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«Game of Thrones»-Spin-off: Der erste Trailer zeigt das Herz von Westeros
von Luca Fontana

Neuer Monat, neue Streaming-Tipps. Ob Netflix, Prime Video, Disney+, Apple TV oder neu auch HBO Max: Hier erfährst du, welche Serien und Filme diesen Januar auf den Streaming-Diensten laufen.
Was ist schwarz-weiss und sitzt auf der Schaukel? Ein Schwinguin. Ich hoffe, du bist schwungvoll ins neue Jahr gestartet und bereit für allerlei neuen Streaming-Schabernack, denn hier kommt auch schon die Auswahl für den Januar. Den Anfang macht zur Abwechslung ein Neuling – auf dass der Streaming-Dschungel noch unübersichtlicher wird … Yay!
Fünf Emmys, darunter den für die beste Dramaserie 2025, ein Imdb-Rating von 8,9 und sagenhafte 95 Prozent bei Rotten Tomatoes: Schon die erste Staffel der Krankenhausserie «The Pitt» hat mächtig für Furore gesorgt. Auch bei euch, wie ich den Kommentaren zu den Lieblings-Serien 2025 aus unserer Redaktion entnehme. Und dabei startet HBO Max in der Schweiz doch erst in diesen Tagen.

«The Pitt» zeigt den intensiven Alltag in der Notaufnahme eines fiktiven Spitals in Pittsburgh während einer 15-Stunden-Schicht. Das Besondere: Die Serie wird in Echtzeit erzählt – eine Folge entspricht etwa einer Stunde der Schicht. Deshalb hatte schon die erste Staffel 15 Folgen und genauso wird es bei der zweiten Staffel sein.
In der Hauptrolle treffen wir mit Noah Wyle einen Spitalserien-beschlagenen Mimen an, der schon in «Emergency Room» gespielt hat. Seine Erfahrungen lässt er bei «The Pitt» nicht nur als Schauspieler einfliessen. Er ist ausführender Produzent, hat mehrere Folgen geschrieben und bei einer Regie geführt. Dieses Engagement hat ihm nun schon mit der ersten Staffel das eingebracht, was ihm bei «Emergency Room» trotz fünf Nominationen verwehrt blieb: einen Darsteller-Emmy.
Start: 13. Januar
Ein weiterer Ausflug nach Westeros gefällig? Über das neueste «Game of Thrones»-Spin-off muss ich gar nicht viele Worte verlieren. Das überlasse ich meinem Kollegen Luca, der sich nach dem ersten Trailer schon ein paar Gedanken dazu gemacht hat, warum er sich auf «A Knight of the Seven Kingdoms» freut.
Start: 18. Januar
Ein brutaler Mord lockt die Journalistin Anna zurück in die verschlafene Kleinstadt, in der sie aufgewachsen ist. Sie stellt ihre eigenen Ermittlungen an und kreuzt die Wege von Detective Jack Harper (Jon Bernthal), mit dem sie viel mehr verbindet, als es zunächst den Anschein macht. Schnell verdächtigen sich die beiden gegenseitig, etwas mit dem Mordfall zu tun zu haben. Wer hat recht, hat überhaupt jemand recht? Und welche Gespenster der Vergangenheit hat Anna mit der Rückkehr in ihre Heimat geweckt?
«There are two sides to every story. Which means someone is always lying.»
Die sechsteilige Thrillerserie «His & Hers» basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alice Feeney und verspricht knisternde Spannung und die eine oder andere Wendung. Einen Blick werde ich nur schon riskieren, weil die Geschichte mit Tessa Thompson («Thor: Ragnarok») und Jon Bernthal («The Punisher») hochkarätig besetzt ist.
Start: 8. Januar
Agatha Christie assoziieren wohl die meisten mit Krimis. Sie zählt zu den erfolgreichsten Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte – ihre Bücher mit Titeln wie «Mord im Orient-Express», «Tod auf dem Nil» oder «Die Morde des Herrn ABC» wurden Hunderte Millionen Mal verkauft und in zig Sprachen übersetzt. Zudem wurden und werden ihre rätselhaften Kriminalfälle bis heute gerne verfilmt, wie «Agatha Christie’s Seven Dials» nun beweist.
England, 1925: Eine rauschende Party in einem Landhaus endet mit einem Mord. Wer dafür verantwortlich ist, versucht die junge Lady Eileen «Bundle» Brent herauszufinden. Unter Verdacht stehen alle Beteiligten, mögen sie auch noch so nobel oder adlig sein.
