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Jan Johannsen
News & Trends

Oppo Find N6: Das beste Falt-Phone, das du nicht kaufen kannst

Oppo bekommt die Falte beim Find N6 mit einer neuen Technologie nahezu weg. In Europa zeigt der Hersteller das Falt-Smartphone, bringt es aber lediglich in Asien auf den Markt.

Mit einem 3D-Druckverfahren sorgt Oppo dafür, dass das Scharnier des Find N6 nahezu verschwindet. Davon und vom verbesserten Kamerasystem konnte ich mir in Barcelona einen ersten Eindruck verschaffen – wurde aber trotz der herausragenden Hardware enttäuscht.

Die Falte muss weg

Montagnachmittag in Barcelona. Es ist der erste Messetag des Mobile World Congress. Oppo hat, anders als seine Schwestermarke Vivo, gar keinen Stand in den Messehallen. Stattdessen lädt der chinesische Hersteller etliche der in der Stadt anwesenden Journalisten in eine Bar auf dem Berg Montjuïc mit schönem Blick auf Stadt und Hafen ein.

Blick auf das Find N6 und den Hafen von Barcelona.
Blick auf das Find N6 und den Hafen von Barcelona.

Nach einem Begrüßungsgetränk und etwas Fingerfood nehmen alle gespannt in den aufgebauten Stuhlreihen Platz. Und Oppo enttäuscht nicht. Mit dem Find N6 verbessert der Hersteller nicht nur die Kameras des 225 Gramm schweren Falt-Smartphones. Der Aufwand der Entwicklungsabteilung, die Falte im Display komplett verschwinden zu lassen, scheint keine Grenzen zu kennen.

Die Falte fühlt sich nur noch wie ein einzelnes, störendes Haar an.
Die Falte fühlt sich nur noch wie ein einzelnes, störendes Haar an.

Das Ergebnis nennt Oppo «Zero-Feel Crease». Die Tiefe der Falte wurde im Vergleich zum Vorgänger um 82 Prozent reduziert. Dafür ist die zweite Generation des «Titanium Flexion Hinge» verantwortlich. Das Scharnier weist nur noch einen Höhenunterschied von 0,05 Millimetern auf – das entspricht buchstäblich einer Haaresbreite. «3D Liquid Printing» heißt die Technologie dahinter. Jedes Scharnier vermisst Oppo nach der Herstellung und versieht es in einem 3D-Druckverfahren mit einer glatten Oberfläche.

Mehr Auflösung für drei der fünf Kameras

Auch beim Kamerasystem legt Oppo zu. Beim Vorgänger verfügten die Ultraweitwinkel- und die zwei Frontkameras jeweils nur über eine Auflösung von acht Megapixeln. Das Find N6 knipst Selfies mit jeweils 20 Megapixeln. Der Ultraweitwinkelkamera stehen 50 Megapixel zur Verfügung. Sie nutzt, wie die Telekamera, den Isocell JN5 von Samsung als Bildsensor. Der Isocell HP5 der Hauptkamera löst sogar mit 200 Megapixeln auf. Angaben zu den Brennweiten fehlen noch. Die Kooperation mit Hasselblad setzt Oppo fort.

Drei der fünf Kameras erhalten eine höhere Auflösung.
Drei der fünf Kameras erhalten eine höhere Auflösung.

Die weitere Ausstattung des zusammengeklappt nur 8,93 Millimeter dicken Find N6 kann sich ebenfalls sehen lassen:

  • Außendisplay: 6,62 Zoll, 1 bis 120 Hertz, 1800 Nits (Outdoor)
  • Innendisplay: 8,12 Zoll, 1 bis 120 Hertz, 1800 Nits (Outdoor)
  • Prozessor: Snapdragon 8 Elite Gen 5
  • Akku und Laden: 6000 mAh Silizum-Kohlenstoff, 80 Watt SuperVooc, 50 Watt AirVooc
  • Gehäusematerialien: Aluminium, Karbon, Nanocrystal Glass
  • Wasserdichtigkeit: IP58/IP59
Der mit verschiedenen Funktionen belegbare Snap Key von Oppo ist auch beim Find N6 vorhanden.
Der mit verschiedenen Funktionen belegbare Snap Key von Oppo ist auch beim Find N6 vorhanden.

Preis und Verfügbarkeit

Der Saal in Barcelona war nach der Vorstellung angefixt und gespannt auf das Find N6. Eine wichtige Sache hatte Oppo aber noch nicht verraten – die erste Frage im Q&A lautete deshalb: Wann kommt das Smartphone und wie viel kostet es?

Blossom Orange nennt Oppo eine der zwei Farben und verpasst die Gelegenheit, es Opporange zu taufen.
Blossom Orange nennt Oppo eine der zwei Farben und verpasst die Gelegenheit, es Opporange zu taufen.

Die Antwort sorgte für Ernüchterung: Oppo bringt das Find N6 in Europa gar nicht auf den Markt. Außerhalb Chinas soll es nur in APAC-Ländern – also in Asien und der Pazifikregion, zu der auch Australien und Neuseeland gehören – erhältlich sein. Es folgten fragende Blicke: «Warum sind wir überhaupt hier?». Im Hands-on-Bereich fertigten die Anwesenden dennoch pflichtbewusst ein paar Aufnahmen unter Kunstlicht an, bevor der lange Messetag endete.

Titelbild: Jan Johannsen

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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus. 


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Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.

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