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Siri Schubert
Ratgeber

In der Praxis: So gut geht das Laufen mit Silvas Laufweste, Stöcken und Köcher

Siri Schubert
30/10/2026

Beim Trailrunning bin ich immer auf der Suche nach einer guten Kombi aus Laufrucksack, Stöcken und Tragesystem. Wie sich das Set der schwedischen Marke Silva macht, habe ich für dich getestet.

Vielleicht geht es dir beim Trailrunning ähnlich wie mir: Die Strecken werden steiler, länger, anspruchsvoller. Und irgendwann kommen Stöcke ins Spiel.

Bei mir war es der 52-Kilometer-Lauf mit dem schönen Namen Mont-Terrible, der mich zum Laufstock-Fan werden liess. Gerade bei den letzten Steigungen vor dem Ziel war ich froh, etwas von der Bein-Belastung auf die Arme verlagern zu können.

Seither bin ich gerne mit Carbon-Stützen unterwegs und immer auf der Suche nach guter Ausrüstung. Da ich die Marke Silva schon von Stirnlampen (hier der Testbericht) kenne, bin ich gespannt, was die Silva Carbon-Stöcke und der passende Laufrucksack mit Köcher draufhaben. Ich habe das gesamte Set vom Hersteller für diesen Test zur Verfügung gestellt bekommen.

Produktbild Silva Strive Fly yellow (S)
Westen
EUR77,89

Silva Strive Fly yellow

4 Grössen

Produktbild Silva Running/Trekking pole carbon z (120 - 140 cm)
Wanderstöcke
−6%
EUR159,– statt EUR169,–

Silva Running/Trekking pole carbon z

120 - 140 cm

Silva Strive Fly yellow
EUR77,89

Silva Strive Fly yellow

4 Grössen

Silva Running/Trekking pole carbon z (120 - 140 cm)
−6%
EUR159,– statt EUR169,–

Silva Running/Trekking pole carbon z

120 - 140 cm

Trailrunning-Stöcke kannst du unterwegs auf verschiedene Arten verstauen, wenn du sie nicht brauchst. Ich habe sie bisher immer hinten in die Schlaufen meines Laufgurts gesteckt. Das ist unkompliziert, hat aber den Nachteil, dass ich zusätzlich zum Laufrucksack noch einen Gurt anlegen muss. Manche Läuferinnen und Läufer stört zudem der Druck, den die Stöcke im Laufgurt auf den unteren Rücken ausüben. Bei mir ist das aber nicht der Fall.

Da viele auf einen Laufstock-Köcher oder Quiver schwören, ist es höchste Zeit, diese Art des Stocktragens selbst mal auszuprobieren. Schon seit längerer Zeit habe ich bei Rennen und Trailrunning-Workshops bewundernd beobachtet, wie Geübte die Stöcke mit fliessenden Bewegungen und scheinbar unbegrenzter Schultermobilität in der länglichen Tasche auf dem Rücken verschwinden lassen.

Der Rucksack ist vielseitig und ein Leichtgewicht

Die Silva-Strive-5-Fly-Vest kannst du mit oder ohne Köcher nutzen. Das macht sie vielseitig. Mit fünf Litern Volumen ist sie ideal für schnelle Läufe, Wettkämpfe oder Trainings, bei denen du Flüssigkeit, Snacks, Schlüssel, Smartphone und eine Wind- oder Regenjacke mitnehmen möchtest. Leicht ist sie zudem: Sie wiegt lediglich 164 Gramm, bietet aber sieben Fächer und Taschen, eine davon sogar mit Reissverschluss für Wertsachen. Die Laufweste ist zusätzlich mit einer Signalpfeife für Notfälle ausgestattet und hat für bessere Sichtbarkeit im Dunkeln reflektierende Details. Um Schlüssel zu sichern, gibt es in einer der Taschen einen Karabiner.

Super leicht, aber dennoch mit vielen Taschen und Fixiermöglichkeiten.
Super leicht, aber dennoch mit vielen Taschen und Fixiermöglichkeiten.
Sogar ein Mini-Karabiner für den Schlüssel ist dabei.
Sogar ein Mini-Karabiner für den Schlüssel ist dabei.
Dank Gummizug halten die Flasks gut.
Dank Gummizug halten die Flasks gut.