Das Drehbuch für die dreiteilige Serie geschrieben hat Chris Chibnall. Dass dieser Spannung kann, hat er mit der grandiosen Serie «Broadchurch» schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Wem das nicht reicht: Neben Hauptdarstellerin Mia McKenna-Bruce («How to have Sex») spielen Martin Freeman («Sherlock») und Helena Bonham Carter («Fight Club») mit. Und jetzt los: Wer war es bloss?!
Start: 15. Januar
«A. W. T. G. G.» hat sich Lieutenant Dane Dumars (Matt Damon) vom Miami Police Department auf die Hand tätowieren lassen. «Are we the good guys?», dafür steht die Abkürzung und gleichzeitig auch der Inhalt von «The Rip»: Wer gehört angesichts eines 20-Millionen-Dollar-Fundes zu den Guten, auch wenn es die Polizei ist? Wer ist und bleibt loyal und wer lässt sich korrumpieren? Wem kannst du noch trauen?
Matt Damon und Ben Affleck – die herzlichste Bromance Hollywoods – machen einmal mehr gemeinsame Sache vor der Kamera. Wobei sich in «The Rip» erst noch zeigen muss, wie gemeinsam diese Sache ist. Denn es riecht nach einem schmutzigen Cop-Thriller voller Misstrauen und Korruption. Mit diesen Themen kennt sich Regisseur Joe Carnahan aus, hat er doch 2007 «Narc» mit Ray Liotta und Jason Patric inszeniert.
Start: 16. Januar
Was würdest du für das perfekte Aussehen tun? In «The Beauty» macht ein künstlich erzeugtes, sexuell übertragbares Virus aus gewöhnlichen Menschen über Nacht makellose Schönheitsideale. Nebeneffekt: Das Virus zerstört den infizierten Körper von innen heraus. Den fatalen Folgen einer Ansteckung zum Trotz breitet sich die Epidemie bereits rasant aus. Na, wenn das in Zeiten von Ozempic, Botox und Co. mal nicht nach einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik klingt – und einer guten Portion Body-Horror à la «The Substance».
Für sein neues Werk hat sich Ryan Murphy («American Horror Story») vom gezeichneten Bild inspirieren lassen. «The Beauty» basiert auf der gleichnamigen Comicreihe von Jeremy Haun und Jason A. Hurley. Die beiden sind bei der Serie als Berater mit an Bord. Der Cast kann sich mit Namen wie Evan Peters («Monster: The Jeffrey Dahmer Story»), Rebecca Hall («The Town») und Ashton Kutcher («That ‘70s Show») sehen lassen. Angekündigt sind zudem schon Gastauftritte von Bella Hadid, Vincent D’Onofrio und Filmikone Isabella Rossellini. Ich bin sehr gespannt!
Start: 22. Januar
Ich, Fan seit den Comics aus meiner Kindheit und Jugend, bin etwas Marvel-müde. Die letzten Serien und Filme fand ich meist unausgegoren, hingeschludert und schlicht unterwältigend. Da holt mich der Trailer zu «Wonder Man» direkt ab, wenn es darin heisst:
«Everyone is tired of super heroes.»
Und genau deshalb werde er dieses Genre neu erfinden und ein Remake von «Wonder Man» drehen, kündigt der Filmemacher Von Kovak (Zlatko Buric) an. Die perfekte Gelegenheit für den bislang erfolglosen Schauspieler Simon Williams (Yahya Abdul-Mateen II), die Hauptrolle in seinem Lieblingsfilm zu ergattern, meint zumindest er. Dabei weiss er noch gar nicht, dass er etwas an oder besser gesagt in sich hat, das ihn quasi zur Idealbesetzung von «Wonder Man» macht. Ist das womöglich Marvels «The Studio», eine Satire auf Hollywood, das Superhelden-Genre und sich selbst? Es macht ganz den Anschein und weckt mein Interesse.
«Wonder Man» ist nach «Echo» die zweite «Marvel Spotlight»-Serie. Dieses Label ist für Filme und Serien innerhalb des Marvel Cinematic Universe (MCU) gedacht, die eigenständig funktionieren und keine Vorkenntnisse benötigen. Und doch treffen wir in «Wonder Man» mit Ben Kingsley als Trevor Slattery auf einen alten Bekannten aus dem MCU, der schon in «Iron Man 3» und «Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings» seine Aufwartung machte. Ich habe Trevor irgendwie liebgewonnen. Deshalb werde ich seine Reise vorerst weiterverfolgen.
Start: 27. Januar
Hast du die erste Staffel von «The Night Manager» gesehen? Der Start der zweiten Staffel ist die perfekte Gelegenheit, das nachzuholen. Es lohnt sich, denn die Adaption eines der zahlreichen Spionageromane von John le Carré («Tinker Tailor Soldier Spy») gehört in Sachen Serien zum Besten, was ich je gesehen habe. Also los.
