CPU- und GPU-Leistung der von Googles Tensor-Chips im Vergleich zu den Snapdragons ist dagegen kein Nachteil.

Allerdings hat Google die Pixel-Geräte bereits vor einem Jahr aus dem Android Open Source Project (AOSP) entfernt. Dadurch wurde es deutlich schwerer, GrapheneOS für die Geräte anzubieten und auch zeitnah Sicherheitsaktualisierungen auszuliefern. GrapheneOS will trotz des gestiegenen Aufwands weiterhin die Pixel supporten, dürfte aber mit Motorola im nächsten Jahr einen deutlich kooperativeren Hardware-Partner an seiner Seite haben.

Titelbild: Jan Johannsen

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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus. 


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