
Apple stellt M6 und M5 Ultra vor – und verbaut sie im Mac mini und Mac Studio
Der M5 Ultra ist Apples bisher leistungsstärkster Chip, der M6 stellt den Einstieg in den 2-Nanometer-Bereich dar und ist das Basismodell der nächsten Prozessorgeneration.
Mit dem M5 Ultra stellt Apple einen Chipsatz vor, der im Mac Studio vor allem lokale KI-Modelle antreiben soll. Der M6 ist zwar eine Generation weiter, aber am anderen Ende des Leistungsspektrums. Über zu wenig Leistung wird man sich bei ihm im Mac mini trotzdem nur selten beklagen.

Quelle: Apple
M5 Ultra: Apples Chip mit der größten Rechenleistung – bis jetzt
Der M5 Ultra besteht quasi aus zwei M5 Max. Mit seiner UltraFusion-Technologie verbindet Apple zwei auf der Quad-Die-Architektur basierende M5 Max und erschafft so seine erste Quad-Die-Architektur. Für die Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das vor allem noch mehr Leistung. Zielgruppe sind Personen und Unternehmen sowie Institutionen, die lokale KI-Modelle nutzen oder hardwarebasiertes Codieren und Decodieren betreiben.
Die aus 12 Superkernen und 24 Performancekernen bestehende 36-Core-CPU soll eine um 25 Prozent gesteigerte Singlethread-Performance und eine bis zu 30 Prozent höhere Multithread-Performance liefern als der M3 Ultra. Ein M4 Ultra gibt es nicht und kann deswegen nicht zum Vergleich herangezogen werden.

Die GPU mit 80 Kernen soll eine um bis zu 4,7-mal höhere Grafikspitzenrechenleistung für KI im Vergleich zum M3 Ultra aufweisen. Dynamisches Caching der zweiten Generation sowie hardwarebeschleunigtes Mesh-Shading und Raytracing der dritten Generation erhöhen die Grafikperformance um bis zu 40 Prozent.
Die Neural Engine verfügt beim M5 Ultra über 32 Rechenkerne und soll «komplexe KI Aufgaben und Apple Intelligence Features mit branchenführender Energieeffizienz sicher» ausführen.
Die Speicherbandbreite erhöht sich beim M5 Ultra im Vergleich zum M3 Ultra um 50 Prozent auf 1,2 TB/s. Zusammen mit bis zu 512 Gigabyte Arbeitsspeicher sollen sich riesige Datensätze vollständig im lokalen Arbeitsspeicher nutzen und LLMs mit Hunderten von Milliarden Parametern lokal ausführen lassen.
Mac Studio mit M5 Ultra oder M5 Max
Apple verbaut den M5 Ultra im Mac Studio und bietet den Desktop-Rechner jetzt auch mit dem M5 Max an. Im Vergleich zu den bisherigen Varianten des Computers spricht Apple von «1,3-mal schnellerer CPU-Performance, bis zu 1,8-mal schnellerer Grafik, bis zu 2-mal schnellerem Speicher und bis zu 4,3-mal schnellerer KI Performance».

Quelle: Apple
Der M5 Max soll die KI-Leistung im Vergleich zur Vorgängergeneration um den Faktor 3,9 beschleunigen. Der M5 Ultra soll im Vergleich zum M3 Ultra die KI-Leistung um das 4,3-Fache erhöhen.
Optisch ändert sich am Mac Studio nichts. Unabhängig vom Chipsatz verfügt er über Bluetooth 6.0 und Wi-Fi 7 sowie Thunderbolt 5. Über diesen Anschluss lassen sich mehrere Mac Studios zu Clustern verbinden, um die KI-Leistung noch weiter zu erhöhen.

Quelle: Apple
Der neue Mac Studio soll ab dem 22. September ausgeliefert werden. Die unverbindliche Preisempfehlung von Apple startet bei 2499 Franken/2999 Euro für die Variante mit dem M5 Max und 5499 Franken/6599 Euro für das Modell mit dem M5 Ultra.
M6: der erste der neuen Generation
Der M6 kommt leistungsmäßig nicht an den M5 Ultra heran, markiert aber den Einstieg in Apples nächste Chip-Generation. Er wurde als erster Prozessor von Apple im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt und erhält im Vergleich zum M5 je zwei CPU- und GPU-Kerne mehr. Die zwölf CPU-Rechenkerne teilen sich in zwei Superkerne, vier Performancekerne und sechs Effizienzkerne. Sie sollen die Multithread-Performance um 20 Prozent erhöhen. Die zwölf GPU-Kerne sollen 30 Prozent mehr Grafikspitzenrechenleistung für KI besitzen. Die Shader-Core-Architektur, dynamisches Caching und hardwarebeschleunigtes Raytracing erhalten Updates.

Quelle: Apple
Die «Dual 16-Core Neural Engine» verdoppelt ihre Spitzenrechenleistung gegenüber der vorherigen Generation. Im Vergleich zum M5 erhöht sich die Bandbreite für gemeinsamen Arbeitsspeicher um zehn Prozent auf 170 GB/s.
Apple preist den M6 als Ideal für «Alltagsnutzer:innen, Studierende, Entwickler:innen, KI Enthusiast:innen und Unternehmen» an. Er weise «eine ideale Balance aus Performance, Energieeffizienz und On-Device KI auf, um tägliche Aufgaben, Programmieren und kreative Projekte mühelos zu erledigen».
Mac mini mit M6 oder M5 Pro
Den M6 verbaut Apple im Mac mini und bietet den kleinen Desktop-Rechner jetzt auch mit dem M5 Pro an. Im Vergleich zur bisherigen Ausstattung des Computers soll sich die KI-Performance vervierfachen, die Grafikleistung verdoppeln und die CPU 40 Prozent schneller sein. Und das bereits mit dem M6. Mit dem M5 Pro erhöht sich die Performance noch weiter.

Quelle: Apple
Der Mini-PC kommt mit Bluetooth 6.0 sowie Wi-Fi 7 und 2,5-Gbit-Ethernet – optional stehen auch 10 Gbit zur Auswahl. Optisch gibt es keine Änderungen.

Quelle: Apple
Der Mac mini soll ebenfalls ab dem 22. September ausgeliefert werden. Seine unverbindliche Preisempfehlung startet mit dem M6 bei 899 Franken/1049 Euro und mit dem M5 Pro bei 1699 Franken/1999 Euro.
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus.
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