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Screenshot Youtube / Gear Seekers
Hintergrund

Intel Core Ultra 200 Plus Review Roundup: mehr Leistung für weniger Geld, mit einem Haken

Kevin Hofer
24/3/2026

Intel frischt sein Arrow-Lake-Lineup mit den neuen Plus-Modellen auf. Der Core Ultra 5 250K Plus und der Core Ultra 7 270K Plus bieten mehr Leistung zum gleichen Preis – doch wer profitiert?

Intel bezeichnet sie mit «Plus», doch unter der Haube bleibt vieles beim Alten: Die neuen Core-Ultra-200-Plus-Prozessoren basieren weiterhin auf der Arrow-Lake-Architektur. Was sich geändert hat, sind vor allem Preise und Positionierung. So bekommst du mit dem 270K Plus quasi die Leistung eines Core Ultra 9 285K zum Preis eines Core Ultra 7. Und der 250K Plus schlägt sich so gut, dass er seinen teuren Bruder in vielen Szenarien überflüssig macht. Klingt gut, hat aber einen Haken.

Details zu den Prozessoren findest du im Artikel von Kollege Jan:

  • News & Trends

    Core Ultra 200S Plus: Zwei neue Arrow Lake CPUs

    von Jan Johannsen

Anwendungen: Intel schlägt AMD

In Anwendungen zeigen beide neuen Chips eindrucksvolle Resultate. Techpowerup stellt fest, dass der Core Ultra 7 270K Plus in gewissen Fällen den Core Ultra 9 285K schlägt. Das erklärt sich durch die höhere Kernanzahl. AMD bleibt nur mit dem Ryzen 9 9950X und dem 9950X3D vorne. Tom's Hardware unterstreicht das: Der 270K Plus kostet 300 Dollar, der Ryzen 9 9950X 515 Dollar – ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Noch deutlicher fällt das Bild beim 250K Plus aus. Techpowerup und Computerbase sind sich einig: Der günstigste der beiden neuen Chips lässt den AMD Ryzen 5 9600X – seinen direkten Konkurrenten – in Anwendungen um mehr als 30 Prozent hinter sich. Er schlägt sogar den Ryzen 7 9700X und den Ryzen 7 9850X3D. Computerbase bringt es auf den Punkt: AMD hat in dieser Preisklasse schlicht nichts Vergleichbares zu bieten.

Gaming: Solide, aber kein X3D-Killer

Im Gaming schneiden beide Chips ordentlich, aber nicht überragend ab. Laut Techpowerup überholt der 270K Plus den Core i9-14900K und alle bisherigen Intel-Modelle. Gegen AMDs X3D-Prozessoren hat er jedoch das Nachsehen: Der Ryzen 9 9800X3D liegt laut Techpowerup im Schnitt 15 Prozent vorne. Tom's Hardware sieht den Rückstand ähnlich und weist darauf hin, dass der 9800X3D mit 420 Dollar zwar teurer ist, für Gamer aber die bessere Wahl.

Beim 250K Plus ist die Gaming-Leistung laut Techpowerup nur 2,7 Prozent schwächer als beim 270K Plus – obwohl er 100 Dollar weniger kostet. Der AMD Ryzen 5 9600X liegt auf ähnlichem Niveau, der 9700X bietet nur 1,5 Prozent mehr. Erst der 9800X3D setzt sich mit 20 Prozent Vorsprung klar ab, kostet aber mehr als doppelt so viel. Computerbase fasst es treffend zusammen: Wer primär spielt und kein X3D-Budget hat, ist mit dem 250K Plus bestens bedient.

Effizienz: Besser als früher, aber nicht ohne Makel

Beim Stromverbrauch hat sich Intel gegenüber der 14. Generation deutlich verbessert. Techpowerup misst beim 270K Plus durchschnittlich 140 Watt (W) in Anwendungen und 110 W im Gaming. Das sind etwas mehr als bei AMDs aktuellen Prozessoren, aber weit weniger als bei den alten Intel-Prozessoren. Beim 250K Plus fallen die Werte mit 100 Watt in Anwendungen und 83 Watt im Gaming noch moderater aus, wie Techpowerup festhält.