Lediglich die Trinkflasks sind nicht im Lieferumfang enthalten. Das ist schade, denn der eigentliche Sinn eines Laufrucksacks liegt für mich darin, Getränke für unterwegs mitzunehmen. Da wäre es sinnvoll, wenn Silva – wie viele andere Hersteller – die passenden Gummiflaschen gleich mit dem Rucksack verkaufen würde. Hier kannst du sie in verschiedenen Grössen und mit oder ohne Strohhalm separat bekommen:

Die 500-Milliliter-Version der Flask passt genau in die Meshtaschen, wo du sie mit einem Gummizug fixieren kannst.

Was die Strive-Fly-Vest für mich besonders interessant macht: Der besagte Köcher für die Laufstöcke, der separat dazu gekauft werden muss, sich aber mit T-Splints einfach befestigen lässt.

Stöcke mit Handschlaufen und praktischem Klick-Verschluss

Die Carbon-Z-Stöcke mit Kork-Griffen bieten alles, was ich von Trailrunning-Stöcken erwarte. Sie sind mit einem Gewicht von 150 bis 175 Gramm pro Stock (je nach Länge) zwar nicht die leichtesten auf dem Markt, aber mit diesem Gewicht immer noch gut fürs Speedhiking und Trailrunning geeignet.

Ich habe zum Testen die verstellbaren Stöcke bekommen und schätze den einfachen Klemmverschluss, mit dem ich die Länge anpassen kann. Auch der Faltmechanismus der dreiteiligen Stöcke funktioniert ohne Zerren oder Kraftaufwand.

Der Korkgriff liegt auch bei schwitzigen Innenflächen angenehm in der Hand.
Der Korkgriff liegt auch bei schwitzigen Innenflächen angenehm in der Hand.
Die Verbindung zwischen Handschlaufen und Stöcken ist simpel und clever.
Die Verbindung zwischen Handschlaufen und Stöcken ist simpel und clever.
Einfach verstellbar dank Klemmverschluss
Einfach verstellbar dank Klemmverschluss
Die Spitzen geben Halt, Gummischoner sind allerdings nicht dabei.
Die Spitzen geben Halt, Gummischoner sind allerdings nicht dabei.

Clever gelöst ist die Verbindung zwischen Handschlaufen und Stöcken. Blueberry-System nennt Silva den Mechanismus, bei dem eine kleine blaue Kugel in eine trichterförmige Rinne geführt wird. Mit einem Klick am Stockkopf lässt sich die Kugel schnell wieder lösen. Das gelingt bei meinem Test einfach und ohne dass sich die Kugel verklemmt.

Das System in der Praxis

Jetzt darf das System zeigen, wie es auf den Trails performt. Das erste, was mir auffällt, ist die direkte und effiziente Kraftübertragung der Stöcke. Sie sind belastbar genug, damit ich mich voll auf sie stützen kann. Der Korkgriff liegt angenehm in der Hand und die Verbindung mit den Handschlaufen ist stabil. Der Blueberry-Mechanismus lässt sich schnell – und sogar im Laufschritt – ein- und ausklicken.

Bei dem System von Silva ist alles aufeinander abgestimmt.
Bei dem System von Silva ist alles aufeinander abgestimmt.

Der Rucksack sitzt dank der Gummizüge gut. Kein Wackeln, Scheuern oder Hüpfen. Ich spüre ihn kaum.

Natürlich bin ich gespannt, wie ich mit dem Köcher zurecht komme. Tatsächlich lassen sich die Stöcke im Nu falten und in den Quiver am Rücken stecken. Dort bleiben sie sicher und stören nicht, bis ich sie wieder brauche. Mit ein bisschen Übung läuft der Prozess noch schneller und flüssiger ab.

Das Verstauen der Stöcke geht einfacher als gedacht.
Das Verstauen der Stöcke geht einfacher als gedacht.

Ob ich von nun an den Köcher statt des Laufgurts zum Verstauen der Stöcke bevorzuge? Tatsächlich funktionieren beide Systeme etwa gleich gut. Es kommt also auf die persönlichen Vorlieben an. Da ich bei längeren Läufen aber ohnehin einen Rucksack dabei habe, macht für mich diese Kombi aus Laufrucksack, Köcher und Stöcken von Silva Sinn.

Titelbild: Siri Schubert

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Forschungstaucherin, Outdoor-Guide und SUP-Instruktorin – Seen, Flüsse und Meere sind meine Spielplätze. Gern wechsel ich auch mal die Perspektive und schaue mir beim Trailrunning und Drohnenfliegen die Welt von oben an.


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