
Das ist die wohl gehypteste Adidas-Collab des Jahres
Simone Rocha hat erstmals eine Kollektion für Adidas entworfen. Besonders ihre drei Sneaker-Hybriden sorgen für Aufsehen.
Kooperationen zwischen Sportmarken und Modelabels sind längst keine Seltenheit mehr. Entsprechend schwer ist es, aus der Masse herauszustechen, ohne ins Absurde zu kippen. Simone Rocha gelingt dieser Spagat mit ihrer ersten Kollektion für Adidas jedoch erstaunlich gut. Die irische Designerin ist für ihre romantischen, beinahe märchenhaften Entwürfe bekannt. Nun treffen ihre Perlen, Rüschen und Schleifen auf die ikonischen drei Streifen.
Drei Sneaker, drei neue Identitäten
Die Kollektion umfasst Kleidung, Accessoires und Schuhe. Letztere sind wohl das Aushängeschild der Zusammenarbeit. Rocha hat dafür drei Adidas-Sneaker in Hybride verwandelt. Aus dem flachen «Taekwondo» wird ein Ballerina mit Satinbändern und funkelnden Applikationen. Der «Japan» wiederum kommt als perlenbesetzter Mule in Ponyfelloptik daher. Statt einer durchgehenden Schnürung verfügen beide Modelle zudem über drei separate Schleifen.

Quelle: Simone Rocha

Quelle: Simone Rocha
Der «Climacool» mutiert derweil mit seiner fehlenden Zunge vom Laufschuh zum Mary Jane mit seitlichen Spitzeneinsätzen. Trotz dieser ungewöhnlichen Kombination ist er optisch der vergleichsweise zurückhaltendste Schuh des Trios. Auch bei der Kleidung greift Rocha auf bekannte Adidas-Pieces zurück, verändert deren Silhouetten aber teils grundlegend mit Puffärmeln, Einsätzen aus Tüll und einer Menge Rüschen.

Quelle: Adidas

Quelle: Adidas
«Hardcore femininity»
Die Designerin klatscht ihre typischen Elemente dabei nicht einfach auf die Adidas-Klassiker, sondern übersetzt deren Design in ihre eigene Sprache. Beim «Japan» werden die drei Streifen etwa aus Perlen nachgebildet, während Adidas’ Trefoil-Logo als funkelndes Emblem auf mehreren Teilen wiederkehrt. Trotz der vielen Verzierungen wirkt das Ergebnis nicht zwingend kitschig, sondern eher verspielt und beinahe ungezähmt. Die Rüschen der «Frill Pants» beispielsweise ziehen sich asymmetrisch über die Trainerhose und wirken dadurch eher lebhaft und organisch als künstlich süss. Rocha selbst bezeichnet ihren Designansatz im Gespräch mit der Vogue als eine Art «hardcore femininity».

Quelle: Launchmetrics/Spotlight

Quelle: Launchmetrics/Spotlight
Die Kollektion ist ab sofort bei beiden Marken sowie im ausgewählten Einzelhandel erhältlich. Bei uns ist sie vorerst nicht verfügbar. Preislich liegen die Schuhe zwischen 250 und 300 Franken und sind damit ungefähr doppelt so teuer als die regulären Ausführungen. Falls dir der Look gefällt, du dafür aber erst einmal sparen musst, bekommst du in naher Zukunft wahrscheinlich weitere Chancen: Die Herbstkollektion bildet laut Rocha lediglich den Auftakt einer längerfristigen Zusammenarbeit.
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