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Martin Jungfer
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Schutzlos gegen Stiche: Viele Mückenabwehr-Produkte versagen im «Kassensturz»-Test

Mückenstiche nerven. So sehr, dass die Leute aufrüsten – mit Lampen, Steckern, Sprays, Rauchspiralen und Ultraschallgeräten. Was wirklich hilft, hat das SRF-Magazin «Kassensturz» beim Basler Tropeninstitut ermitteln lassen.

Getestet hat die «Kassensturz»-Redaktion zwölf Produkte, immerhin fünf schützen vor Stichen. Sieben dagegen versagen und liefern nicht, was die Hersteller versprechen. Effektiven Schutz bieten zwei Sprays: Antibrumm Forte und Puressentiel.

Das Produkt von Antibrumm enthält den besonders starken Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid). Er gilt als Goldstandard bei der Insektenabwehr. Er sorgt dafür, dass Insekten die menschlichen Duftstoffe nicht mehr wahrnehmen können. Das Spray von Puressentiel setzt auf einen Mix aus ätherischen Ölen.

Das Ergebnis im «Kassensturz»-Test war bei beiden Produkten gleich. Auf einen entblössten Unterarm setzen während fünf Minuten keine Tigermücken zum Blutsaugen an.

Zwei andere Mückenabwehr-Produkte mit der Note «sehr gut» kann ich dir leider nicht verlinken, weil es sie bei Galaxus (derzeit) nicht zu kaufen gibt. Der «Mückenstopp» von der Migros-Marke Optimum ist ein Verdampfer-Stecker mit Pyrethroid als Wirkstoff. Das gleiche Prinzip und denselben Wirkstoff gibt es bei diesen Produkten.

Erfolgreich waren die Tester auch mit einer Mückenspirale von der Marke Neocid. Sie sondert nach dem Anzünden Rauch mit dem Wirkstoff Prallethrin ab, was zur Gruppe der Pyrethoide gehört.

Ein Produkt des Testfelds war ebenfalls wirksam, aber schützte nicht ganz so gut wie die vorher genannten. Deshalb gab es die Note «gut» für den Mückenstecker von Finito. Auch er arbeitet mit Prallethrin.

Mindestens 34 Mücken auf dem Arm

Bei drei Produkten attestiert «Kassensturz» eine geringe Schutzwirkung. Bei diesen Produkten landeten im Zeitraum von fünf Minuten bei einem Produkt 34 hungrige Tigermücken auf dem Unterarm, bei den anderen beiden 52 und sogar 60.

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Die Note «genügend» teilt unsere Kundschaft in den Produktbewertungen nur teilweise. Die Tierfalle mit LED-Licht von der Marke Swissinno kommt auf eine bescheidene Durchschnittsbewertung mit 3,4 Sternen. Beim «UV Insect Stopper» von Starly schreibt ein User kurz und bündig: «Taugt nix!»

Hier lacht die Tigermücke

Keinen Schutz boten vier Produkte aus dem Test. Die Note «ungenügend» ist das Urteil dafür. Unsere Community sieht das zumindest für den Ultraschall-Vertreiber von Chicco ähnlich. Wobei … die Bewertung von im Durchschnitt 2,6 Sternen bedeutet gemäss der Galaxus-Skala, dass für einen Teil der Käufer die Erwartungen «gerade noch erfüllt» werden und für einen anderen immerhin noch «teilweise». Zwei Kunden schreiben sogar begeisterte Fünf-Stern-Bewertungen. Dabei ist wissenschaftlich klar, dass diese Ultraschall-Dinger nicht funktionieren können. Das wird in der SRF-Sendung erklärt, und das hat mein Kollege Martin Jud bereits 2018 in einem Beitrag ausführlich erklärt.

Zwei Fallen mit Licht schätzt der Tropeninstitut-Experte in Basel als technisch untauglich ein. UV-Licht locken Stechmücken nicht an, dafür aber andere Insekten, die dann in der Falle sterben.

Statt auf Chemie setzt der Stecker von Finito Green auf eine Essenz aus natürlichen Ölen. Solche wirken wohl, wenn du sie dir auf die Haut schmierst, aber weniger als Verdampfer. Jedenfalls zählten die Tester im Tropenlabor in fünf Minuten trotz Gerät 165 Mückenlandungen auf dem Arm innert fünf Minuten, die zweithöchste Zahl im Test.

Den kompletten Beitrag von «Kassensturz» findest du hier. Sehr tapfer, dass die SRF-Kollegin in den Versuchsraum mit den Tigermücken gegangen ist.

Titelbild: Martin Jungfer

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Journalist seit 1997. Stationen in Franken, am Bodensee, in Obwalden und Nidwalden sowie in Zürich. Familienvater seit 2014. Experte für redaktionelle Organisation und Motivation. Thematische Schwerpunkte bei Nachhaltigkeit, Werkzeugen fürs Homeoffice, schönen Sachen im Haushalt, kreativen Spielzeugen und Sportartikeln. 


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