
Ratgeber
Das sind die Streaming-Highlights im Januar
von Patrick Vogt

«Stranger Things» ist vorbei. Mit diesen sechs Serien kitzelst du einen ähnlichen Nerv wie mit der Netflix-Erfolgsserie.
Nach neun Jahren und fünf Staffeln wurde «Stranger Things» beendet. Die Serie stellte eine Gruppe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor Mysterien und übernatürliche Monster. Eine Prise Humor und eine Menge Herz lockerten die Abenteuer rund um Hawkins auf.
Diese Mischung zwischen Schrecken und Menschlichkeit begeistert ein breites Publikum. Deswegen ist es kein Wunder, wenn nach dem Ende die Frage kommt: «Was kann ich als Nächstes schauen?»
Die folgenden sechs Serien sind meine Empfehlung, wenn es dich nach mehr «Stranger Things» dürstet.
«Twin Peaks» ist ein Klassiker und eine direkte Inspiration für «Stranger Things». Es stellt ebenfalls die Aufklärung eines Mysteriums in den Mittelpunkt und lässt dabei immer noch Platz für das Zwischenmenschliche. Insbesondere die Stimmung der ersten Staffel von «Stranger Things» reicht sehr nahe an «Twin Peaks» heran.
In der titelgebenden Kleinstadt Twin Peaks stirbt die Jugendliche Laura Palmer. Schnell ist klar: Dahinter muss ein Mord stecken. Der Untersuchung nehmen sich der hiesige Sheriff und ein FBI-Agent an. Was als klassischer Krimi beginnen mag, entwickelt sich in surreale und absurde Richtungen – typisch für David Lynch, den Schöpfer der Kultserie.
Anzahl Folgen: 48 in 3 Staffeln
Streamingdienst: Arte-Mediathek, Paramount+ (2 Staffeln)
Noch mehr Mysterien als in «Stranger Things» gibt es in «Dark». Netflix hat die preisverdächtige Serie in Deutschland produziert. Der Anfang kann etwas gar verwirrend sein, aber lass dich davon nicht verunsichern. Die Rätsel lösen sich in atemberaubenden Wendungen auf. Dranbleiben lohnt sich.
In der fiktiven Kleinstadt Winden verschwindet ein Kind. Das bringt mehrere Familien dazu, dem nachzugehen. Dabei decken sie eine mehrere Generationen umfassende Verschwörung auf.
Anzahl Folgen: 26 in 3 Staffeln
Streamingdienst: Netflix
«True Detective» ist eine Krimi-Anthologie mit übernatürlichem Kern. Die Serie hat mehrere Staffeln, die in sich gesehen abgeschlossen sind. Der Ton von «True Detective» ist deutlich düsterer und ernster als bei «Stranger Things» – und richtet sich an Erwachsene.
Die erste Staffel ist der perfekte Einstiegspunkt, weil sie zugleich auch die beste ist. Die Handlung dreht sich um die beiden Detektive Rust Cohle und Marty Hart, die in Louisiana einer ungewöhnlichen Reihe von Morden nachgehen. Die beiden unterschiedlichen Männer geraten dabei immer aneinander. Rust ist ein nihilistischer Alkoholiker, Marty ein Konservativer, der seine Frau betrügt. Ihrer Untersuchung schweisst sie jedoch zusammen. Die übernatürlichsten Vibes bietet die vierte Staffel mit Jodie Foster.
Anzahl Folgen: 30 in 4 Staffeln
Streamingdienst: HBO Max
Mehr skurrile Mysterien gibt es in «Wayward Pines». Ein Agent des US-amerikanischen Geheimdienstes untersucht das Verschwinden zweier Arbeitskollegen. Er gerät dabei in einen Autounfall und findet sich abgeschnitten von der Aussenwelt in der namensgebenden Kleinstadt wieder – buchstäblich, denn Wayward Pines ist von einer elektrischen Mauer umgeben. Innerhalb der Mauern herrschen strenge Regeln, deren Missachtung mit Hinrichtung bestraft wird. Dennoch sollen ausserhalb noch schlimmere Dinge lauern.
Die erste Staffel der Serie ist eine Adaption der «Wayward Pines»-Trilogie des Autors Blake Crouch und lässt sich in sich abgeschlossen anschauen. Das ist auch empfehlenswert, denn die zweite Staffel, bei der sich die Produzenten eine Fortsetzung ausgedacht haben, schwächelt im Vergleich ordentlich.
Anzahl Folgen: 20 in 2 Staffeln
Streamingdienst: Prime Video mit deutschem VPN, da in der Schweiz nur über DVDs oder Blu-rays erhältlich
«Gen V» bietet übernatürliche Action mit Jugendlichen. Der Mystery-Aspekt ist in der Serie im Vergleich zu «Stranger Things» dafür weniger präsent. Einige überraschende Wendungen kannst du dennoch erwarten.
«Gen V» ist eine Spin-off-Serie von «The Boys». Es geht um Superheldinnen und Superhelden. Anders als in den vergleichbaren Marvel- und DC-Universen ist die Realität brutal und gnadenlos. Die Hauptfeinde sind keine Schurken oder Ausserirdische, sondern milliardenschwere Konzerne und ihre Gier. Wie in der Hauptserie «The Boys» gibt es eine Menge Gewalt in «Gen V» – deutlich mehr als in «Stranger Things».
Die Protagonistin der Serie ist Marie Moreau, die ihr Blut kontrollieren kann und nach ihrer verschollenen Schwester sucht. Sie besucht eine spezialisierte Schule für Superhelden und muss sich durch das Schulleben navigieren. Während sie Freundinnen und Feinde findet, deckt sie die Abgründe hinter den übernatürlichen Kräften ihrer Mit-Supermenschen auf.
Anzahl Folgen: 16 in 2 Staffeln
Streamingdienst: Prime Video
«Der Prinz der Drachen» zeigt die Abenteuer einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen. Im Vergleich zu den anderen Empfehlungen in der Liste ist der Mystery-Aspekt in dieser Serie am schwächsten. Dafür besitzt die Serie wie «Stranger Things» eine Menge Humor und Herz. Das lebt sie in ihrem kreativen Fantasy-Setting vollkommen aus.
Es überrascht nicht, dass «Der Prinz der Drachen» diese Punkte gekonnt meistert. Die Animationsserie stammt von einem der Schöpfer von «Avatar – Der Herr der Elemente», das schon Jahre zuvor eine epische Geschichte auf emotionale, humorvolle und spannende Art und Weise erzählte. Solltest du das irgendwie verpasst haben, ist das ebenfalls eine Empfehlung wert.
«Der Prinz der Drachen» spielt in einem magischen Land, in dem sich die machthungrige Menschheit im Krieg mit magischen Völkern befindet. Eines Tages greifen Nachtelfen-Assassinen einen menschlichen König an und entdecken in seiner Festung einen verschollenen Schatz: das Ei des Drachenprinzen. Die beiden Söhne des Königs machen sich daraufhin zusammen mit einer Assassine auf den Weg, das Ei zu seiner Mutter zu bringen und damit hoffentlich den langersehnten Frieden wiederherzustellen.
Anzahl Folgen: 63 in 7 Staffeln
Streamingdienst: Netflix
Titelbild: Netflix
Meinen ersten Text über Videospiele habe ich mit acht Jahren geschrieben. Seitdem konnte ich nicht mehr damit aufhören. Die Zeit dazwischen verbringe ich mit meiner Liebe für 2D-Husbandos, Monster, meinen Krawallkatzen und Sport.
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