
Produkttest
Asus ROG Swift PG32UCDP im Test: der beste OLED für helle Räume
von Samuel Buchmann

Kein Ultrawide, keine Krümmung, kein RGB-Subpixel-Layout: Der 32GX870B steht im Schatten von LGs anderen Ankündigungen – völlig zu Unrecht.
Neben neuen Ultrawide-Flaggschiffen zeigt LG auf der CES einen Monitor in normalem Format, der für viele Leute den Sweetspot treffen könnte: Der 32GX870B hat ein 32-Zoll-Display im 16:9-Format, eine 4K-Auflösung und eine Bildfrequenz von 240 Hertz (oder 480 Hertz in FullHD). OLED-Monitore mit diesen Eckdaten gibt es bereits seit zwei Jahren – sie sind gut und sehr beliebt.
Der 32GX870B hebt sich von bisherigen Modellen ab, weil er mit LGs neuem Tandem-WOLED-Panel kommt. Es bietet eine deutlich höhere maximale Helligkeit von rund 380 Nits bei 100 Prozent APL (also Vollbild). Bei Monitoren mit dem Vorgänger-Panel war bei 270 Nits Schluss. Das entspricht einer Steigerung von 40 Prozent. Da die Helligkeit einer der Schwachpunkte von OLED gegenüber LCD ist, stellt diese Entwicklung einen wichtigen Fortschritt dar.
Auch die Schwarzwerte und die Farbdarstellung haben sich gemäss LG verbessert. Der Hersteller gibt eine Abdeckung des DCI-P3-Farbraums von 99,5 Prozent an. Helle Farben wird das Display aber weiterhin nicht sehr satt darstellen können. Denn LG setzt hier nicht das neue RGB-Subpixel-Layout ein, sondern weiterhin eine RGWB-Struktur mit weissem Pixel. Nur so ist die hohe Spitzenhelligkeit möglich.
Das bedeutet: Es dürfte weiterhin zu leichten Farbsäumen bei der Textdarstellung kommen. Dank der relativ hohen Pixeldichte von 140 Pixel pro Zoll (ppi) war das «Fringing» aber schon beim Vorgänger kein grosses Problem mehr. Für die meisten Anwendungen ist das RGWB-Panel mit seiner höheren Helligkeit wahrscheinlich der bessere Kompromiss.
Und wie schlägt sich das neue Panel im Vergleich zum QD-OLED-Äquivalent von Samsung? Das hängt davon ab, was dir wichtiger ist. Unter dem Strich hat WOLED besonders in hellen Räumen leichte Vorteile.

Der 32GX870B gehört zu LGs neuer Premium-Linie «UltraGear evo». Sie umfasst ein «On-Device-AI-Upscaling» – Inhalte können also vom PC in einer tieferen Auflösung an den Monitor gesendet werden. Danach skaliert dieser das Bild in seine native Auflösung. Das soll den Hardware-Hunger reduzieren, ähnlich wie Nvidia DLSS oder AMD FSR. Im Gegensatz dazu wird die nötige Rechenarbeit aber an den Monitor ausgelagert.
An Anschlüssen stehen zweimal HDMI 2.1, einmal USB-C (90 Watt Stromversorgung) und einmal DisplayPort 2.1 (UHBR20) zur Verfügung. Das Display ist nicht gekrümmt und hat für einen Gaming-Monitor ein sehr dezentes Design mit flachem Standfuss. Zu Preis und Verfügbarkeit gibt es noch keine Informationen.
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