Zehn Jahre später wird Tom Hiddleston («Loki») als Undercover-Agent Jonathan Pine nun also auf eine neue Mission geschickt. Auch Olivia Colman («Broadchurch») ist wieder dabei. Regie führt nicht mehr Oscar-Preisträgerin Susanne Bier («Hævnen»), sondern Georgi Banks-Davies, die 2021 für «I Hate Suzie» einen Bafta erhielt. Um was es in der zweiten Staffel von «The Night Manager» geht? Ist mir völlig egal, da schaue ich sowieso rein. Genauso wie in die dritte Staffel, die BBC und Prime Video schon bestellt haben.
Start: 11. Januar
Sam Nelson (Idris Elba) ist ein Verhandlungsexperte, der sein Geschick in der ersten Staffel von «Hijack» in einem entführten Flugzeug unter Beweis gestellt hat. Die zweite Staffel erzählt nun in Echtzeit von der Entführung einer Berliner U-Bahn. Mittendrin ist natürlich wieder Sam Nelson, der in einer brenzligen Situation hoffentlich erneut ruhig Blut bewahrt.
Ich liebe Idris Elba. Wie er in «Luther» als menschgewordene Naturgewalt im grauen Tweedmantel durch London trampelt, herrlich. Umso überraschter bin ich von mir selbst, dass ich «Hijack» bislang überhaupt nicht auf dem Radar hatte. Es wird einfach zunehmend schwierig, bei der schieren Masse an neuen Streaminginhalten die Übersicht zu wahren. Wie auch immer, ich hole «Hijack» baldmöglichst nach. Versprochen, Idris!
Start: 14. Januar
Hab ich vorhin bei «Wonder Man» Shang-Chi erwähnt? Da ist er schon wieder, also zumindest der Schauspieler: Alexander Hale (Simu Liu) arbeitet als Analyst für den Geheimdienst. Nun hat jemand Hales Gehirn gehackt und somit Zugang zu all seinen Sinnen, vielleicht sogar zu seinen Gedanken. Egal, was er sieht, hört oder tut, die unbekannten Hacker sind mit dabei. Ein gar nicht mal so idealer Umstand für einen Protagonisten in einer Welt, in der «top secret» über allem steht. Bloss, wie wird man jemanden los, der dir immer einen deiner eigenen Schritte voraus ist?
Hacker im Hirn? Klingt für mich nach einer Serie, um das eigene Hirn mal wieder durchzulüften und sich auf dem Sofa kurzweilig unterhalten zu lassen. Da hacke ich mich bei Gelegenheit glatt mal rein. Shang-Chi-Darsteller Simu Liu spielt übrigens nicht nur die Hauptrolle, er produziert «The Copenhagen Test» auch gleich mit, genauso wie James Wan («Saw», «Insidious»).
Start: 1. Januar
Die 17-jährigen Zwillingsschwestern Lily und Abby leben in einer beschaulichen englischen Kleinstadt, als Lily entführt wird. Ihr Peiniger – ausgerechnet der allseits beliebte Lehrer an der örtlichen Schule – hält sie gefangen und missbraucht sie körperlich und seelisch. Der wahre Kampf ums Überleben beginnt aber, als Lily nach acht Jahren die Flucht gelingt. Schwer traumatisiert und entfremdet von Schwester und Mutter muss sie versuchen, ihre Familie und ihr Leben zurückzuholen. Und gleichzeitig damit klarkommen, dass ihr sadistischer Entführer weiterhin auf freiem Fuss ist.
«Girl Taken» ist eine Adaption von Hollie Overtons Roman «Baby Doll». Die sechsteilige Thrillerserie verspricht alles andere als leichte Unterhaltung. Das geht an die Nieren, und das ist gut so. Nur schon der kurze Trailer macht mich rasend vor Wut auf den Entführer, der von Alfie Allen («Game of Thrones») gespielt wird. Ich muss unbedingt wissen, ob und wie er für seine abscheulichen Taten zur Rechenschaft gezogen wird.
Start: 8. Januar
Auf welches Streaming-Highlight freust du dich am meisten?
Ich bin Vollblut-Papi und -Ehemann, Teilzeit-Nerd und -Hühnerbauer, Katzenbändiger und Tierliebhaber. Ich wüsste gerne alles und weiss doch nichts. Können tue ich noch viel weniger, dafür lerne ich täglich etwas Neues dazu. Was mir liegt, ist der Umgang mit Worten, gesprochen und geschrieben. Und das darf ich hier unter Beweis stellen.
Praktische Lösungen für alltägliche Fragen zu Technik, Haushaltstricks und vieles mehr.
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