

Keine Zeit? Keine Ausrede! So bringst du mehr Yoga in deinen Alltag
Der gute Wille war da, aber die Motivation gering? Ich zeige dir drei ganz einfache Möglichkeiten, wie du mehr Yoga in dein Leben integrieren kannst
Tiefenentspannt und herrlich locker: So fühle ich mich nach jeder Yoga-Stunde. Nach jeder Yoga-Stunde im Sportstudio, wohlgemerkt. Zu Hause den Hintern auf die Matte zu schwingen, ist definitiv nicht meine Königsdisziplin. Keine Zeit, zu wenig Platz, zu spät, zu müde, zu kalt, zu … Ich kenne mehr Ausreden als Asanas.
Zum Glück bin ich nicht der einzige Faulpelz. In meinem Yoga-Kurs thematisieren wir oft, wie wir mehr Yoga in unseren Alltag integrieren können. Der wichtigste Tipp meiner Yoga-Lehrerin ist: Bereite dich vor und nutze Tools, die dich motivieren. Welche das sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich zeige dir meine drei Favoriten.
Zieh eine Yoga-Karte
Die Karten «50 Tage mit Yoga» bringen dich dem inneren Frieden spielerisch näher. Jede Karte erklärt eine Asana oder einen Begriff aus dem Yoga-Universum. Wie beispielsweise die «Kriegerin III», das «Om» oder die Bauchatmung. Du ziehst täglich ein Kärtchen und baust so kleine Entspannungsrituale in den Alltag ein. Du kannst natürlich auch mehrere Karten herauspicken und dir eine ganze Yoga-Praxis daraus zusammenbauen.

Aber Achtung: Obgleich es auf der Verpackung steht, ist nicht jede Übung für Yoga-Neulinge geeignet. Die «Taube» etwa solltest du nur dann praktizieren, wenn du in den Hüften bereits gut vorgedehnt und gelenkig bist. Sonst: Aua, viel Aua.

Quelle: Ars Edition
Bau dir eine Yoga-Ecke
«Ich habe keinen Platz in meiner Wohnung» oder «Ich bin zu faul, meine Matte aus dem Schrank zu holen» sind (auch) deine Lieblingsausreden? Dann habe ich eine schmerzliche Erkenntnis für dich: Nicht deine Wohnung ist das Problem, sondern du bist es. Eine Yoga-Matte misst etwa 70 x 180 Zentimeter. Das ist weniger als ein Sofa, weniger als ein Bett, weniger als die meisten Flure. Dass du keinen Platz hast, stimmt nicht. Du nutzt ihn nur ungünstig. Also räum um, stell dein Bett anders an die Wand oder schmeiß eine Kommode raus.
Und dann richtest du dir eine Yoga-Ecke ein, die du nicht mehr wegräumst. Eine Matte, auf der du guten Grip hast. Ein gemütliches Bolster für tiefe Dehnungen. Und für die Stimmung vielleicht noch ein paar Kerzen oder Räucherstäbchen. Du wirst dich wundern, wie einladend deine Yoga-Ecke dich jeden Tag anlächelt.
Falls du an deiner Kommode zu sehr hängst, dann räume deine Yoga-Sachen wenigstens in Sichtweite weg. So denkst du auch öfter dran.
Atmen, einfach atmen
Achtsame Atemtechniken sind der schnellste Weg, mehr von der yogischen Bewegungslehre in unser hektisches Leben zu bringen. Du kannst sie jederzeit und überall anwenden. Atme ein und zähle dabei bis vier, dann halte die Luft an und zähle dabei bis sieben, atme aus und zähle dabei bis acht. Wiederhole das Ganze ein paar Mal. Du kannst dabei auch eine Hand auf deinen Brustkorb legen und die andere auf deinen Bauch, um die Luftzirkulation in deinem Körper zu spüren.
Durch die sogenannte «4-7-8-Atmung» atmest du doppelt so lange aus wie ein, und dein Nervensystem beruhigt sich. Mir hilft diese Technik, wenn ich mal wieder von einer Aufgabe zur nächsten springe und vergesse, eine Pause zu machen. Die «4-7-8-Atmung» zwingt mich, kurz innezuhalten.
Wenn du mehr über das richtige Atmen wissen möchtest, kann ich dir dieses Buch empfehlen.
Als Kind wurde ich mit Mario Kart auf dem SNES sozialisiert, bevor es mich nach dem Abitur in den Journalismus verschlug. Als Teamleiterin bei Galaxus bin ich für News verantwortlich. Trekkie und Ingenieurin.
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