Computerbase weist jedoch auf einen Schwachpunkt hin: Der 270K Plus verbraucht im Gaming deutlich mehr Strom als der 250K Plus – ohne dass der Leistungsgewinn diesen Mehrverbrauch rechtfertigt. Wer also nicht zwingend die Spitzenleistung des 270K braucht, fährt mit dem 250K Plus effizienter.

Plattform und Overclocking: Stabil, aber eine Sackgasse

Beim Overclocking glänzt vor allem der 250K Plus. Techpowerup erreichte stabile 5,7 Gigahertz (GHz) auf allen Kernen – deutlich mehr als die ab Werk spezifizierten 5,3 GHz. Der 270K Plus liess sich weniger weit übertakten, weil er bereits nahe am Limit läuft. Einziger Wermutstropfen: Overclocking bleibt bei Intel dem teuren Z890-Chipsatz vorbehalten. Computerbase und Techpowerup kritisieren diese künstliche Einschränkung, die AMD auf günstigeren Mainboards nicht kennt.

Ein wichtiger Punkt beim Thema Langlebigkeit bleibt der Sockel: LGA 1851 ist eine Sackgasse. Mit den Plus-Modellen hat er sein Lebensende erreicht. AMDs AM5-Plattform hingegen wird mindestens bis Ende nächsten Jahres unterstützt. Willst du also später aufrüsten, bist du mit AMD besser bedient.

Intel Binary Optimization: Vielversprechend, aber noch Zukunftsmusik

Mit den Plus-Modellen führt Intel das sogenannte Binary Optimization Tool (iBOT) ein. Die Idee: Software wird beim Laden automatisch optimiert, was Leistungsgewinne ohne Entwickleraufwand ermöglichen soll – ähnlich wie Grafiktreiber ineffizienten Shader-Code ersetzen. Das hat Potenzial, findet aber momentan noch wenig Support.

Aktuell unterstützt iBOT lediglich 12 Spiele, darunter das 2018 erschienene «Shadow of the Tomb Raider». Die Aktivierung erfordert drei manuelle Klicks – was die meisten Nutzer abschrecken dürfte. Die Roadmap verspricht monatliche Updates und eine künftig automatische Aktivierung.

Preis und Fazit: Der 250K Plus stiehlt die Show

Techpowerup, Tom's Hardware und Computerbase sind sich einig: Der Core Ultra 5 250K Plus ist das eigentliche Highlight. Für 200 Dollar bietet er eine aussergewöhnliche Kombination aus Anwendungs- und Gaming-Leistung, die AMD in dieser Preisklasse nicht kontern kann.

Der Core Ultra 7 270K Plus überzeugt vor allem in Anwendungen. Doch der Aufpreis von 100 Dollar gegenüber dem 250K Plus lässt sich mit fünf Prozent mehr Gaming-Leistung kaum rechtfertigen. Tom's Hardware bringt es auf den Punkt: Wer hauptsächlich spielt, ist mit dem 9800X3D besser bedient. Wer Produktivität und Gaming gleichermassen priorisiert und kein X3D-Budget hat, findet im 270K Plus ein überzeugendes Gesamtpaket.

Nur eines gilt für beide Chips: Wer langfristig plant und auf Upgrades setzt, sollte die Finger von ihnen lassen.

Insgesamt sind die beiden neuen Chips für Intel ein Schritt in die richtige Richtung. Die letzten Jahre musste sich der frühere Platzhirsch immer häufiger AMD geschlagen geben. Der Refresh bringt Intel wieder näher ran und sorgt vor allem beim Preis für mehr Konkurrenzkampf.

Titelbild: Screenshot Youtube / Gear Seekers

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